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Traunsches Haus

3. Bezirk, Traungasse 1

 

Die Abensperg-Traun sind eine Familie, die ursprügnlich aus dem oberösterreichischen Traungau stammt und um 1653 von Kaiser Ferdinand III. in den Adelsstand (Reichsgrafen) erhoben wurde. Die Familie genoss hohes Ansehen, und zahlreiche Mitglieder standen im Dienste der Monarchie und hatten hohe Ämter im nächsten Umfeld des Kaiserhauses inne. Die Abensperg-Traun besassen (und besitzen heute noch) mehrere Palais und Zinshäuser in Wien sowie Burgen und Schlösser in Ober- und Niederösterreich.

In den Jahren 1837/38 erbaute der Architekt Franz Ehmann auf der Landstrasse für Graf Abensperg-Traun ein monumentales Zinshaus mit mehreren Trakten. Später war die riesige Anlage Sommerresidenz von Erzherzog Karl von Österreich-Teschen, der mit seiner Truppe in der Schlacht bei Aspern Napoleon Bonaparte besiegte. Seit 1871 ist das Stift Klosterneuburg Besitzerin der Zinshausanlage. Das altwiener Gasthaus Herlitschka ist im vorderen Gebäudeteil eingemietet.

Das als "Traunsches Haus" bekannte Gebäude ist ein hervorragendes Beispiel vormärzlicher Architektur in Wien. Es umfasst mehrere Innenhöfe und fällt durch lange Fronten auf - auf Seite Traungasse sind es ganze 37 Fensterachsen. Gegliedert werden die langgezogenen Fassaden geschickt durch mehrere Flachrisalite und einer ionischen Pilasterordnung über das dritte und vierte Geschoss. Langgezogenes Gesims gliedert das Gebäude hingegen in der Horizontalen. Über den Portalen prangen Kartuschen mit dem Wappen der Abensperg-Traun. Bemerkenswert ist die zweischiffige Durchfahrtshalle in einem Seitentrakt über der Mündung der Traungasse in die Salesianergasse.
 

 


 

 


 

 

 

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