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Am 18. September 1718 wurde Erzherzogin Maria Anna in Wien geboren. Sie war
die jüngere Schwester von Maria Theresia. Am Hof hatte man auf einen
männlichen Nachkommen gehofft, was sich jedoch in dieser Generation nicht
erfüllte. Die Eltern Maria Annas und Maria Theresias, Kaiser
Karl VI. und
Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel, hatten nur einen einzigen
Sohn, Leopold, welcher aber wenige Monate nach seiner Geburt im Jahre 1716
verstarb. Ihre Erziehung genoss Maria Anna zusammen mit ihrer Schwester
Maria Theresia am kaiserlichen Hof in Wien.
Maria Anna wollte Karl Alexander von Lothringen heiraten, den jüngeren
Bruderdes Gatten ihrer Schwester, Franz I. Stephan von Lothringen. Vorerst
wurde ihr dieser Wunsch nicht gewährt, da Karl Alexander in den Augen ihres
Vaters zu unbedeutend war. Erst nach dem Tod Karls im Jahre 1740 erhielt sie
von seiner Nachfolgerin Maria Theresia die Erlaubnis, Karl Alexander zu
ehelichen. Nach der Hochzeit am 7. Januar 1744 übernahm das Paar in Brüssel
das Statthalteramt der Niederlande, da Karls Schwester Maria Elisabeth,
welche bislang das Amt inne hatte, verstorben war. Am 16. Dezember 1744
gebar Maria Anna ein totes Kind. Sie selber starb wenige Stunden nach der
Geburt. Mutter und Kind wurden zunächst im Dom zu Brüssel beigesetzt, später
aber auf Wunsch Maria Theresias nach Wien gebracht und in der Kaisergruft
bestattet.
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