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Johann Strauss Jun. - Simplicius


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Handlung, Inhalt

Vorgeschichte

In den letzten Jahren des Dreissigjährigen Krieges (1618-1648). Die beiden Brüder Wendelin und Bruno von Grübben waren in dieselbe Frau verliebt, welche jedoch Wendelin, den jüngeren, bevorzugte, weshalb Bruno sich vom katholischen Glauben abwendete und im tobenden Krieg auf der Seite der Ungläubigen kämpfte. In einer Schlacht wurde er von seinem eigenen Bruder getötet. Um für diesen Brudermord Buss zu tun, schickte Bruno seine Frau und seinen ältesten Sohn Armin ins Kloster. Darauf wollte er sich selber und seinen zweiten, vor kurzem geborenen Sohn Simplicius umbringen, im letzten Moment aber besann er sich und zog sich stattdessen in die einsamen Wälder zurück, um Simplicius fernab aller weltlichen Dingen zu halten. Als Wendelins Frau, namentlich eine Gräfin von Vliessen, im Kloster verstarb, hinterliess sie ein Testament, welches besagte, dass das Vermögen der Familie Grübben nur vererbt werden könne, wenn ein Nachkomme mit einer Gräfin aus dem Hause von Vliessen vermählt werde. Ansonsten falle das Geld der Kirche zu. Nach dem Tod seiner Mutter, flüchtete Armin heimlich aus dem Kloster. Da bereits Wendelin und Armin als verschollen galten, hielt man die Familie Grübben nun für ausgestorben.
 

1. Akt

Szene in einem dichten Wald am Rande des Sudetenlandes. Wendelin von Grübben, der Eremit, ist im Gebet vertieft. In der Ferne sind  Kriegstrompeten zu vernehmen, welche ihn an seine Zeit auf dem Feld erinnern. Während er betet, kommen Melchior, ein Astrologe aus Schweden, und dessen Begleiterin Ebba hinzu. Es stellt sich heraus, dass Melchior ein Nachfahre derer von Grübben ist und als letzter Spross der Familie die Hildegarde von Vliessen heiraten will, um zu verhindern, dass das Familienerbe an die Kirche geht. Er räumt ein, dass es dummerweise keinen Beweis gäbe, dass er wirklich der einzige Nachkomme der Grübbens sei, aber als Astrologe habe er die Sterne gedeutet und daraus gelesen, dass es nicht anders sein könne. Jetzt gibt ihm Wendelin den Abschiedsbrief, den er geschrieben hat, als er beabsichtigte mit Simplicius in den Tod zu gehen. Plötzlich eilt Simplicius verstört herbei und berichtet ausser Atem von eisernen Männern, die er im Wald erbilckt habe und die er für Teufel hält. Da Simplicius in der Einsamkeit aufgewachsen ist, hat er nichts gelernt und ist ein einfältiger Mensch geworden. So erklärt ihm Wendelin, die seien Soldaten, welche einen wüsten Krieg führen. Es ist ein Trupp Panzerreiter, welcher die Einsiedelei überfällt. Da Simplicius sehr ungepflegt aussieht, halten ihn die Soldaten für ein entführtes Kind und trennen ihn von Wendelin, welcher voller Verzweiflung zurückbleibt. Simplicius muss die Soldaten aus dem Wald rausführen.


 

