|
<<
zurück
Leo Fall - Madame Pompadour
Handlung, Inhalt
| 1. Akt |
In Paris Mitte 18.
Jahrhundert im Wirtshaus „Zum Musenstall“. Die Pariser mögen die Pompadour,
des Königs mächtige Geliebte, nicht besonders. Dabei unterstreicht der
Dichter Calicot mit seinen Witzliedern die momentane Stimmung. Auch heute
trägt er davon wieder eines auf am der Faschingsfeier seiner
Künstlerfreunde. Jedoch ist Vorsicht geboten, wenn man solch provokative
Possen zum Besten gibt, denn das Auge des Gesetzes ist überall. Unerkannt
befindet sich nämlich im selbern Saal auch Polizeimeister Maurepas. Der ist
jedoch aus ganz anderen Gründen hier: Auch er ist nicht gut auf die
Pompadour zu sprechen und hofft, sie zufällig bei einem Ausrutscher zu
erwischen, um ihr Ansehen beim König zu erschüttern. Als sie nämlich
unbemerkt den Hofball verliess, ist ihr Maurepas gefolgt. Und schon betritt
sie verkleidet den „Musenstall“ mit ihrer Kammerfrau Belotte. Es dauert
nicht lange, da entdeckt sie unter den Gästen einen Mann, der ihr ganz gut
gefällt: Den Grafen René, ein Freund Calicots, der heute nach Paris gekommen
ist, um dem Landleben ein wenig zu entfliegen und den Karneval voll zu
geniessen. Er verliebt sich softort in die unerkannte Pompadour, welche sich
sein Scharwenzeln freilich gefallen lässt. Gleichzeitig findet Belotte in
Calicot ihren Anbeter. Die Pompadour entdeckt den Polizeiminister, kann ihn
aber geschickt ablenken, indem sie ihm anrät, die Aufrührer zu verhaften,
denn sie sei hergekommen, um ein Auge auf diese zu werfen. Um René vor der
Verhaftung zu retten, will sie ihn zum Verlassen des Festes bringen –
vergebens. Er wird mit Calicot festgenommen, als Maurepas mit seinen Wachen
eintrifft. Jetzt gibt sich die Pompadour zu erkennen, und der verbitterte
René stimmt nun in das Spottlied Calicots ein. Die Pompadour ist Calicot
aber mild gestimmt: Er wird bestraft, indem er ein höfisches Festspiel
dichten muss. René muss in den militärischen Dienst ihres Leibregiments
treten.
|
| 2. Akt |
Im Saal der Marquise, der
zum Park hin offen ist. René ist nun klar, warum die Pompadour ihn in ihr
Leibregiment abgeordnet hat, und er hofft auf die Erfüllung seiner
Liebeswünsche. Renés besorgte Frau Madeleine aber ist mittlerweile nach
Paris gekommen und erhält Zugang zur Pompadour durch einen Brief ihres
Vaters. Aus dem Schreiben erkennt die Marquise, dass Madeleine ihre
Halbschschwester ist, weiss jedoch nicht, dass sie Renés Frau ist. Der
Polizeiminister Maurepas hat auf des ihm an Schlauheit überlegenen Spitzels
Poulard Beratung hin das Nachspionieren der Pompadour noch nicht aufgegeben.
Er möchte, dass der König persönlich Zeuge einer Liebelei der Marquise wird,
hält aber irrtümlich Calicot für ihren Freier. Calicot, der ängstlich ist,
bittet die Pompadour, von ihm als Leibhaber abzusehen, doch diese ist
erfreut darüber, dass der Polizeiminister auf der falschen Fährte ist und
führt den verliebten René in ihr Schlafzimmer. Noch bevor sie ihm ins Zimmer
foglen kann, trifft sie noch einmal auf Madeleine, welche ihr ein Medaillon
zeigt mit dem Bild ihres Ehemannes René. Nun erkennt die Marquise
ernüchtert, dass an die Liebelei mit René nicht mehr zu denken ist.
Unerwartet tritt nun der König in ihr Zimmer und entdekct René, den er
sofort abführen lässt. Der König droht nun der Pompadour, was sie jedoch mit
Gegendrohungen erwidert, dass er nun künftig die verhassten Staatsgeschäfte
selber erledigen. Sie lässt eine Truhe mit Akten in sein Arbeitszimmer
tragen. Sie weiss nicht, dass sich Calicot beim Erscheinen des königs aus
Angst darin versteckt hat. Die Marquise hat jetzt nur noch ein Ziel, nämlich
René vor einem schmählichen Ende zu bewahren.
|
| 3. Akt |
Im Arbeitszimmer des Königs.
Ludwig hat bereits das Todesurteil unterschrieben für Caliot, denn diesen
beschrieb Maurepas als heimlichen Liebhaber der Pompadour. Als aber in ihrem
Beisein der Dichter aus der Trhue geholt wird, wird den Anwesenden klar,
dass Calicot zu Unrecht beschuldigt worden ist. So kann die Marquise ihre
Unschuld bezeugen, und den im Zimmer entdeckten René stellt sie als Ehemann
ihrer Schwester vor. Nach der Versöhnung lässt der König sie von einem
jungen Leutnant zu ihrem Schloss begleiten. Auch Calicot hat Glück, denn
durch eine versehentliche Unterschrift des Königs erhält er eine Pension und
wird mit Belotte so glücklich wie auch René wieder mit seiner Madeleine.
|
|