Suche
PlanetVienna Web


 
 Hotels in Wien

 
  Kontakt
   Über Planet-Viennaa
   
   Home
   Historia
   Geographie
      Die Bezirke
 
   In Wort und Bild
      Plätze / Strassen
      Kunst / Kultur
      Kirchen
      Prunkbauten
      Wiener Palais
      Kaffeehäuser
      Beisln / Heurige
      Varia
        Wien Umgebung
      Alt-Wien (Photos)
      Alte Ansichten
     Impressionen
       Vogelperspektive
       Bilderverkauf
   
   Architekten
   Musik
      Komponisten
      Operette
      Walzer
      Musikfiles
 
   Die Habsburger
   Wien und der Tod
  Wienerisches
   Blog
    
  Partnerseiten
  Sitemap
  Disclaimer
English
   

 

 

<< zurück
 

Sisi-Kapelle

19. Bezirk, Gspöttgraben
 

Als sich Kaiser Franz Joseph und Elisabeth im Jahre 1854 vermählten, gab Baron Johann Carl Freiherr von Sothen - ein zwielichtiger Mensch, einerseits Wohltäter und andererseits unerbärmlicher Tyrann – dem Architekten Johann A. Garben den Auftrag zum Gedenken an die kaiserliche Hochzeit am „Himmel“ eine Kapelle im gotischen Stil zu errichten. Diese sollte zudem später die Grabstätte des Bauherrn und seiner Frau Franziska werden. 1856 war die Kapelle vollendet und konnte geweiht werden. Da sie in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Schlosses am Himmel in einer herrlichen Gartenanlage im englischen Stil stand, wurde sie oft und gern besucht.

Nach Sothens Tod wurden die Sisi-Kapelle und das Schloss seinem Wunsch gemäss vom Kloster „Zum armen Kinde Jesu“ betreut. 1927 wurde die Kapelle renoviert und 25 grosse Eichenbäume gefällt, um den Blick auf die Kapelle zur Gänze freizugeben. Nach schweren Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg wurde die Kapelle dem Verfall überlassen. In den 70er Jahren rettete ein Entscheid des Bundesdenkmalamtes das Kirchlein in letzter Sekunde vor dem Abrissbefehl. Vorerst wurde jedoch weiter nichts unternommen, und Vandalismus sorgte für weitere Zerstörungen an der ohnehin stark baufälligen Kapelle. Als Massnahme wurden der Eingang und die Fenster zugemauert. Das Altarbild von Leopold Kupelwieder wurde demontiert, restauriert und 1986 ins Dom- und Diözesanmuseum in Sicherheit gebracht.
 

 

 

2002 ergriff das Kuratorium „Rettet den Wald“ die Initiative für die Rettung der Sisi-Kapelle. Sie wurde aufwändig restauriert und erstrahlt seit 2005 nach der erneuten Weihe in strahlendem Weiss.

Die Sisi-Kapelle war eines der ersten Gebäude im neugotischen Stil in Wien. Auffallend sind die filigranen Formen, die schlanken Strebepfeiler, die Fialen und die Lanzett- und Masswerkfenster. Sie geben der Kapelle ein feines und zerbrechliches Erscheinungsbild. An der Seite ist eine Gedenktafel angebracht, welche darauf hinweist, dass in der Gruft unter der Kapelle das Ehepaar Sothen ruht.

 





 




 


Die Sisi-Kapelle kurz nach der Fertigstellung

 

 

© 2003-2012 Planet-Vienna, Zurich, Switzerland, webmaster (at) planet-vienna.com