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Die Habsburg
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Auf dem Wülpelsberg im
heutigen Eigenamt unmittelbar neben den Aargauer Städten Brugg und Windisch
baute Radbot um 1020-30 im Zuge der Herrschaftsbildung und der Nähe zum
Kloster Muri die
Habsburg (Habichtsburg). Radbots Enkel Otto II. war der
erste, welcher sich Graf von Habsburg nannte Otto II. unterlag das Grafenamt
Elsass, und seine Nachkommen bewohnten bis ca. 1230 die Stammburg im
Eigenamt. Darauf wurde sie an Dienstadlige verliehen, wobei die hintere Burg
von den Truchsessen von Habsburg-Wildegg und die vordere Burg von den Herren
von Wülpelsberg und den Rittern von Wolen bewohnt wurde. Um 1371 wurden
beide Burgteile durch Henmann von Wolen vereint, und er selbst bewohnte die
hintere Burg. Nachdem die Eidgenossen um 1415 den Aargau erobert hatten,
musst Henmann die Lehenshoheit des Standes Bern anerkennen, verarmte und
überschrieb die Burg um 1419 seinem Neffen Peter von Greifensee. Dieser
veräusserte die Burg um 1457 an Bern, und fünf Jahre später kaufte Arnold
Segesser die Festung. Um 1469 kam das Kloster
Königsfelden bei Windisch in
den Besitz der Habsburg, welche aber um 1528 wieder an Bern zurückging, weil
das Kloster im Zuge der Reformation aufgehoben wurde. Die Verwaltung des
Schlosses unterlag den Hofmeistern von Königsfelden, welche einen Wächter
stellten, der die Burg bewohnte. |
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Um 1804 wurde der Kanton
Aargau Besitzer der Habsburg. Grössere Restaurierungen wurden 1868, 1898,
1946-49, 1973 und 1994-96 vorgenommen. In den Jahren 1978-83 wurden die
Überreste der östlichen Burg ausgegraben und konserviert. Die ursprüngliche
Burg von 1020 bestand zum grössten Teil aus Holz, und nur das Wohngebäude
auf dem höchstgelegenen Punkt in Osten des Grundstücks war gemauert. Die
Reste einer Umfassungsmauer, welche gefunden wurden, stammen aus dem Jahr
1050. Ende 11. Jrh. wurde die Festung zur Doppelburg ausgebaut mit je einem
Hauptgebäude im Westen und Osten. Dabei wurden die Wohn- und Wehrtrakte aus
Stein gebaut, und es entstand ein für damalige Verhältnisse fortschrittlich
angelegtes Burgsystem. Im 12. Jrh. wurde die Festung weiter ausgebaut, wobei
ein Burghof und eine zweigeschossige Kapelle entstanden. Ab 1200 wurde
hauptsächlich er Westteil der Anlage ausgebaut. Es entstanden zuerst der
grosse Wohnturm und die nach Westen erweiterte Ringmauer mit
Flankierungsturm. |
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Um 1220/30 wurde die vordere
Burg verlassen. Wenig später wurde die hintere Burg neu konzipiert. Die
Truchsessen von Habsburg-Wildegg bauten eine Hofmauer und ein Palas, welches
zusammen mit den beiden bestehenden Türmen die Burganlage bildeten, wie sie
heute noch besteht. Der zunehmende Zerfall der östlichen Anlage bedeutete
eine Einbusse an Verteidigungsfähigkeit gegenüber Angreifern aus dem Osten.
Aus diesem Grunde legte man im 14. oder 15. Jrh. im Burghof einen Graben an,
welcher das Vordringen zur Westburg erschweren sollte. Fast 300 Jahre stand
die Habsburg ohne Bautätigkeit da. Um 1559 unternahm endlich der Kanton Bern
dringend nötige Sanierungen an der hinteren Burg vor. Dabei wurde der Palas
erneuert und der Innenhof zum Wohntrakt ausgebaut. Etwas später wurde die
Schlosskapelle abgetragen, der Bruggraben gefüllt und die Ruinen der
vorderen Burg abgetragen. Der Sodbrunnen (der tiefste der Schweiz) wurde in
dieser Zeit aufgegeben. Er ist heute wieder freigelegt und kann besichtigt
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