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Die
Pfarre Hernals existiert
vermutlich seit Mitte des 13. Jrh., wobei die erste Erwähnung einer
Bartholomäuskirche um 1301 datiert. Es existierte hier auch ein Schloss,
welches zusammen mit der Kirche im 16. Jrh. zu einem bedeutenden Zentrum der
Reformation wurde. Nach der Ausweitung der Religionsfreiheit durch Erzherzog
Matthias begann man, in der Pfarrkirche Hernals evangelische Gottesdienste
zu feiern. Unter
Kaiser
Ferdinand II. fand dies jedoch ein Ende, und die Kirche wurde ans
Domkapitel von St. Stephan übergeben. Um 1625 fand in der Hernalser
Pfarrkirche wieder die erste katholische Messe statt. In den Jahren 1709 bis
1714 wurde mit Hilfe von Spenden ein Kalvarienberg errichtet. Beim Aufgang
zur Kreuzigungsgruppe waren Christi Bussen der sieben Todsünden dargestellt,
beim Abgang sieben Stationen Mariens, welche die Tugenden lehrt. In der
Mitte des U-förmig angelegten Stationenweges stand eine kleine Kapelle,
welche in den Jahren 1766 bis 1769 wegen des immer grösser werdenden
Pilgerstromes durch eine grössere Barockkirche ersetzt wurde. Auf dem Platz
vor der Kalvarienbergkirche, dem späteren Elterleinplatz, entstand bald
marktartiges Treiben und Tummeln, denn die oft müden und hungrigen Pilger
wollten sich erholen und stärken. Um 1892 wurde eine Erweiterung des
Kalvarienberges und der Kirche in Angriff genommen. Der alte Kalvarienberg
wurde abgetragen und durch einen neuen ersetzt, für die Kreuzigungsgruppe
ein Kuppelraum gebaut und der Chor der Kirche demoliert, um diese nach
hintern zu erweitern. |