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Josef Bayer (1852-1913)

Geboren wurde Josef Bayer am 6. März 1852 in Wien.
Am Konservatorium studierte er unter anderen bei Anton Bruckner und Josef
Hellmesberger. Später war er Violinist beim Wiener Hofopernorchester. Als Josef
Bayer ab 1883 Hofopernkapellmeister wurde und ab 1885 die Leitung des
Hofopernballets übernahm, begann seine eigentliche musikalische Karriere,
während der er über 20 einaktige Ballette, mehrere Operetten, Tanzszenen und
zahlreiche andere musikalische Werke komponierte. Bekannt wurde Josef Bayer 1888
mit seinem Ballet „Die Puppenfee“, welches anfänglich den Titel „Im Puppenladen“
trug. Es wurde das bekannteste und meistaufgeführte Ballett in Wien zu der Zeit
und fand den Weg auf zahlreiche grosse Bühnen Europas. Noch heute gehört „Die
Puppenfee“ zum Repertoire der Wiener
Staatsoper
und wurde bislang über 800mal aufgeführt. Weitere Werke von Josef Bayer fanden
zwar grossen Anklang und waren beliebt, aber kein anderes war so erfolgreich wie
„Die Puppenfee“. Bayer war ein Freund und Bewunderer von
Johann Strauss Jun. So schrieb er das Ballett „Rund um Wien“, welches
Strauss zu Ehren an dessen goldenem Jubiläum als Dirigent und Komponist im Jahre
1894 an der Hofoper aufgeführt wurde. Ein weiterer Tribut an Strauss war Bayers
Bearbeitung des ersten und einzigen Balletts des Walzerkönigs, „Aschenbrödel“,
welches unvollendet blieb. Josef Bayer starb am 12. März 1913 in Wien.
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