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Leo Fall -
Die Dollarprinzessin
Handlung, Inhalt
| 1. Akt |
Szene in einem eleganten Arbeitszimmer bei Couder in New York vor 1914. Der
sehr vermögende John Couder hat die seltsame Vorliebe, Europäer mit
vornehmer Abstammung bei sich zu verpflichten. So stellt er den Freiherrn
Hans von Schlick als Stallmeister ein, welcher wegen wirtschaftlichen
Misslage ausgewandert ist. Auch Couders Tochter teilt des Vaters Ansicht,
dass man mit Geld alles kaufen könne, so auch einen Mann, wenn sie Lust hat
denselben zu heiraten. Alice ist nämlich heiratswillig wie auch ihr Vater,
welcher gerne wieder eine Frau an seiner Seite hätte. Nicht verwunderlich
ist es, dass dies am idealsten eine zerstrittene europäische Adelsdame sein
sollte. Deswegen hat er seinen Bruder Tom und seinen Neffen Dick nach Europa
geschickt, welche nach einer passenden Dame Ausschau halten sollen. Hans von
Schlick unterrichtet Couders Nichte im Reiten und hat sich in sie verliebt.
Diese jedoch erwidert die Liebe nicht, sondern pocht auf ein rein
kameradschaftliches Verhältnis. so muss von Schlick einsehen, dass
Dollarprinzessinnen nicht leicht zu gewinnen sind. Ähnliches muss Fredy
Wehrburg einsehen, ein alter Freund von Schlicks, welcher sich heut bei
Couder um eine Anstellung bewirbt. Dieser möchte Alice auch erobern, stösst
aber trotz einer kurzen Liebelei auf taube Ohren, denn Alice sieht in ihm
nichts weiter als den idealen Angestellten im Hause Couder und gibt ihm
einen Sekretärposten. Jetzt treffen Tom und Dick bei Couder ein und bringen
eine Dame mit, welche sie in Europa für den Hausherrn gefunden haben. Als
Hans und Fredy die Dame erblicken, erkennen sie in ihr mit Verwunderung ihre
alte gemeinsame Freundin Olga, eine russische Gräfin und Chansonette. Die
drei Europäer einigen sich gleich, diskret zu bleiben. Mit ihrem
unwiderstehlichen Charme, umgarnt Olga den Couder leicht und gewinnt ihn für
sich.
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| 2. Akt |
Im Wintergarten des Palais Couders. Alice verbirgt ihre Gefühle für Fredy
und gibt sich hochnäsig und spöttisch, denn am liebsten sähe sie es, wenn
Fredy auf Knien um ihre Gunst werben würde. Doch Fredy selber ist zu stolz
dazu. In der Zwischenzeit ist Couder der Olga verfallen und will sie
ehelichen, weshalb er sich wünschen würde, dass auch seine Tochter gleich
heiraten täte. Alice teilt ihrem Vater mit, dass sie gewillt sei, Fredy als
Ehemann zu „erwerben“, denn für sie besteht kein Zweifel, dass Fredy ihr
Angebot, Mann einer Millionärstocher zu werden abschlagen würde. Daisy
möchte am liebsten Hans heiraten, stellt aber sie fragwürdige Bedingung,
dass sie mit ihm nicht wie ein Liebespaar, sondern wie Bruder und Schwester
leben wolle. Das missfällt Couder jedoch, worauf Hans und Daisy heimlich
heiraten und fliehen. Am Abend sind zahlreiche Gäste geladen, und Couder
verkündet seine Vermählung mit Olga. Ebenso gibt Alice bekannt, dass sie den
Fredy Wehrburg zum Manne nehmen werde. Jetzt aber lehnt Fredy ihre kühle
Werbung kurzentschlossen aus, und er lässt sich auch nicht von der hohen
Mitgift des entsetzten Couders nicht blenden. Fredy äussert sich empört über
die Situation und spricht sein Mitleid für Alice aus, welche offensichtlich
keine wahre Liebe kennt und bloss glaubt, dass mit Geld alles zu kaufen sei.
Fredy reist ab und hinterlässt eine gekränkte Alice.
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| 3. Akt |
In Fredys Landhaus im imaginären kanadischen
Städtchen Aliceville. Nun ist ein Jahre vergangen, und Fredy hat aus einer
vom Konkurs bedrohten Firma einen lukrativen Betrieb gemacht und
vielversprechende Ölquellen erschlossen. Trotz der Eskapade hat er Alice
nicht vergessen können, weshalb er nun einen an Couder adressierten Brief
schreibt, in dem er unter dem Namen der alten Firma diese – angeblich zum
Konkurs verurteilt – dem Millionär zu einem billigen Preis zum Kauf
anbietet. Daraus erhofft er sich, seine geliebte Alice wieder zu sehen.
Zudem möchte er Hans und Daisy, welche bei Fredy gerade zu Besuch sind, mit
Couder versöhnen. Daisy hat im übrigen mittlerweile erfahren, dass zwischen
ihr und Hans mehr besteht als nur ein geschwisterliches Verhältnis.
Mittlerweile ist Couder mit Alice eingetroffen und erkennt erstaunt, dass
die angeblich zum Bankrott verurteilte Firma ein gewinnbringendes
Unternehmen ist, welchem Fredy als reicher Inhaber vorsteht. Noch einmal
setzt Alice ihre stolze und hochmütige Maske auf, kann ihre wahren Gefühle
jedoch bald nicht mehr zurückhalten. Hans kann Couder für sich gewinnen,
indem er Olga mit einer ansehnlichen Geldsumme dazu veranlassen kann, sich
von Couder scheiden zu lassen. Couder nämlich hat seine Trauung mit der
streitsüchtigen Gräfin schon lange bereut.
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