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Die Habsburger formten im
Weesen ein Heer von 600 Reitern und rund 6000 Fusssoldaten und zogen am 9.
April 1388 in Richtung Glarus mit Graf Donat von Toggenburg und Ritter Peter
von Thorberg an der Spitze. Eine zweite Kolonne kam unter der Führung von
Graf Hans von Werdenberg-Sargans vom Kerenzerberg her ins Tal. Die
Schutzmauer am Talausgang wurde lediglich von 300 Glarnern bewacht, welche
die Angreifer nicht abwehren konnten. Die Habsburger drangen ins Tal ein,
überfielen die Dörfer Näfels, Netstal, Mollis und Glarus und hinterliessen
Tod und Verwüstung. Schleunigst eilte Verstärkung aus den Kantonen Schwyz,
Uri und Unterwalden an, um den Glarnern zu helfen. Man versammelte sich im
Schutze des Schneegestöbers beim abgebrannten Dorf Näfels am Rautiberg. Die
Habsburger erblickten die im Vergleich zu ihnen kleine Streitmacht und
griffen sofort an, doch dann liessen die Eidgenossen vom Berg her Geröll und
Felsbrocken auf die Habsburger niederrollen, was sofort Verwirrung und
Schrecken unter den Angreifern bewirkte. Die Pferde scheuten und warfen ihre
Reiter ab. Ohne zu zögern griffen die Schweizer an und trieben die
Habsburger in die Flucht, wobei zahlreiche Soldaten in den Sümpfen bei
Weesen umkamen und wegen eines Brückeneinsturzes in der Maag ertranken. Die
Kolonne, welche vom Kerenzerberg heranrückte, sah das Desaster und kehrte
bei Beglingen in der heutigen Gemeinde Mollis unverrichteter Dinge um. Die
Schweizer hatten rund 54 Tote zu beklagen, die Habsburger hingegen einige
hundert. In der Folge schloss man Frieden, und die Habsburger verzichteten
auf ihre Rechte in Uri, Schwyz, Unterwalden, Luzern, Zürich, Zug, Bern und
Glarus. Somit war die Schlacht bei Näfels die letzte zwischen den
Habsburgern und den Schweizern.
Bis heute ist jeweils der
erste Donnerstag im April in Glarus ein kantonaler Feiertag, und bei der so
genannten „Näfelser Fahrt“ ziehen viele Glarner zu Fuss nach Näfels und
gedenken feierlich der Schlacht. Die heutige Pfarrkirche St. Hilarius von
Näfels steht dort, wo sich bereits vor deren Bau im 18. Jh. eine
Schlachtkapelle befand.
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