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Pfarrkirche Grossweikersdorf
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Über die alte
Pfarrkirche von Grossweikersdorf im Waldviertel nordwestlich von Wien
sind kaum Daten überliefert. Sie wurde im Jahre 1759 abgetragen, nachdem
um 1727 der grosse Ortsbrand sie sehr stark beschädigt hatte. Mit dem
Bau der heutigen Kirche wurde um 1733 begonnen. Die Baupläne lieferte
Joseph Emmanuel Fischer von
Erlach, der Sohn des grossen Barockarchitekten
Johann Bernhard Fischer von
Erlach, und die Bauleitung hatte Johann Martinelli inne, ebenfalls
ein bedeutender Architekt seinerzeit. Patronatsherr der Kirche war Graf
Enkevoirt, welcher die Finanzierung in der Hand hatte. Dieser starb
jedoch im Jahre 1738, worauf der Ausbau der neuen Kirche aufgrund des
fehlenden Geldflusses nur noch langsam vonstatten ging.
Der Grundriss der Kirche ist rechteckig, wobei der Zentralbau
quadratisch ist und einerseits die Apsis mit Sakristei und Anbau sowie
ein Vorbau mit dem Turm dem Gebäude den genannten rechteckigen Grundriss
geben. Auf der Apsis-Seite befindet sich je ein Eckturm mit einer
Zeltkuppel. Das Langhaus der Kirche ist aussen streng gegliedert und
weist kaum Dekorelemente auf. Der Glockenturm mit dem Zwiebelhelm über
dem Portal wurde erst rund 100 Jahre nach Fertigstellung der Kirche
hinzugebaut. Das Portal wird von den Steinfiguren der hl. Notburga und
der hl. Elisabeth flankiert, welche 1957 vom Bildhauer Werner Marinko
(1887-1965) angefertigt wurden. |
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Das
schmiedeeiserne Tor vor der Kirche mit den Wappen der beiden Grafen
Enkevoirt und Starhemberg wurde 1740 geschaffen und trennt den Vorplatz der
Kirche von der Strasse ab. Vor dem Edikt Kaiser
Josephs II. befand sich um
die Kirche ein Friedhof.
Der
Hochaltar sowie die beiden Seitenaltäre im Querraum wurden vermutlich nach
Plänen des Architekten Fischer von Erlach angefertigt. Sie sind mit ihren
reich geschmückten Rundungen angesichts der strengen und farblosen Formen
des Innenraums ein purer Blickfang. Das grosse Gemälde des Hochaltars aus
dem Jahre 1734 ist das Werk des berühmten Malers Martino Altomonte. |

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Es zeigt einerseits den
Märtyrertod des hl. Georg, welchem die Grossweikersdorfer Pfarrkirche
geweiht ist, andererseits im oberen Teil dessen Verklärung. Der Seitenaltar
im rechten Querraum umfasst ein Bild des österreichischen Barockmalers
Johann Martin Schmidt, welches den Brückensturz des hl. Nepomuk zeigt. An
den Flanken des Altars stehen die Figuren des hl. Joachim und der hl. Anna.
Der Seitenaltar im linken Querraum zeigt ein Gemälde von Carl Aigen aus dem
Jahre 1740, auf dem der hl. Ivo von Chartres die Gebete der Gläubigen als
Bittschrift der Heiligen Muttergottes überreicht. Die Kanzel wurde erst im
Jahre 1758 installiert. Sie ist ein spätbarockes Schmuckstück des Wiener
Bildhauers Jakob Rechländer. Der Kreuzweg wurde 1833 eingeweiht und ist das
Werk von Leopold Mitterhofer, ein Schüler J. M. Schmidts. Unter dem
Kirchenschiff befindet sich eine so genannte Unterkirche. Diese wurde erst
in den Jahren 1939 und 1940 vom Architekten Robert Kramreiter eingerichtet. |
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