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Oscar Straus - Bozena
Handlung, Inhalt
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Operette in 3 Akten (4 Bilder)
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Text von Julius Brammer und Alfred Grünwald
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Uraufführung am 16. Mai 1952 in München
| 1. Akt |
Szene auf dem Dorfplatz eines slowakischen
Dorfes irgendwann zwischen 1880 und 1890. Einige junge Männer haben sich vor
der Dorfschenke versammelt und rufen nach der hübschen Wirtstochter Cilka.
Sie gibt sich mit den Burschen ab und tanzt mit ihnen, was Jan Burian sehr
ungerne mit ansieht, da er Cilka als seine Angetraute betrachtet. Jetzt
kommt der betuchte Koudjela mit seinen Söhnen Svatpoluk und Nepomuk hinzu,
denn er war grad eben bei Bozena, um bei ihr um ihre Hand für einen der
beiden Söhne anzuhalten. Das stolze Fräulein ist aber an keinem von beiden
interessiert, weshalb Koudjela Rache schwört. Jetzt erscheint der Foltyn
Karel auf dem Dorfplatz, welcher, drei Jahre lang im Dienste der Dragoner
war und nun in sein Heimatdorf zurückgekehrt ist. Alle freuen sich über
Karels Erscheinen, welcher sich jetzt Cilka zuwendet, denn ihr hat er
versprochen, sie zu heiraten, bevor er in den Dienst gezogen ist. In der
Zwischenzeit hat Boudjela die Leute auf seine Seite gebracht, und sie wollen
ihm bei seinen Racheplänen helfen, welche so aussehen, dass einer der jungen
Männer Bozena dazu bringen soll, sich in ihn zu verlieben, auf dass dieser
sie dann sitzen lasse. Der ideale Kandidat dafür wäre allerdings der fesche
Karel, welcher tatsächlich bereit ist, diese Aufgabe zu übernehmen. Jetzt
tritt Bozena mit ihrer lieblichen Magd Liduschka hinzu. Sie wundert sich
über die ungewöhnlich freundliche Begrüssung der Menge, denn normalerweise,
ist man nicht so freundlich zu ihr, da man sie für zu tüchtig, zu schön, zu
kokett, zu stolz und zu schlagfertig hält. Karel macht sich sofort an sie
ran und tanzt mit ihr. Seine Anzüglichkeiten wehrt sie aber vehement ab. Als
die Kirche zur Messe lädt, verstummet das festliche Trieben, und Karel hat
nun die Gelegenheit, mit Bozena in Ruhe allein zu sein. Jetzt wo er ihren
wirklichen Leiebreiz erkennt, vergisst er seine eigentliche Aufgabe und
schwärmt ernsthaft für sie. Die schlaue Bozena durchschaut ihn jedoch und
wendet sich verachtend von ihm ab.
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| 2. Akt |
1. Teil: Im Wohnzimmer bei Bozena. Sie
unterhält sich mit Liduschka über ihren Bruder Stojan, welcher vor 15 Jahren
vom Militärdienst desertiert ist und seither nicht mehr gesehen wurde. Wenig
später betritt ein Fremder den Raum, und sogleich erkennt Bozena in dem Mann
ihren verschollen geglaubten Bruder. Er erzählt ihr den Hergang seines
Verschwindens: Ein Offizier habe seine Angebetete verführen wollen, und er
habe ihn darauf niedergeschlagen. Um der schweren Strafe zu entkommen, floh
er ins Ausland. Er sei jetzt nur schnell vorbeigekommen, um sein Elternhaus
wieder zu sehen. Plötzlich erklingt draussen vor dem Haus fröhliche Musik:
Karel hat sich mit ein paar Burschen versammelt, um Bozena ein Ständchen zu
bringen, um sie versöhnlich zu stimmen. Karel hüpft durchs Fenster ins
Wohnzimmer und erblickt den Fremden Mann. Da Bozena ihm nicht erklären kann,
dass es ihr Bruder ist, da er ja ein gesetzlich verfolgter ist, denkt Karel,
es sei ihr heimlicher Geliebter. Wütend und von Eifersucht übermannt, lässt
er Bozena von seinem Gefolge verspotten. 2. Teil: Im Garten vor
Bozenas Haus. Die Folgen des Desasters machen sich schon bemerkbar, denn
Kinder, welchen sie immer Obst und Süsses geschenkt hat, dürfen von ihr
nichts mehr annehmen. Jetzt kommt auch noch der Bürgermeister mit dem
schadenfreudigen Boudjela vorbei und macht ihr Vorwürfe wegen dem Fremden im
Haus. Jetzt droht ihr sogar das „Dorfgericht“, ein ungehöriger Brauch, bei
dem man ihr das Hausdach abdecken will, damit die Eltern im Himmel die
Schande sehen können. Jetzt tritt aber Karel dazwischen, wofür Bozena ihm
dankbar ist, aber auf sein erneutes Drängen hin, sie möge ihm verraten, wer
der Fremde sei, schweigt sie wieder und schämt sich, da Karel ihrer Aussage,
ein reines Gewissen zu haben, nicht glaubt. Schmerzvoll muss sie es
hinnehmen, dass Karel sich von ihr abwendet und mit Cilka einen
Hochzeitstermin ausmacht.
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| 3. Akt |
Drei Wochen später wieder auf dem Dorfplatz.
Heute soll die Hochzeit von Karel und Cilka stattfinden. Die beiden sind
aber nicht in einer guten Stimmung, denn Karel ist in Gedanken bei Bozena,
und Cilka hat ein schlechtes Gewissen, weil Jan Burian sich aus Liebeskummer
wegen ihr an einen anderen Ort versetzen lassen will. Als sich die
Hochzeitsgesellschaft zu den Feierlichkeiten in die Kirche begeben will,
erscheint Bozena mit Stojan. Sie wird sehr unfreundlich empfangen, und der
Bürgermeister droht ihr gar, dass alle sich enfernen würden, wenn sie mit
ihrem „Liebsten“ noch länger hier bleibe. Jetzt geht Stojan dazwischen und
gibt sich zu erkennen, denn der Kaiser hat ihn begnadigt. Karel ist erfreut,
die Wahrheit zu hören, doch ist er ja Cilka versprochen. Diese gibt ihn
jedoch frei und gesteht Jan Burian ihre Liebe.
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