| 1.-3. Akt |
Szene
in einer kleinen Hafenstadt am Golf von Neapel. Lidia und Gaetano stehen
kurz vor ihrer Hochzeit. Lidias Vater aber, der habgierige Bürgermeister
Babbeo, ist gegen die Hochzeit und ist nicht bereit, dem Paar seinen Segen
zu geben, denn viel lieber sähe er den reichen Lelio an der Seite seiner
Tochter. Die Hochzeit findet nicht statt, da ein Brief die Ankuft Lelios
ankündigt. Lidias Freundin Stella rät Gaetano, um Hilfe beim
Banditenhauptmann Malandrino zu bitten, da dieser als der Beschützer
bedrängter Liebespaare gilt. Kein Mensch weiss, dass der Edelräuber bereits
als alter Diener verkleidet in dem Städtchen eingetroffen ist, wo er einen
Beutezug plant. Der Zufall will es, dass Malandrino auf Gaetano trifft und
von dessen Schicksal erfährt. Er verspricht ihm sogleich zu helfen. In der
Zwischenzeit hat der Bürgermeister Babbeo den Schulmeister Tondolo an den
Hafen geschickt, wo er Lelio in Empfang nehmen soll. Tondolo wird jedoch auf
dem Weg dorthin ausgeraubt. Malandrino kommt hinzu und hilft ihm und
überredet Tondolo dazu, zusammen mit ihm Lelio auszurauben; das ganze nur so
„zum spass“. Sie rauben also Lelio aus, klauen ihm seinen Geldbeutel und
zwingen ihn zum Kleidertausch. Lelio muss den Rock vom Räuber Malandrino
tragen. Er wird ins Gefängnis gebracht, da Malandrino dem Gemeindediener
Spaccamonti angibt, er selbst sei Lelio und der andere der Räuber. Tondolo
scheint es nicht so ganz wohl zu sein bei dem Spiel, verhält sich aber
unauffällig. In der Gestalt Lelios begibt aich Malandrino zu Babbeo und
empfängt für die Verhaftung des vermeintlichen Räubers das Kopfgeld. Babbeo
glaubt, es stünde nun der Schwiegersohn vor ihm, den er sich gewünscht hat.
Lidia gibt nun vor, mit dem neuen Bräutigam einverstanden zu sein, denn
schliesslich hat ihr Malandrino ja Hilfe versprochen. Stella aber verliebt
sich in den gefangenen Lelio, da sie glaubt, es handle sich um Malandrino,
für den sie schon länger eine Schwäche hat. Malandrino führt am kommenden
Morgen seinen Plan aus, den Liebenden zu helfen und Beute zu machen. Die
Vorbereitungen für die Hochzeit sind in vollem Gange. Da erscheint der
Gemeindeschreiber mit Lelio, welcher nun endlich sagen kann, wer er wirklich
ist, und Malandrino gibt sich darauf zu erkennen. Er richtet eine Pistole
gegen Babbeo und zwingt ihn, der Hochzeit Lidias und Gaetanos zuzustimmen,
überreicht dem Bräutigam die Dukaten, welche er von Lelio und Babbeo geraubt
hat und kümmert sich zudem um das Zusammenkommen von Stella und Lelio.
Währenddessen klauen seien Komplizen den geladenen Gästen Schmuck und Geld.
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