Szene im Prunksaal des
Schlosses von Fürst von Flausenthurn. Helene, die Prinzessein, hat sich in
Wien in den attraktiven Leutnant Niki verliebt und ihn innert kurzer Frist
geheiratet. Die feierliche Trauung fand eben im Schloss Flausenthurn statt.Fürst Joachim
hofft nun auf einen baldigen Thronfolger. Niki jedoch steht der Ehe
skeptisch gegenüber, denn ihm bedeutet der Reichtum und der Status eine
Prinzen nichts, und seine Frau die Prinzessin hat er in der kurzen Zeit noch
gar nicht richtig kennengelernt, wie er seinem Regimentskameraden Montschi
offenbart. Helenes Liebe ihm gegenüber ist viel grösser als die seine ihr
gegenüber. Der Prinzessin ist es jedoch wohlbewusst, dass sie es nicht
leicht haben wird, ihren feschen Angetrauten, der von den Frauen so begehrt
wird, zu einem guten Ehemann zu machen. Niki äussert dem Fürsten, dass er
glaube, ein unpassender Ehemann zu sein und verlangt ein separates
Schlafzimmer. Der Fürst ist bestürzt. Niki schert sich kaum um die Ansichten
des Fürstenhofes und seht sich nach seiner geliebten Heimatstadt Wien.
Sogleich erklingen von einer nahen Wirtschaft von einer Damenkapelle die
lieblichsten Wiener Walzerweisen, und Niki schleicht sich mit Montschi aus
den Gemächern und verbringt den Abend in dem Biergarten. Graf Lothar, der
neidische Gegner Nikis, hat das mitbekommen und plant den Verrat.
2. Akt
Im Garten der Wirtschaft
verliebt sich Niki in die junge Franzi, die Leiterin der Damenkapelle. Nur
eine echte Wienerin könnte sein Herz so schnell gewinnen, und Franzi war
eine davon. Durch den Verrat Graf Lothars jedoch sind dem heimlichen Ausflug
derselbe und zuzüglich der Fürst und Prinzessein Helene mit deren Kammerfrau
Friederike von Insterburg auf die Schliche gekommen. Aber bald schon sind
auch der Graf und der Fürst von den reizenden Wienerinnen angetan. Der Fürst
schwärmt für die Tschinellenfifi, und der Graf hat Augen für Franzi, welche
ihm jedoch die kalte Schulter zeigt. Prinzessin Helene sucht das Gespräch
mit Franzi und möchte gerne wissen, was das Geheimnis dieses gewissen
„Wienerischen“ sei, was den Männern so gefalle. Nun sind alle beisammen vor
Ort, und als die Damenkapelle das Hauptthema des Walzertraumes spielt, tanzt
Niki mit Helene. Mit Schmerz stellt Franzi fest, dass ‚ihr‘ Offizier der
Gemahl der mit ihm tanzenden Frau ist.
3. Akt
Szene
im Saal de Schlosses. Prinzessin Helene weiss mittlerweile, was ihrem Gatten
fehlt, um an ihrer Seite glücklich zu sein. Die Kammerfrau Friederike von
Insterburg veranlasst nun zusammen mit Franzi, dass im Fürstenschloss von
Flausenthurn alles so wird, dass es den gefragten Wiener Charme versprühe,
wonach sich Niki so sehnt. Man wechselt das Mobiliar, die Kleidung und gar
das Essen. Selbst ein neuer Kammerdiener, welcher die Wiener Gepflogenheiten
beherrscht, wird eingestellt. Dies alles lässt Nikis Herz aufblühen, und er
beginnt, sich in Flausenthurn wohl zu fühlen. Schon bald findet Helene
endlich den Weg in sein Herz, obwohl er noch immer ein wenig der hübschen
Franzi nachtrauert. Diese jedoch ist klug und entsagt in Überzeugung ihrer
Zuneigung zu Niki. Ein anderer Traum geht für sie nun in Erfüllung: Sie ist
mit ihrer Damenkapelle zu einem Gastspiel im „Roten Igel“ in Wien
verpflichtet worden.