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Friedhof Ottakring

 

Im Gebiet des heutigen Ottakring existierte bereits im frühen 13. Jh. ein kleiner Gottesacker. Dieser lag neben der ehemaligen Lambertskirche am unteren Rand des heutigen Friedhofs. Der heutige Friedhof wuchs hauptsächlich im 19. Jh. auf seine aktuelle Grösse an. Besonders ab 1835 erfolgten mehrfache Erweiterungen und Ausbauten. Eine Aufbahrungshalle sowie eine Unterkunft für den Friedhofswächter wurden erbaut, und um 1879 eine Mauer um das Friedhofsareal errichtet. Lang waren die Bestattungen in Ottakring kostenlos oder wenigstens sehr günstig. Doch mit den laufenden Kosten für die Erweiterungen und der schnell wachsenden Bevölkerung wurden die Bestattungsgebühren erhöht. Ab 1874 waren die Begräbnisse zudem nur noch den Ottakringern vorbehalten. Um 1885 wurde eine Kapelle erbaut und um 1903 ein Gebäude für die Friedhofsverwaltung sowie eine Aufbahrungshalle. Im Verlauf des 20. Jh. kamen die Portalanlage und eine zweite Aufbahrungshalle hinzu.

Mit rund 28000 Grabstellen und einer Fläche von über 1.73 Quadratkilometern ist der Ottakringer Friedhof der sechstgrösste Gottesacker Wiens. Er ist die letzte Ruhestätte zahlreicher Wiener Prominenten und einer grossen Anzahl Opfern der legendären Februarrevolution von 1934.


 


 

 

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