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Palais Montecuccoli

2. Bezirk, ehem. Grosse Stadtgutgasse 19-25

 

Berühmtheit erlangte der Name Montecuccoli im 17. Jrh. durch Raimund Graf Montecuccoli, welcher sich im kaiserlichen Heer verdient gemacht hatte. Kaiser Leopold I. verlieh dem Grafen den Fürstentitel. und ernannte ihn zum Vorsteher des Hofkriegsrates.

Um 1670 liess sich Graf Montecuccoli in der heutigen Leopoldstadt ein Sommerpalais erbauen, obschon er jeweils nur für kurze Zeit darin weilen konnte, da er durch sein hohes Amt stets in militärischen Belangen unterwegs war. Um 1680 starb der Graf in Linz und hinterliess neben drei Töchtern einen Sohn namens Leopold Friedrich (od. Leopold Philipp). Er war mit Maria Antonia Colloredo verheiratet, hatte aber keine Kinder. Mit seinem Tod erlosch die fürstliche Linie der Montecuccoli. Was mit dem Palais darauf geschah, weiss man nicht, doch ab 1748 erscheint jedenfalls ein Herr Schachner als Besitzer. Später wurde das Palais Montecuccoli abgetragen, um für Privathäuser Platz zu schaffen. Im niederösterreichischen Mitterau leben heute noch Nachfahren der Montecuccoli, welche im Besitze eines hiesigen Schlösschens sind, welches um 1710 in den Besitz der Familie kam. 

Das zweigeschossige Palais Montecuccoli erweckte den Eindruck eines kleinen Schlösschens mit zwei hervortretenden Seitentrakten mit je zwei Fensterachsen. In der Mitte des vierachsigen Mittelrisalites führte eine Freitreppe mit zwei Läufen zur Eingangstür hoch, über welcher ein Zwiebeldach lag. Die Fenster der Hauptetage waren abwechselnd mit Dreiecks- und Segmentgiebeln bekrönt.

 



Grabplatte des Feldmarschalls in der Kirche am Hof

 

 

 

 

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