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In Heidelberg ende 17. Jrh. Schon manchen
adeligen Bewerber hat die pfälzische Prinzessin Liselott abgelehnt. Aus
politischen Gründen jedoch und zur Stärkung der Sicherheit ihres
Heimatlandes soll die fröhliche Prinzessen sich heute entschliessen, Herzog
Philipp von Orléans, den Bruder König Ludwigs XIV., zu heiraten, was ihr
jedoch schwer fällt. Wehmütig verabschiedet sie sich von Heidelberg, von
ihrem Vater, dem Kurfürsten, und von Graf Walter Harling, ihrem
Jugendfreund. Wohl wird sie am französischen Hof geachtet und respektiert,
doch missfällt ihrem Ehemann ihr unkonventionelles Wesen, was der König
selbst allerdings als einen besonderen Vorzug empfindet. Auch steht ihr
Gatte ihrer Art sich zu kleiden, welche ganz entgegen der Pariser
Gepflogenheiten ist, skeptisch gegenüber. Der Herzog, ein enger Freund der
Gräfin Françoise de Grençai, ist eitel, verwöhnt, hochmütig und verbringt
seine Tage mit unnützen Vergnügungen. Jetzt nimmt er es zwar auf sich, die
deutsche „Sauerkraut-Prinzessin“ zu heiraten, doch bewegen sich die beiden
trotz Bemühen nicht auf gleicher Ebene. Liselott bleibt ihrem Wesen treu und
räumt mit manchen korrupten Angelegenheiten in der Hausverwaltung auf. Zudem
gibt sie sich grosse Mühe, wenn auch vorerst noch vergeblich, in Philipp die
Eigenschaften eines guten Gatten zu wecken. Liselott ärgert sich über die
höfischen Verhältnisse am französischen Hof und versucht, sich mit dem
Schreiben von Briefen abzureagieren. Im Zuge der „Reinigungsaktion“ wird die
Oberhofmeisterin Françoise de Grençai entlassen. Philipp droht sie zu
verlassen, wenn er sich nicht umgehend besser Sitten und Verhaltensweisen
aneigne. Überall aber stösst sie auf Widerstreben und Unverständnis, weshalb
sie sich entschliesst, nach Deutschland zurückzukehren. Hauptsächlicher
Beweggrund dazu war jedoch ein unerwartetes Wiedersehen mit Graf Harling,
welcher ihr aus der Heimat Grüsse überbringt und aber auch die Nachricht,
dass man ihren alten Onkel Simmern wegen Verdächtigung auf Unterstützung
revolutionärer Machenschaften verdächtigt und auf die Bastille gebracht hat.
Jetzt will sie Paris schnellstens verlassen, und der Herzog merkt nun, dass
sie ihre Drohung wahr machen will. Deshalb fühlt er sich in seiner ehre
verletzt und äussert, dass er ihre flucht verhindern, sich aber für den
unschuldig festgenommenen Onkel einsetzen werde. Liselott lässt sich aber
dadurch nicht von ihren Vorbereitungen für eine heimliche Abreise abhalten.
In einer primitiven Kneipe am Seineufer wartet sie auf ihre Helfer. Philipp
ist ihr aber unauffällig gefolgt und überrascht sie mit der Nachricht, dass
er die Freilassung ihres Onkels erreicht habe, was Liselott freundlicher zu
stimmen vermag. Der Einsatz Philipps rückt ihn in ihren augen nun doch in
ein anderes Licht, und sie erkennt, dass er ein Herz hat. Da sich die
Schenke nun als Treffpunkt aufrührerisch gesinnten Pöbels erweist, versuchen
Liselott und Philipp, die Gesellschaft mit ihrem Führer Temple zu täuschen,
was ihnen gelingt. Es entbrennt sogar eine fröhliche Stimmung mit Musik und
Tanz, was Philipp freut. alles verläuft friedlich, bis Temple versucht,
Liselott zu küssen. Jetzt gibt sich Philipp als Herzog zu erkennen, aber man
glaubt ihm nicht. Viel beeindruckender ist die kraftvolle Ohrfeige, welche
Temple von Liselott erhält, worauf das Paar den Ort verlässt. Jetzt wo
Liselott um die Liebe ihres Gatten weiss, denkt sie nicht mehr an die
Flucht. Der freigelassene Graf Harling hofft jetzt allerdings vergeblich auf
die Rückkehr Liselotts und die Erfüllung seiner heimlichen Liebeswünsche.
die Gräfin Grençai wird nun gänzlich vom Hofe verbannt, und Liselott will
sich nun anpassen: Sie kleidet sich nach Pariser Art, und der Herzog sieht
nun endlich, wie schön sie wirklich ist.
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