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Ralph Benatzky - Meine Schwester und ich
| Vorspiel |
Im Gerichtssaal. Dr. Roger Fleuriot die Scheidung von seiner Ehefrau Dolly,
geborene Prinzessin von Saint-Labiche. Scheidungsgrund ist offenbar eine
starke Disharmonie, aber der Gerichtspräsident will dennoch die
Vorgeschichte der Ehe erfahren, um die Lage beurteilen und die Scheidung
vollziehen zu können. Die Geschichte wird in den folgenden zwei Akten
erzählt.
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| 1. Akt |
In der Bibliothek des Schlosses Saint-Labiche.Prinzessin Dolly hat einen
Bibliothekar eingestellt, den jungen Musikgelehrten Dr. Roger Fleuriot.
Obschon er im Genusse äusserst guter Arbeitskonditionen ist, will er dennoch
heute wieder abreisen, um an der Musikakademie in Nancy eine Professur
anzunehmen. Dolly ist gar nicht begeistert ob dem Vorhaben, denn ihr ist der
junge Fleuriot sehr sympathisch, was dieser entweder nicht bemerkt, oder
aber er ist einfach zu schüchtern, Dollys Zuneigung zu erwidern. Dolly
erkennt, dass Roger es ernst meint mit der Abreise, daher bedient sie sich
einer List, ihn im Schloss zu behalten. Sie übergibt Roger einen Ring und
einen Brief. Er soll es ihrer Schwester überbringen, welche angeblich in
Nancy wohnt und da in einem Schuhgeschäft arbeitet. Als Roger fort ist,
reist Dolly ebenfalls schleingist ab, um vor ihm in Nancy zu sein, denn da
will sie die Rolle ihrer Schwester Geneviève spielen, die ja in Wirklichkeit
gar nicht existiert.
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| 2. Akt |
In dem besagten Schuhgeschäft in Nancy. Der komische Ladenbesitzer Filosel
ist gerne gewillt, Nancy als Verkäuferin einzustellen, denn sie will ihm
täglich 100 Francs bezahlen für sein Entgegenkommen. Die bisherige
Schuhverkäuferin Irma wird ausbezahlt und entlassen. Schon bald betritt
Roger das Geschäft, um den Ring und den Brief zu übergeben und verliebt sich
auf den ersten Blick in die vermeintliche Schwester der Prinzessin. Er ist
jetzt nicht zu schüchtern, ihr dies gleich zu offenbaren, und Dolly glaubt,
ihr Ziel erreicht zu haben.
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| Nachspiel |
Wieder im Gerichtssaal. Dem Richter erzählen Dolly und Roger nun die
Fortsetzung der Geschichte, wie sie geheiratet haben und Roger dann erfahren
musste, dass Geneviève nicht diese war, sondern Dolly. Seither hat er wieder
seien gewohnten Hemmungen und Blockaden, denn er will kein fürstliches
Leben, und sie mag seine bürgerliche Bescheidenheit nicht. Offensichtlich
ist jedoch eines: Die Liebe, welche die beiden füreinander empfinden. Nach
dieser Erkenntnis sehen sie nun von der Scheidung ab und versuchen es
weiterhin miteinander.
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