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Paul Lincke - Frau Luna
Handlung, Inhalt

| 1. Akt |
1. Bild: Um 1900 in Steppkes Mansardenzimmer.
Fritz Steppke, ein Mechaniker, ist zu Geld gekommen und kann sich nun die
Konstruktion eines Ballons leisten, der eine Fahrt zum Mond ermöglicht.
Schneider Lämmermeier und Rentier Pannecke sind von Steppkes Vorhaben
begeistert und spannen mit ihm zusammen. Aber die Hauswirtin Frau Pusebach
hat nichts übrig für das Projekt und ist verärgert, dass ihr Bräutigam
Pannecke sich mit Steppke zusammentut und will diesem daher ihre Nichte
Marie nicht mehr zur Frau geben und kündigt ihm. Besorgt über diese Worte
legt Steppke sich schlafen und beginnt zu träumen... Passend zur Mondfahrt
gerüstet, betreten seine beiden Freunde das Zimmer, worauf sich Steppke mit
ihnen auf den Weg macht.
2. Bild: Bestürzt entdeckt Frau Pusebach, wie die
Männer über das Dach hinwegklettern und eilt ihnen sogleich mit Marie
hinterher.
3. Bild: Im Flughafen besteigen die Mondfahrer den
startbereiten Ballon, der auch schon gen Himmel entschwebt, während Frau
Pusebach vergebens versucht, Pannecke aufzuhalten. In letzter Sekunde kann
sie sich noch an der Gondel festhalten und schwebt mit in die Höhe.
4. Bild: Der Ballon schwebt durch die Wolken
hindurch dem Mond entgegen, während dazu im Dreivierteltakt ‚Ach
Frühling, wie bist du so schön‘ erklingt.
5. Bild: Im Vorhof zum Mond. Mondelfen putzen das
funkelnde Gestein. Der Ordnungsmann Theophil, welcher verantwortlich ist für
das Auf- und Untergehen des Mondes, erinnert sich eines kleinen
Liebesabenteuers, das er erlebte, als er neulich bei einer Mondfinsternis in
den Berliner Tiergarten hinabstieg. Hier oben auf dem Mond aber gehört sein
Herz Stella, Frau Lunas Zofe. Als die Mondfahrer eintreffen, bereitet ihnen
Theophil keinen sonderlich freundlichen empfang. „Die Berliner stecken ihre
Nase in alles rein“, schimpft er. Nun erkennt er in Frau Pusebach sein
Ausrutscher im Tiergarten, bekommt es daher wegen Stella mit der Angst zu
tun und lässt, um die Besucher schleunigst loszuwerden, allesamt von den
Mondschutzmännern verhaften. Frau Pusebach schimpft und droht Theophil mit
Krach, wenn er sie nicht softr wieder zur Erde zurückbringen lässt. Er
verspricht ihnen die Hilfe von Prinz Sternschnuppe, der gerade eben mit
seinem Sphärenmobil angeschwebt kommt, um einmal mehr um die Gunst Frau
Lunas zu werben, die ihm bisher jedoch versagt geblieben ist. Unterdessen
werden die Besucher von der Erde verhört und erinnern sich in dieser nicht
gastfreundlichen Umgebung ihrer ‚Berliner Luft‘.
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| 2. Akt |
6. Bild:
Im Prunksaal Frau Lunas. Die Herrscherin des Mondes,
welche gerade Mars und Venus zu Besuch hat, freut sich sehr über die
Besucher aus Berlin, die staunend den Reichtum und die Pracht des Hofes
bestaunen und verwundert sind, dass sie hier die Frau Luna antreffen
anstelle des erwarteten „Mann im Mond“. Frau Luna ist von Steppke angetan,
schlüpft in ihr schönstes Kleid und führt ihn mit sich fort.
7. Bild: Einmal mehr ist Prinz Sternschnuppe
erfolglos. Er bespricht sich mit Theophil, was er denn noch unternehmen
könnte, um Frau Luna zu gewinnen.
8. Bild: In Frau Lunas Boudoir. Kokett umschwärmt
sie den Steppke und versucht, ihn zu betören. Er aber erwidert dies kaum,
sondern sehnt sich nach seiner Heimat und nach seinem Mariechen. Frau Luna
aber bringt ihn mit einem geheimnisvollen Locken dazu, ihr in den
Sternengarten zu folgen.
9. Bild: Im Garten führen die Rosenelfen ihr
Luftballett auf und verwirren so Steppkes Sinne.
10. Bild: Jetzt sieht Prinz Sternschnuppe ein,
dass all seine Bemühungen umsonst sind und will von dannen gehen. Theophil
gibt ihm nun den Rat, er solle Mariechen von der Erde hinaufbringen.
Währenddessen sieht Frau Pusebach entsetzt ihren Pannecke mit einem
Sternenmädchen herumspazieren. Auch Theophil bangt um seine angebetete
Stella, denn ihr versucht sich Lämmermeier zu nähern. Fast entbrennt ein
Streit, aber Pannecke lenkt ein und beschwichtigt, es sei dazu immer noch
Zeit, wenn die Welt untergehe.
11. Bild:
Frau Luna
hat den Steppke zu einem fröhlichen Umtrunk mit Sekt eingeladen und glaubt,
sie hätt ihn nun endlich für sich gewonnen. Doch gerade als er sie küssen
will, erscheint Mariechen, der Steppke gelücklich in die Arme eilt. Damit
muss sich Frau Luna nun abfinden, und jetzt hat sie auch ein offenes Ohr für
den Prinzen. Die Berliner machen sich auf die Reise zurück auf die Erde,
benutzen dazu jedoch des Prinzen Sternschnuppes Sphärenmobil, denn der
Ballon ist geplatzt.
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