Die junge und lebenslustige
Wienerin Gabriele ist mit dem Gesandten eines thüringischen Kleinstaates,
Balduin Graf Zedlau, getraut worden. Schon bald nach der Hochzeit stellt
Gabriele fest, dass ihrem Gatten etwas sehr Wichtiges fehlt: das Wiener
Blut. Um dieser langweiligen Ehe zu entfliehen, kehrt sie auf das Schloss
ihrer Eltern zurück., Balduin, allein gelassen, lernt auf einem Ball die
schöne Franziska Cagliari kennen. Seine Spiessigkeit verliert sich bald.
Kurz darauf macht er seine zweite Eroberung: eine Probiermamsell namens Pepi
Pleininger. Er diktiert seinem Diener Joseph eine Einladung an Pepi zu einem
Gartenfest in Hietzing ("Du süsses Zuckertäuberl mein"). Weder Herr noch
Diener ahnen, dass es sich bei der eingeladenen Mamsell um das Gspusi des
Dieners Joseph handelt. Gräfin Gabriele, der man über das 'Treiben' ihres
'biederen' Gatten berichtet hat, kehrt unverhofft in ihre wiener Villa
zurück ("Grüss dich Gott, du liebes Nesterl"). Sie findet hier ganz
'zufällig' die Cagliari und auch ihren Gatten, der auffallend nervös ist.
Der eintreffende Graf Ypsheim-Gindelbach, Balduins Vorgesetzter, trifft auf
Gabriele, hält sie aber für die Cagliari. Bemerkungen des Grafen zeigen ihr,
dass die Gerüchte um Balduins Lebenswandel der Wahrheit entsprechen. Franzi
entdeckt Gabriele und hält die für eine Geliebte ihres Balduin. Pepi
erhscheint in der Villa. Sie hat die Handschrift Josephs erkannt. Als dieser
aber von einer Einladung seinerseits nichts wissen will, beschliesst sie,
die inzwischen auch mündlich ausgesprochene Einladung des Grafen zum
Gartenfest nach Hietzing anzunehmen.
2. Akt
Alle treffen sich beim Fest des
Grafen Bitowski. Die Gesellschaft erwartet einen Skandal, denn Franzi will
Balduin unter keinen Umständen aufgeben. Dann findet eine Absprache zwischen
Gabriele, und Balduin statt ("Ich war ein echtes Wiener Blut"). Der Graf
beschliesst: Das Rendez-vous mit Pepi soll sein letztes Abenteuer sein. Als
Gabriele ihn bittet, sie am nächsten Abend zum Gartenfest nach Hietzing zu
führen, erfindet er eine Ausrede. auch Franzi muss sich mit einer Ausflucht
zufrieden geben.
3. Akt
Die Komplikationen erreichen
ihren Höhepunkt. Gabriele hat sich vom Grafen Ypsheim-Gindelbach nach
Hietzing führen lassen. Balduin und Pepi sitzen bereits in einer
verschwiegenen Laube. Bald darauf folgen die Cagliari und Joseph, der seinen
Herrn vor ihrer Eifersucht warnen will. Entsetzt erblickt er seine Pepi mit
dem Grafen in der Laube. Als der Graf nach der Cagliari suchen will, findet
er in einer anderen Laube seine Frau. Eifersüchtig sucht er einen
Nebenbuhler, der jedoch nicht existiert. Joseph kann er beruhigen. Pepi war
ihm treu. Und Franzi tröstet sich mit dem Grafen Ypsheim-Gindelbach.