| 1.-3. Akt |
Die
türkische Festung Ipsala wird von den Bulgaren belagert. Es herrschen
langweilige Winterwochen, in denen kaum etwas geschieht. Für ein wenig
Abwechslung sorft der Besuch des Journalisten Julian von Golz, mit dem
Leutnant Wladimir über seine grosse Liebe sprechen kann, denn dieser hat ein
Jahr zuvor in Tirnawa die Fürstin Lydia kennengelernt. Diese war ihm zwar
nicht abgeneigt, jedoch war eine Zusammenkunft wegen der Wachsamkeit ihres
Onkels, des Generals Kantschukoff, nicht möglich. Auf den Rat Julians hin
bewarb sich der Leutnant seinerzeit als Türkenmädchen Fatinitza verkleidet
für eine Stelle als Gesellschafterin im Hause der Fürstin Lydia. Das
Vorhaben fiel jedoch ins Wasser, als der General sich in Fatinitza
verliebte. Aber in der Zwischenzeit hat Julian den Plan ausgearbeitet und
unterbreitet diesen dem Leutnant erneut in improvisierter Form. Alles ist
schon vorbereitet und Wladimir als Fatinitza verkleidet, als der General
auftaucht zu einer Inspektion. Natürlich entbrennt alsbald seine Liebe zu
Fatinitza erneut. Glücklicherweise gewährt das Eintreffen der Fürstin Lydia
Ablenkung und gleichzeitig ein Überfall eines türkischen Spähtrupps, welcher
Lydia und Fatinitza entführt. Die beiden werden dem Pascha vorgeführt,
welcher sofort Gefallen an Lydia findet. Wladimir gibt sich nun heimlich
seiner geliebten Lydia zu erkennen. Es gelingt ihm die Flucht mit Hilfe der
Marktenderin Manja und den eifersüchtigen Haremsdamen. Noch bevor der Pascha
sich mit Lydia vergnügen kann, stürmen die Bulgaren unter Wladimirs Führung
die Festung, und der Pascha muss sich ergeben. Vergeblich sucht Kantschukoff
seine Fatinitza. Es vergehen ein paar Monate, als Wladimir mit Julian und
Manja nach Tirnowo kommen, um Lydia zu besuchen. Doch auch jetzt scheint sie
für ihn unerreichbar, da der General sie einem alten Kriegskameraden zur
Frau versprochen hat. Doch die kluge Manja hat eine Idee: Durch einen Brief
wird dem General die Ankunft Fatinitzas verkündigt. Mit Freuden empfängt er
Wladimir, der sich nun als Bruder Fatinitzas ausgibt. Er soll Lydia zur Frau
erhalten, falls er es schaffe, dass Fatinitza dem General die Hand reiche.
Wladimir erscheint darauf nochmal als Fatinitza, reicht dem General die Hand
und gibt sich diesem sogleich zu erkennen. Dieser ist verblüfft und kann nun
nichts mehr einwenden gegen die Heirat von Wladimir und seiner Nichte Lydia.
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