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Um 1751 kaufte
Maria
Theresia die alte Schleifmühle am Eingang zu
Hietzing. Sie stand direkt
am Rand des Schlossparks
Schönbrunn. Sie liess die Mühle abreissen und zwischen 1754 und 1765
für ihren Leibarzt Gerard van Swieten ein schlossartiges Palais erbauen.
Das Haus wurde um 1820 umgebaut. Im 19. Jh. diente das so genannte
Kaiserstöckl als Herberge für diverse Minister. Es wohnten hier
Staatskanzler Graf Kaunitz, Fürst Metternich, Otto von Bismarck, der
König von Hannover und weitere k&k Minister. Um 1929 zog das Hietzinger
Postamt ins Kaiserstöckl ein und befindet sich heute noch darin. In den
90er-Jahren des 20 Jh. wurde das Schlösschen restauriert.
Auffallend am
dreigeschossigen Barockschlösschen sind seine beiden Seitenrisalite, die leicht
gekurvt vorschwingen - vergleichbar mit dem
Palais Damian. Alle drei Risalite sind dreiachsig. Zusammen mit
den seitlichen, eingeschossigen Vorbauten wird ein Ehrenhof gebildet.
Die drei Gebäudeteile werden von Walmdächern überspannt. Die Beletage
weist durchgehend grosse Rundbogenfenster mit Dreiecks- und
Rundgiebelverdachungen auf. Gartenseitig ragt der flache Mittelrisalit
leicht hervor. An der Beletage ist hier ein Balkon auf vier mächtigen
Konsolen angebracht. Die Räume der Beletage weisen reichen Rokokostuck
aus der Zeit um 1760 auf.
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