| 1.-3. Akt |
Der Impresario Quickly bereitet ein Programm für
seinen millionenreichen Freund Vandergold vor, welcher Geburtstag hat. Er
und seine Sänger- und Künstlergruppe sind im Hafen von Boston angekommen und
mit ihnen auch Jonathan Tripp, ein armer Jüngling, der zu nichts recht
taugt. Er ist so ungeschickt, dass ihn Quickly vor Ort entlässt. Aber schon
ist er wieder aufgeheitert, denn er trifft Molly, eine alte Freundin,
welcher er vor zehn Jahren die ehe versprochen hat. Sie ist Hausangestellte
bei Vandergold und schafft es, den schwarzen Küchenchef Billy dazu zu
bringen, Jonathan eine Anstellung in der Küche anzubieten. Jetzt beginnt das
Geburtstagsfest, und alle huldigen dem reichen Vandergold. Dieser jedoch
würdigt seinen Reichtum nicht und steht den Anwesenden voller Misstrauen
gegenüber, denn er ist überzeugt, dass alle bloss aus Eigennützigkeit die
Freundschaft zu ihm suchen. Vandergold ist seines Lebens überdrüssig,
weshalb man ihm rät, er solle die Liebe suchen. Er aber will davon nichts
wissen, denn er ist nicht bereit, sein Vermögen zu verschenken. Auch Harriet
ist im Hause Vandergold zu Gast. Sie ist eine junge Sängerin, welcher
Vandergold ihre Ausbildung ermöglicht hat. Im ersten Moment freuen sich
beide, dass sie sich wieder sehen, und die alte Freundschaft wird für einen
Augenblick wieder entfacht. Aber als Harriet seinen Pessimismus und die
negativen Ansichten und Einstellungen kennenlernt, wendet sie sich entrüstet
von ihm ab. Vandergold selber ist sogar Harriet gegenüber misstrauscih und
glaubt, sie hätte beim Singen nur das Geld im Kopf. Aus Enttäuschung
entschliesst sich Harriet spontan, mit Quickly einen Vertrag einzugehen für
eine Operntournee durch Europa. In der Zwischenzeit hat sich Jonathan wieder
einmal alles andere als bewährt, denn er hat in der Küche eine ungeniessbare
Eisbombe zubereitet, worauf ihn Vandergold persönlich fortjagt. Jonathan ist
dermassen Verzweifelt, dass er sich das Leben nehmen will. Denselber
Gedanken hat in diesem Moment auch Vandergold, der sein Leben nicht mehr
ertragen kann. Sie treffen im Garten aufeinander, wo beide ihre
Todesabsichten in die Tat umsetzen wollen. Jetzt kommen die beiden ins
Gespräch, und Jonathan erzählt Vandergold von seinem steten Pech und von
seiner Bereitschaft, Molly zu heiraten, wenn er nur das Geld dazu hätte.
Vandergold ist gerührt und entschliesst sich, Jonathan sein ganzes Vermögen
zu schenken, was er gleich vertraglich festhält. Der Vertrag beinhaltet aber
eine sonderbare Klausel: Wenn einer von beiden mit der neuen Lebensweise als
Reicher bzw. Armer nicht mehr ertragen kann, so soll er dies dem anderen
signalisieren, indem er das Lied anstimmt, welches Harriet bei der
Geburtstagsfeier gesungen hat. Dieses Zeichen verpflichtet sogleich beide,
sich das Leben zu nehmen. Jetzt geniesst der neureiche Jonathan mit Molly
sein nichtstuerisches Wohlleben und geht in Monaco seiner Spiel- und
Gewinnsucht nach. Obschon Jonathan als reicher Mann nun bei den Frauen gern
gesehen ist, bleibt er seiner Molly treu. Allerdings hat eine arge
Streitsucht ihre Harmonie getrübt. Der einzhige Wermutstropfen für Jonathan
ist die permanente Angst, dass Vandergold auftauchen und das Lied anstimmen
könnte. Harriet ist gegenwärtig auch in Monaco wegen eines Gastspiels. Auch
Vandergold ist da, denn seit der Feierlichkeit und dem Wiedersehen mit
Harriet reist er ihr ständig hinterher, obwohl sie ihm ausweicht. Dennoch
tritt Harriet nur auf, wenn sie weiss, dass Vandergold auch im Theater ist.
Jetzt endlich kommen sie miteinander ins Gespräch, welches aber bald wieder
im Streit endet, denn Vandergold äussert die beleidigende Vermutung, dass
Harriet sich von Jonathan genüsslich umwerben liesse. Jetzt hat Vandergold
vom Leben genug und will Jonathan das besagt Zeichen zum gemeinsamen Freitod
geben. Das Schicksal will es jedoch, dass Vandergold sich in dem Moment
nicht an die vereinbarte Melodie erinnern kann. Und schon vernimmt er, dass
Harriet abreist und folgt ihr aufs Schiff. Jonathan ist also noch einmal
davongekommen. Aber schon steckt Jonathan in den nächsten Schwierigkeiten,
denn als er nach Amerika zurückkehrt, erfährt er, dass das von ihm
ausgebeutete ehemalige Unternehmen Vandergolds vor dem Zusammenbruch steht.
Schuldenforderungen und sogar ein Haftbefehl stehen ihm gegenüberm und man
verdächtigt ihn sogar, er habe sich das Vermögen des verschollenen
Vandergold unrechtmässig angeeignet. Er flieht vor der Polizei und wünscht
sich, wieder der arme Jonathan zu sein. Glücklicherweise ist auch Vandergold
wieder nach Amerika zurückgekehrt und hat eingesehen, dass sein Leben
durchaus einen Sinn haben könnte, wenn er Harriet für sich gewinnen würde.
Bei einem Gastspiel in New York ergibt sich nochmals eine Aussprache mit
Harriet, welche ihn aber noch immer zurückweist. Vandergold will immer noch
nicht aufgeben, als er den verzweifelten Jonathan trifft, welcher das Lied
anstimmt, welches beide in den Freitod treibt. Beide setzen sich die Pistole
an und drücken ab. Zusammen mit den ohrenbetäubenden Schüssen erwachen
beiden schlagartig – es war alles nur ein Traum! Ein Traum, durch den beide
gründlich belehrt wurden. Mit belehrtem Geist begeben sich beide wieder
zurück ins Haus, wo noch immer die Geburtstagsfeier im Gange ist. Jonathan
will kein geschenktes Vermögen mehr, sondern arbeiten, und Vandergold
zerreisst die Schenkungsurkunde. Harriet versöhnt sich mit Vandergold und
möchte nicht mehr mit Quickly nach Europa reisen.
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