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Carl Michael Ziehrer - Die drei Wünsche
Handlung, Inhalt
- Operette mit Vorspeil und zwei Akten
- Text von Leopold Krenn und Carl Lindau
- Uraufführung am 9. März 1901 im Carltheater in Wien
| Vorspiel |
Szene in einem deutschen
Dorf am Rhein. Theaterdirektor Hummel führt mit seiner Schauspielgruppe ein
Ritterdrama auf. Lotti ist die Nichte des Wirtes Wegerer und arbeitet in
dessen Schenke. Sie ist begeistert vom Theaterspektakel. Der Wirt will
jedoch, dass sie das Haus demnächst verlässt, weil er befürchtet, dass sie
mit seinem Sohn eine Liebelei anfangen könnte. Lotti allerdings hätte
ohnehin kein Interesse an ihm.
Direktor Hummel hat gute Nachrichten für seine Theatergruppe: Er ist für das
Amt des Direktors eines kleinen Theaters in der Stadt erkoren worden. Ein
Aufstieg steht ihm bevor. Diese Gelegenheit veranlasst Wegerer zum Gespräch
mit Hummel. Er soll Lotti doch mit in die Stadt nehmen. Die beiden Herren
einigen sich. Als Lotti auf ihr Talent geprüft wird, singt sie ein Lied vor.
Hummel ist begeistert und verspricht dem Mädchen, dass ihr Ruhm zuteil
werde. Nachdem Lotti einer Zigeunerin eine Spende gegeben hat, prophezeit
ihr diese, dass ihr drei Wünsche in Erfüllung gehen werden. Sie müsse ihre
Wünsche bloss einem Stern anvertrauen, der gerade von Himmel fällt. Die
Wünsche lauten Glück, Reichtum und Liebe. Schon macht sich Hummel mit seiner
Gruppe und Lotti auf den Weg in die Stadt.
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| 1. Akt |
Ein Jahr später im Haus des Salami-Fabrikanten Fogosch. Ein grosses Fest
steht an. Es ist alles vorbereitet, jetzt werden nur noch die Gäste
erwartet. Der Hausherr hat es sich zum Ziel gemacht, seine Tochter Käthe mit
einem guten Haus zu verheiraten. Dafür hat er Fedor, den Sohn von Baronin
Besebeck, vorgesehen. Käthe hat jedoch nur Augen für Leutnant Fritz, ihren
Cousin. Auch Fedor hat kein Interesse an der Heirat Käthe, denn er hat sich
in eine Theaterdame verliebt. Dieser Umstand lässt die erwarteten Gäste
ausbleiben. Käthe ruft Fritz. Er kommt mit seinen Kadetten ins Palais. Käthe
vertraut Fritz die Absichten ihres Vaters an. Sie lässt ihn wissen, dass man
bei ihrem Vater fast alles erreichen kann, wenn man ausdrücklich nach dem
Gegenteil strebt. Bald trifft die Theatergruppe im Palais ein und gibt
Darbietungen zum Besten. Hummel schlägt dem enttäuschten Fogosch vor, die
Theatergruppe könne doch die Rolle der Gäste übernehmen. Wenigstens scheint
das Fest nun zu gelingen. Lotti brilliert mit einem beschwingten Tanzlied.
Fogosch und Baronin Besebeck gehen weg und lassen Käthe mit Fedor allein.
Fedor eröffnet Käthe, dass er es in Ordnung fände, dass sie Fritz liebe,
denn auch er sei an einer anderen interessiert. Die beiden vereinbaren, die
Verlobung nicht zustande kommen zu lassen unter dem Vorwand von Abneigung
füreinander. Inzwischen stellt Fogosch der Baronin einen der Gäste vor: Es
ist Graf Senders als Direktor Hummel. Fogosch jedoch kann nicht ahnen, dass
die Baronin den wahren Grafen persönlich kennt. Dann erkennt Lotti in Fedor
plötzlich den Mann, der ihr immerwährende Liebe versprochen hat und wegen
dem sie das Theater verlassen wollte. Lotti liest Fedors letzten Liebesbrief
und ist enttäuscht darüber, wie die Männer doch lügen können.
Nun ist das Fest im Palais Fogosch auf dem Höhepunkt. Der Hausherr will nun
die Verlobung von Käthe mit Fedor verkünden. Lotti offenbart, dass Fedor ihr
die ewige Liebe geschworen habe. Dann deckt sie auch das Verkleidungsspiel
der Gäste auf. Baronin Besebeck ist empört und verlässt hastig das Fest.
Jetzt wo Käthes Verlobung mit Fedor gescheitert ist, kann sie sich gänzlich
ihrem Cousin Fritz widmen.
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| 2. Akt |
Am nächsten Tag am Bahnhof derselben Stadt. Baronin Besebeck und Fedor haben
den Zug verpasst und stehen noch am Perron. Die Soldaten machen sich
abreisebereit, und Hummel singt ein Spottlied auf seine Frau, die Leopoldin.
Fritz denkt freudig an die Nacht mit Käthe zurück. Die beiden schaffen es,
dass Fogosch ihrer Heirat zustimmt. Hummel indes verspricht Lotti ihr Glück
und bringt sie mit Fedor zusammen. Die zwei Paare finden nun zueinander und
besingen ihr Liebesglück. Alles, was noch fehlt, ist die Zustimmung der
Baronin für die Heirat von Fedor mit Lotti. Hummel erinnert die Baronin
daran, dass er einst ihr Liebhaber war. Er droht ihr, der Gesellschaft zu
verraten, dass auch sie früher bloss eine Künstlerin war. Die Baronin fügt
sich der Erpressung und willigt in die Heirat ein. Nun sind für Lotti die
drei Wünsche in Erfüllung gegangen. Zu guter Letzt sind alle glücklich und
zufrieden. Die fröhliche Theatergruppe bricht auf und besingt die besseren
Zeiten, die für sie nun angebrochen sind.
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