Die Dorfbewohner sind in
Schwierigkeiten: Alles ist leergewildert und kein einziges Wildschwein mehr
übrig. Ausgerechnet jetzt will seine Durchlaucht, der Kurfürst, der sich
hier noch nie hat blicken lassen, eine opulente Wildschweinjagd
veranstalten. Da bleibt nur ein Ausweg: Betrug.
Dem schon immer bestechlichen Wildmeister Baron Weps wird ein kostümierter
hausschweinerner Ersatz angeboten und eine grosse Summe aus der
Gemeindekasse zugesteckt. Gern nimmt Weps die 'Spende' an, um die Schulden
seines liederlichen und hochverschuldeten Neffen Stanislaus zu tilgen. Kaum
hat Weps das Geld eingesteckt, erfährt er, dass der launische Herr woanders
jagen will. Damit das Schweigegeld der Bauern nicht verloren geht, muss nun
Stanislaus den Kurfürsten mimen.
Bjubelt von Jung und Alt, kommt der muntere Tiroler Adam mit seinen
Vogelhändlern in dem kleinen pfälzer Dorf an. Adam verkauft hier nicht nur
Bögel, er hat auch eine Braut hier: die fesche Christel von der Post. Weil
die sich auch in Zukunft weigern wird, einen herumstreunenden Vagabunden
ohne feste Stelle zu heiraten, versucht Adam, eine geeignete Arbeit zu
bekommen. Auf seine charmant-rustikale Artwidmet er sich erst einmal der
hübschen Bäuerin Marie. Hinter der verbirgt sich jedoch die inkognito
reisende Kurfürstin, die hier die erotischen Pirschgänge ihres flatterhaften
Gemahls aufdecken will. Noch ahnt sie nicht, dass der Gatteseine Jagdgründe
woanders hin verlegt hat und dass ein Stanislaus hier am Ort eigennützig die
Kurfürstenrolle spielt. Dieser empfängt die hoffnungsvolle Christel, die für
ihren Adam die freigewordene Stelle eines Menagerieinspektors erbitten will.
Adam erfährt, dass seine Christel bei dem als schürzenjäger verschrienen
'Kurfürsten' vorspricht und will die Unterredung stürmen. Die kurfürstliche
'Bäuerin' Marie unterbindet den skandal, indem sie dem jähzornigen
Vogelhändler schöne Augen macht und ihm einen Rosenstrauss schenkt; und was
das in Tirol bedeuten soll, weiss jeder...
Von der Bestallung mit der unkurfürstlichen Unterschrift, die ihm Christel
freudig präsentiert, will Adam nichts wissen und von seiner Braut erst recht
nichts. Er glaubt sich nämlich von ihr betrogen und setzt sein Herz nun auf
Marie.
2. Akt
Inzwischen droht Stanislaus
nicht nur die Aufdeckung seiner Hochstapelei, sondern auch der Schuldenturm.
Da hilft nur - und das Jawort ist gewiss - Heirat mit der begüterten und
bejahrten Baronin Adelaide.
Auf Wunsch der Kurfürstin soll Adam nun tatsächlich Menagerieinspektor
werden. Christel hat inzwischen Stanislaus' Betrügerei aufgeklärt und die
Kurfürstin davon wissen lassen. Völlig verblüfft muss Adam erkennen, dass er
nicht der Bäuerin, sondern der Kurfürstin Marie sein Herz zu Füssen gelegt
hat.
Zum Ausgleich für seine Kränkung als Bräutigam soll nun Adam den
verbindlichen Richtspruch über den Hallodri fällen. Prompt verhängt der
Tiroler ein rundum ungerechtes Urteil: Der aristokratische Bonvivant
Stanislaus soll die Christel von der Post heiraten.
3. Akt
Christel, die Braut wider
Willen, begehrt gegen ihre Verheiratung mit Stanislaus auf. Auch die
Kurfürstin erinnert sich mit gemischten Gefühlen an ihre eigene Hochzeit und
an das, was danach kam.
Der gänzlich leer ausgegangene Adam, der noch nicht einmal mehr auf die
schmucke 'Marie' zurückgreifen kann, ist ganz zerknirscht und will seine
Christel wieder haben. Gern geht er auf Baronin Adelaides Bitten ein, ihr
den Bräutigam Stanislaus zu lassen, zumal er erfahren hat, wie harmlos
Christels 'Audienz' beim Kurfürsten war.
Aber schliesslich hat auch Stanislaus eine Sorge weniger: Sein
aufopferungswilliger Onkel ist bereit, die heiratsbegierige Adelaide auf
sich zu nehmen. Einer Versöhnung von Christel und Adam steht nun nichts mehr
im Wege.