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Emmerich Kàlmàn - Gräfin Mariza
Handlung, Inhalt

| 1. Akt |
Szene auf der Terrasse des Schlosses von Gräfin Mariza in Ungarn um 1924.
Daneben ein angrenzender Park. Gräfin Mariza war länger abwesend und hat
daher ihr Schlossgut dem verarmten Grafen Tassilo anvertraut, welcher in
dieser Zeit für die Verwaltung zuständig war. Graf Tassilo war unter dem
Namen Török in der Stadt im Dienst, denn dadurch hofft er, die nötige
Mitgift für seine Schwester Lisa zu verdienen, welche von der Verarmung der
Familie nichts erfahren soll. Seit Tassilo seine Stelle als Verwalter des
Schlossgutes angetreten hat, hat er die Gräfin Mariza nie gesehen. Doch
heute lässt sie sich blicken: Sie ist eine schöne junge und lebensfrohe
Frau, welche jedoch sehr launisch sein kann. Angeblich will sie auf dem
Schloss ihre Verlobung mit Baron Coloman Zsupán feiern. Alle Gäste haben
sich bereits eingefunden, jedoch handelt es sich bei der Verlobung um einen
Schwindel, wie die Gräfin einer Freundin heimlich gesteht. Die Gräfin hat
das Ganze nämlich nur inszeniert, um von ihren zahlreichen Verehreren
endlich Ruhe zu haben. Tassilo ist erschrocken, als er sieht, dass seine
Schwester Lisa zusammen mit Gräfin Mariza vor Ort eingetroffen ist, denn
Lisa ist eine Freundin der Gräfin. Tassilo wird Lisa nun wohl oder übel die
Wahrheit erzählen müssen. Lisa jedoch denkt, dass ihr Bruder nur zum Spass
den Verwalter spielt, und daher bleibt das Geständnis vorerst aus. Zu Gräfin
Marizas Verblüffung existiert der erfundene Bräutigam Baron Zsupán aber
tatsächlich, und dieser erscheint auch schon vor Ort. Er stellt sich als
Besitzer eines Anwesens in Varasdin vor und hofft, dass seine Verlobung mit
der Gräfin stattfinden wird, denn er hat ja auch die Bekanntmachung gelesen.
Jetzt beginnen die Schwierigkeiten der Gräfin, denn sie kann sich ihrem
frohgesinnten Werber nicht einfach so entziehen. Während die
Verlobugsfeierlichkeiten im Schlossaal beginnen, hegt Tassilo trübe Gedanken
und versucht diese im Gesang zu ersticken. Gräfin Mariza hört sein Lied und
bittet ihn, er möge doch für die Gäste singen, was Tassoli aber ablehnt. Die
Gräfin ist erbost und kehrt zur Gesellschaft zurück. Nachdem alle Gäste das
Schloss wieder verlassen haben, zeigt sie sich Tassilo gegenüber
versöhnlich, worauf er für sie alleine singt.
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| 2. Akt |
Prunksaal im Schloss. Vier Wochen sind nun vergangen, und Tassilo ist als
Török noch immer unerkannt. Die Gräfin geniesst seine Nähe, denn schon
längst ist Tassilo in sie verliebt und wirbt um sie, was sie sich geniessend
gefallen lässt, denn eine Verlobung mit dem Baron Zsupán kommt für sie
sowieso nicht in Frage, denn dieser wirbt ohnehin um eine andere, nämlich um
Tassilos Schwester Lisa. Tassilo ist es zusehends leid, die für ihn
erniedrigende Rolle als Verwalter zu spielen. Er schreibt seinen Frust in
einem Brief nieder, welcher er an seinen Freund Liebenberg schicken will.
Durch einen Zufall gelangt dieser Brief jedoch in die Hände der Gräfin,
welche ihn liest, den Inhalt missversteht und glaubt, der Verfasser sei nur
hinter ihrem Geld her. Jetzt weiss sie zudem auch, dass Tassilo in
Wirklichkeit nicht der einfache Verwalter Török ist. Voller Entrüstung und
Enttäuschung hält sie ihm vor allen Gästen den gelesenen Brief vor und
entlässt ihn, allerdings mit einer grosszügigen Entlöhnung.
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| 3. Akt |
Szene im selben Saal. Am nächsten Morgen erscheint Tassilo nochmal vor Ort
bei der Gräfin, um sich von ihr zu verabschieden. Es kommt jedoch nicht etwa
zu einer Aussprache des Ganzen, denn einerseits lässt dies Tassilos Stolz
nicht zu, und andererseits ist Marizas Trotz zu stark. Doch dann erscheint
Tassilos Tante, die Fürstin von Guddenstein. Diese hat von der Verarmung von
Tassilos Familie erfahren und gleich darauf sämtliche Güter zurückgekauft,
welche Tassilo in seiner finanziellen Not verpfändet hatte. Somit ist
Tassilo kein verarmter Adelsmann mehr und steht dem Stand von Gräfin Mariza
in nichts mehr nach. Jetzt steht den beiden zum Liebesglück nichts mehr im
Wege.
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