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Oscar Straus - Der tapfere Soldat
Handlung, Inhalt

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Hintergründe: Operette in 3 Akten.
Der Text stammt von Leopold Jacobson und Rudolf Bernauer. Ihm liegt der
Roman „Helden“ zugrunde von Bernard Shaw. Die Uraufführung fand am 14
November 1908 im Theater an der Wien in Wien statt.
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| 1. Akt |
Szene in Nadinas
Schlafzimmer im Haus von Oberst Popoff in Bulgarien um 1885. Seit einem Jahr
ist der Oberst fernab im Krieg gegen die Serben und mit ihm auch sein
Schwiegersohn Alexius Spiridoff, Nadinas Mann. Dadurch ist der Alltag für
seine Frau Aurelia und seine Tochter Nadina trist geworden. Nadina ist
soeben dabei, sich ins Bett zu legen um zu schlafen, als ein Mann in Uniform
des Feindes in ihr Zimmer einsteigt. Kann es ein Kriegsgefangener auf der
Flucht sein? Es ist der Schweizer Bumerli. Er hat sich versehentlich eine
serbischen Uniform angezogen, als er Kriegslieferungen machen wollte. Dabei
geriet er in Gefangenschaft und ist nun auf der Flucht. Nadina ist
selbstverständlich nicht wenig erschrocken, beruhigt sich dann aber, und
Bumerli bittet sie, ihm ein Versteck zu gewähren. Nun hat sie Mitleid mit
ihm und reicht ihm was Süsses zur Stärkung. Da sie ein wenig unwirsch über
Bumerlis ganz und gar unsoldatisches Benehmen ist, erzählt sie mit Stolz vom
Heldenmut ihres Gatten Spiridoff auf dem Feld. Bumerli jedoch weiss Bescheid
über das Geschehen dort und ernüchtert Nadina, indem er ihr berichtet, dass
Spridoffs jüngste angebliche Heldentat nicht ganz so heldenhaft war wie
Nadina gedacht hätte, denn die Geschütze, welche er „mit Kühnheit“ erobert
hatte, waren nicht geladen. Nadina ist erbost und will Bumerli wegschicken,
doch da muss sie ihn sofort verstecken, da ihre Mutter mit der seit einiger
Zeit im Hause angestellten Magd Mascha aufgeregt ins Zimmer tritt und Nadina
mitteilt, dass Soldaten das Haus durchsuchen wollen. Schon treten diese
unter der Führung des lächerlichen Hauptmanns Massakroff ein, können den
Gesuchten jedoch nicht ausfindig machen. Mascha und Aurelia ahnen dabei,
dass Nadina etwas zu verbergen hat und erscheinen wieder, nachdem die
Soldaten abgezogen sind. Nadina zeigt ihnen den Bumerli. Sie geben ihm zu
essen und geben ihm Zivilkleidung aus dem Schrank Popoffs. Es herrscht gute
Laune, und Nadina verpasst dem mittlerweilse dösenden Bumerli sogar einen
flüchtigen Kuss, bevor sie sich in Bett begibt.
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| 2. Akt |
Szene im Garten zwischen den
Häusern Popoffs und Spiridoffs. Der Krieg ist vorbei, und die Männer sind
zurück. Popoff erzählt, wie er im Krieg nette Bekanntschaft mit einem
Geschäftsmann aus der Schweiz gemacht habe, welcher ihm von einer
abenteuerlichen Flucht erzählt habe. Dabei ahnt er natürlich nicht, dass die
Frauen in seinem Hause die Geschichte zu gut kennen. Sogleich erscheint
Bumerli zur Freude Popoffs und gleichzeitig zum Schrecken der Damen. Bumerli
will Nadina wieder sehen und Popoffs Hausrock zurückbringen, den er von den
Damen erhalten hat. Dabei hat er gar nicht bemerkt, dass Nadina und Mascha
ihm beim Abschied ihre Photos zur Erinnerung in die Rocktasche gesteckt
hatten. Da der Oberst seinen Rock bereits wieder trägt, müssen die Frauen
sich nun etwas einfallen lassen, um wieder an ihre Photos zu kommen. Vor
lauter Aufregung nimmt Nadina Maschas Photo an sich, wobei sie gar nicht
wusste, dass Mascha auch ein Bild von dich in die Tasche gesteckt hatte. Nun
unterhält sich Bumerli mit ihr, und sie will ihre Sympathie nicht
verheimlichen. Deshalb möchte sie ihm ihr Bild erneut schenken, doch merkt
sie plötzlich, dass die Maschas Bild in den Händen hält. Daraus schliesst
sie, dass Bumerli damals auch Mascha schöne Augen gemacht und deswegen von
ihr auch ein Bild bekommen hat. Wütend lässt sie ihn stehen. Inzwischen hat
Nadina sich in Alexius, Nadinas Mann, verliebt und will ihn ihr abwerben.
Sie hat hingegen Nadinas Bild erhascht, auf dem steht „Dem süssen
Pralinésoldaten“. Bei der Verlobungsfeier zeigt sie das Bild Alexius, und
genau in dem Moment erkennt Hauptmann Massakroff Bumerli wieder, welcher ihm
damals entflohen war. Jetzt werden Popoff und Spiridoff wütend, und Nadina
wirft ihrem Bräutigam den Verlobungsring vor die Füsse.
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| 3. Akt |
In Popoffs Wohnzimmer.
Bumerli hängt an Nadina. Genau wie einst steigt er wieder über den Balkon
ein und will Nadina klarmachen, dass ihre Eifersucht auf Mascha unbegründet
ist. Aber noch bevor er sich fertig aussprechen kann, überbringt ihm
Massakroff Alexius’ Herausforderung zum Duell. Zum Schrecken Nadinas nimmt
Bumerli die Herausforderung an. Sei will schliesslich nicht, dass er sich
ihretwegen in eine solche Gefahr begibt. Alexius jedoch denkt in
Wirklichkeit nicht ernsthaft an ein Duell, doch nach der „Feigling“ Bumerli
die Herausforderung angenommen hat, sitzt Alexius bei Mascha und zittert. Er
hätte nicht mit einer Annahme gerechnet. Popoff will jedoch alles gütlich in
Ordnung bringen. Er bittet Bumerli, die Konsequenzen aus Nadinas
Kompromittierung zu ziehen, was Bumerli natürlich mit Vergnügen tut, denn
Nadina liebt ihn ja. Ihre Eltern freuen sich darauf sehr als sie hören, dass
ihr neuer Schwiegersohn ein schwerreicher Schweizer Hotelierssohn ist.
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