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In Tirol Ende 18. Jrh. Vor vielen Jahren wurde
Graf von Geiersburg wegen eines Duells des Landes verwiesen. Jetzt ist er
aber heimlich auf sein Schloss in Tirol zurückgekehrt und führt mit seinen
Freunden ein freudenvolles Leben. Die Bauern in den umliegenden Gefilden
glauben, dass es auf dem Schloss spuke, denn von weitem erkennen sie
beleuchtete Fenster und dahinter Gestalten, die sich bewegen. Nur der Sepp,
welcher beim Grosslechner als Senn angestellt und mit dessen Tochter Mirzl
verlobt ist, glaubt nicht an die Gespenster. Der Gesellschaft auf dem
Schloss kommt der Aberglaube der Bauern nur zu recht, weshalb der
Haushofmeister Lamotte den Grosslechner gegen den Sepp aufwiegelt, bis ihn
dieser entlässt und vom Hof jagt. Dies war aber nicht der einzige Grund für
Lamotte, denn als verschmähter Verehrer der Mirzl hat er dies auch aus
Eifersucht gemacht. Sepp verlässt das Dorf, und nur der Andredl, sein
Geissbub, folgt ihm. Im tiefen Wald wohnt die alte Traudel mit ihrer Enkelin
Regerl. Traudel gilt als Hexe, weil sie es versteht, allerlei Wunderelixiere
herzustellen. Heute muss sie jedoch zu nächtlicher Stunde weg, und Regerl
soll auf das Haus aufpassen. Als Traudel weg ist kommen schon Sepp und
Andredl vorbei, klopfen an und bitten um Nachtquartier. Regerl aber kommt
ihrer Bitte nicht nach und verweist sie auf das Schloss. Als Andredl nun die
erleuchteten Fenster und die dahinter tanzenden „Geister“ sieht, kriegt er
grosse Angst, aber Sepp entschliesst sich kühn, zum Schloss hochzugehen, und
Andredl schliesst sich ihm nun doch an. Auf dem Schloss ist mal wieder ein
rauschendes Fest im Gange, dessen Krönung ein wüstes Trinkgelage sein soll.
Nur etwas bedrückt den Grafen: Seine Freundin, die Sängerin Coralie, will
ihn unbedingt heiraten, er aber möchte lieber frei sein und sich nicht
binden. Als sich die Gesellschaft zum Souper begibt, dringen Sepp und
Andredl durch ein Fenster ins Schloss ein. Coralie ist die erste, welche
ihnen begegnet. Andredl hält sie für ein Gespenst, Sepp aber verliebt sich
sofort in die reizende junge Dame. Diese ist amüsiert, dass man sie für
einen Schlossgeist hält und erklärt den beiden den Hergang ihrer
„Verwünschung“ und dass die Frauen im Schloss nur durch Küsse erlöst werden
können. Jetzt küsst Andredl alle aus dem Saal kommenden Damen, um sie zu
„erlösen“. Nur durch Coralies Zutun lässt sich der Graf davon abhalten, die
beiden bäuerlichen Burschen aus dem Schloss zu werfen. Der Umtrunk beginnt
schon bald, zu dem Sepp und Andredl mit einem Heimatlied das Ihrige
beitragen. Jetzt plant der Graf einen Scherz mit den beiden: Er lässt das
Licht löschen, worauf die beiden Burschen von den als Satyrn und
Bacchantinnen verkleideten Gästen in grossen Schrecken versetzt werden. Sepp
wird im Schloss zurückgehalten, und den ohnmächtigen Andredl hat man ins Tal
gebracht und auf den Odenbank in der Hütte neben Traudels Hause gelegt. Als
er erwacht, sagt ihm Regerl, dass er alles nur geträumt habe. Zu dieser Lüge
wurde Regerl von Lamotte veranlasst. Er hat auch die Traudel dazu gebracht,
der Mirzl zu erzählen, dass Sepp sich auf dem Schloss dem Teufel
verschrieben habe. Andredl aber hört heimlich das Gespräch zwischen Lamotte
und Traudel und kriegt zudem eine Unterhaltung des vorbeikommenden Grafen
mit seinem Gefolge mit. Jetzt erkennt er den Schwindel mit dem
„verwunschenen Schloss“ und will nun der Mirzl helfen, ihren Geliebten zu
finden. Er klettert mit ihr über die Mauern des Schlosses und macht sich auf
die Suche nach dem Sepp. schon erscheint Lamotte und will sie mit Gewalt aus
dem Schloss befördern, aber da stürmen die Bauern mit Grosslechner an ihrer
Front das Tor, denn sie wollen die Geister aus dem Schloss jagen und Mirzl
befreien. Der Graf gibt sich nun zu erkennen und versucht, die Menge zu
beruhigen. Jetzt aber hat die Obrigkeit gemerkt, dass sich der Graf
unerlaubterweise im Land aufhält, worauf ihm nun die Verhaftung droht. Nur
die Heirat mit Coralie kann ihn noch retten, denn sie erwirkt seine
Begnadigung. Mirzl hat ihren Sepp wieder, und Andredl hat in Regerl seine
Liebste gefunden.
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