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Etwa zwei Kilometer
nordöstlich der Habsburgischen Stammburg
im heutigen Windisch (röm. Vindonissa) gründete Elisabeth von Görz-Tirol im
Jahre 1308 das Klarissenkloster Königsfelden. Das Kloster sollte
Gedenkstätte für die Ermordung König
Albrechts I. durch seinen
Neffen Johann am 1. Mai 1308 sein. Bereits von Anfang an gehörte dem Kloster
ein kleiner Konvent von Franziskanern an, welcher für die Seelsorge
zuständig war. Unter Albrechts Tochter Agnes von Ungarn, Gattin des
Ungarischen Königs Andreas III., erlebte das Kloster seine Blütezeit. Nach
Agnes’ Tod Im Jahre 1364 und der Eroberung des Aargaus durch die Stadt Bern
verlor das Kloster an Bedeutung, wurde weitgehend verändert und diente lange
als Amtssitz der bernischen Landvögte. Um 1804 wurde die Anlage Besitz des
Kantons Aargau und wurde in den Jahre 1868 bis 1872 in eine psychiatrische
Heilanstalt umgewandelt. Dabei wurden grosse Teile der Gebäudetrakte
demoliert.
Was von der Klosteranlage Königsfelden übriggeblieben ist, ist sehr
sehenswert. Neben dem weitläufigen Klosterpark, dem Rest der Klostergebäude
und dem ehemaligen Kreuzgang ist ganz besonders die dreischiffige Kirche zu
erwähnen, welche fast unverändert geblieben ist. Sie wurde in der Zeit
zwischen 1310 und 1330 im gotischen Stil erbaut. Unter dem Kenotaph im
Mittelschiff befindet sich die ehemalige Habsburgergruft, welche bis 1770
als habsburgische Erbgrabstätte diente. Im Chor befindet sich der
weltberühmte Königsfeldner Glasgemäldezyklus. Er entstand in der Zeit von
1325 bis 1330 und besteht aus elf grossen Spitzbogenfenstern. Der Zyklus
gehört zu den bedeutendsten europäischen Kunstwerken aus dem 14.
Jahrhundert.
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