2. Akt

In einem Lager bei Olmütz (heutiges Olomuc). Die Schnapslotte und ihre Tochter tilly versorgen die Kriegstruppen mit einer zweifachen Portion Schnaps. Ein unbekannter Kürassier fällt der Schnapslotte auf, denn seit 20 Jahren vermutet sie hinter jeden fremden Gesicht ihren damals entlaufenen Mann Melchior. Doch schon wieder hat sie sich geirrt. Simplicius, welcher mittlerweile in die Truppe des Generals aufgenommen worden ist, hat noch immer nicht das Kriegshandwerk begriffen und wird daher vom Wachtmeister gescholten. die Tochter der Schnapslotte, Tilly, ist die einzige, die ihn in Schutz nimmt, und sie gibt ihm den Rat, ein richtiger Soldat zu werden, in dem er beispielsweise einen Feind dingfest mache, von denen ja so mancher sich herumtreibe. Im Lager erwartet man die Ankunft eines Baron von Grübben, welcher um des Generals Tochter Hand angehalten hat. General von Vliessen ist glücklich, dass das Vermögen in der Familie bleiben wird. Deshalb hat er seine Tochter Hildegarde, welche ihr Erziehung in einem Kloster in Prag erhalten hat, ins Lager geholt. Sie bittet ihren Vater erfolglos, nicht einen Fremden Mann heiraten zu müssen. Ein Prager Student, Arnim, kommt ins Lager und wird von Simplicius für einen Feind gehalten. Arnim ist in Hildegard verliebt, hat seine Studium abgebrochen und ist ihr daher nachgereist. Um ihr Herz zu erobern, will er dem General von Vliessen dienen. Hildegard erlebt einen Traum, in welchem zwei Männer um sie buhlen. Sie erzählt ihrem Vater von dem Traum, dieser jedoch weist sie zurecht. Schnapslotte findet auch keinen rechten Trost für Hildegarde. Diese offenbart Arnim, dass sie ihn auch liebt, aber sie sie bereits für einen andern bestimmt. Der General ist wütend als er seine Tochter mit einem anderen Mann trifft, welcher zu allem hin noch um ihre Hand anhält. Aber sofort betont Arnim seine Herkunft: Er nenne sich Reichsbaron von Grübben. Der General ist glücklich über diese Wendung der Umstände und leitet sogleich die Verlobung ein. Schon sind die Feierlichkeiten in vollem Gange also plötzlich Simplicius auftaucht und Melchior hinter sich herführt, den er im Lager als Feind ergriffen hat. Doch bevor man Melchior aufhängen kann, beteuert dieser, er sei der Baron von Grübben. Um dies zu beweisen, überreicht er dem General den Brief, welchen er von Wendelin erhalten hat. Nun herrscht allgemeine Verwirrung, und man fragt sich, wer nun von den beiden der wahre Bräutigam ist. da trifft eine Eilbotschaft ein von kaiserlichen Kabinett in Wien. Darin steht, man habe in der Wiener Wohnung eines Barons von Grübben Dokumente einer verdächtigen Korrespondenz mit Schweden gefunden, weshalb der Baron vorläufig zu verhaften sei. Melchior wehrt jeden Verdacht ab, obwohl er ja mit der Schwedin Ebba unterwegs ist, und Arnim weiss von nichts. Vorsichtshalber werden beide arrestiert, und Simplicius wird zum Fähnrich ernannt. Die Kriegstruppen brechen nun auf, um gegen die Schweden zu kämpfen.
 

3. Akt

Szene ein halbes Jahr später am Burghof in Hanau. Wendelin sehnt sich nach seinem Sonh Simplicius, welcher von einer Truppe erboster Bauern verfolgt wird, die immer wieder von ihm zum Narren gehalten werden. Simplicius hat zwar für jeden Streich eine Erklärung parat, aber dennoch wird er diesmal auf Geheiss des Wachtmeisters verhaftet. Melchior und Arnim sitzen noch immer unter Arrest, sind aber auf gutem Weg, sich zu einigen. Melchior ist bereit, auf Hildegarde zu verzichten, wenn Arnim sich gewillt erklärt, ihm das Geldvermögen zu überlassen. Arnim ist dazu bereit. aber noch bevor er Hildegarde die gute Nachricht überbringen kann, kommt erneut der General mit einem Befehl des kaiserlichen Kabinetts in Wien herbei. Darin steht, dass man einen verwilderten Jungen mit dem Namen Simplicius suche. Wer ihn findet, soll ihn ehrenhaft behandeln, denn er sei der Sohn des verdienten Reichsbarons Wendelin von Grübben. Schon wird Simplicius vom General zum Leutnant befördert und verkündet die Heirat mit Hildegarde. Arnim derweil ist sehr erfreut, seinen verschollenen Bruder wieder zu sehen. Zwar ist Simplicius mit alldem einverstanden, aber dennoch verwirrt, besonders weil Tilly ihn jetzt fragt, wie es bei ihm mit der Liebe aussähe. Währenddessen weiss die Schnapslotte wieder gute Ratschläge zu erteilen. Sie kommt Melchior näher, denn sie hat den Liebestrank, welcher sie von Melchior der Hildegarde hätte verabreichen sollen, selber getrunken. Heftig umarmt und liebkost sie den sich wehrenden Melchior und erkennt in ihm ihren Ehemann, der sich vor 20 Jahren abgesetzt hat. Jetzt kann Melchior nichts mehr abstreiten. Indes ist der General vom gewonnen Kampf gegen die Schwede zurückgekehrt und führt die gefangene Ebba mit sich, denn sie wurde als Verfasserin der der geheimen Korrespondenz mit Schweden entlarvt und wird nun Arnim und Melchior gegenübergestellt. Ebba bezeugt, dass Melchior der Empfänger der Briefe ist, und Arnim wird freigelassen. Weitere schwedische Gefangene werden von Simplicius herbeigeführt, und sie sollen auf Geheiss des Generals mit Liedern eine gute Stimmung schaffen. Doch erreichen sie das Gegenteil, denn alle erinnern sich an ihr eigene Schicksal. So hat Simplicius Sehnsucht nach den weiten Wäldern, in denen er aufgewachsen war. Er bricht auf und macht sich auf den weg dorthin, und die anderen folgen ihm. Dort treffen sie auf den verzweifelten Wendelin, welcher so gut wie keine Hoffnung mehr hatte, seinen Sohn jemals wieder zu treffen. Da er noch am Leben ist, hat das Testament seiner Frau keine Gültigkeit, und die für einander bestimmten Leute finden endgültig zueinander: Tilly und Simplicius, Hildegarde und Arnim.
 

 


 

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