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Jacques Offenbach - Die schöne Helena
Handlung, Inhalt
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Operette (Opéra-bouffe) in drei
Akten
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Text von Henri
Meilhac und Ludovic Halévy (deutscher Text von F. Zell und J. Hopp)
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Uraufführung am 17.
Dezember 1864 im Théatre des Variétés in Paris. Deutschsprachige Erstaufführung
um 1865 im Friedrich-Wilhelmstädtischen Theater in Berlin
| 1. Akt |
Das Orakel. Es ist die Zeit vor dem Trojanischen
Krieg. In Sparta bereitet man das Fest des Adonis vor. Die Bevölkerung
bringt im Tempel Gaben dar, von denen der Gross-Augur Kalchas denkt, sie
seien doch gar sehr bescheiden. Helena ist mit dem alten König Menelaus
verheiratet, worüber sie jedoch nicht so glücklich ist. Sie fragt Kalchas,
ob es stimme, dass die Göttin Venus dem Schäfer Paris die schönste Frau auf
Erden versprochen habe zum Dank für sein Urteil beim Schönheitswettbewerb
der Göttinnen. Sie selber, Helena, sei doch schliesslich die schönste. Jetzt
kommt auch Paris zu Kalchas und übergibt ihm einen Brief, in welchem Venus
dem Augur den Befehl erteilt, Helena und Paris zusammenzubringen. Er
verspricht Paris, diesem Befehl nachzukommen, will von diesem nun aber
genaueres über das Paris-Urteil erfahren. Als Helena und Paris sich aus der
Ferne erspähen, haben gleich beide ihr Herz füreinander entdeckt. Nun wird
das Fest des Adonis eröffnet, zu dem sich neben Helena und Menelaus auch
Agamemnon und Klytämnestra, die beiden Ajax, Achilles, Pylades und Orestes
erscheinen. Anstelle des schläfrigen Menelaus übernimmt Agamemnon die
Vorstandsposition beim Festakt und ruft die Gäste zu einem geistigen
Wettstreit auf. Er stellt drei Fragen, von denen alle zum Erstaunen und
gleichsam Verdruss der Könige von Paris richtig beantwortet werden. Dieser
gibt sich nun als Sohn des Königs Priamus von Troja zu erkennen und wird von
Helena mit einem Kranz gekrönt. Nun lässt Kalchas Donner grollen und gibt
bekannt, dass Menelaus nach Willen der Götter für vier Wochen nach Kreta
reisen müsse. Paris ist dankbar für diese Orakel, und Menelaus verabschiedet
sich.
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| 2. Akt |
Der Traum. Vier Wochen später besucht Paris
Helena in ihren Gemächern. Er beschwert sich, dass sie ihn noch immer nicht
erhört habe und droht ihr mit einem Trick, um endlich die ihm versprochene
schönste Frau zu erhalten. Helena bittet Kalchas, dass sie Paris wenigstens
im Träume wieder sehen dürfe. Sie begibt sich zur Ruhe, als Paris sich ihr
nähert. So erscheint ihr seine Gegenwart wie „im Traum“, wodurch der
Geliebte nicht länger schmachten muss. Dann werden die beiden von Menelaus
in ihrer verfänglichen Situation ertappt. Dieser ist nämlich unerwartet
früher von seiner Reise nach Kreta zurückgekehrt und veranstaltet jetzt
grossen Lärm und ruft alle Fürsten herbei. Sie trösten Menelaus, lassen ihn
jedoch wissen, dass er selber Schuld sei an dem, was ihm widerfahren ist.
Paris flieht.
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| 3. Akt |
Die Entführung. Um sich den schweren Vorwürfen
und Beschimpfungen ihres Ehemannes Menelaus zu entziehen, hat sich Helena an
den Strand von Nauplia begeben. Menelaus ist ihr jedoch gefolgt, und sie
verteidigt sich mit der Aussage, dass alles nur ein Traum gewesen sei, was
sie erlebt hat. Agamemnon und Kalchas versuchen, die Angelegenheit zu
entschärfen, indem sie Menelaus daran erinnern, dass die Machenschaft von
Helena und Paris auf einem gebot der Göttin beruhe. Menelaus ist aber nicht
bereit, Helena freizugeben, weswegen er den Gross-Augur der Göttin selbst zu
sich herbestellt hat, um dessen Rat zu erfragen. Und schon erscheint auch
das Schiff, welches den göttlichen Wahrsager bringt. Dieser hat aber gleich
einen weiteren Wunsch der Göttin zu verkünden: Helena soll nach Kythera
reisen, die Insel, welche der Göttin selbst heilig ist. Sofort besteigt
Helena das Schiff und fährt von dannen. Den Zurückgebliebenen gibt sich der
göttliche Gross-Augur als Paris zu erkennen. Volelr Empörung erklären die
Fürsten Troja den Krieg.
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