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Im Jahre 1869, nachdem er sich einige Zeit in
Budapest aufgehalten hatte, übernahm Millöcker die Stelle des Kapellmeisters
am Theater an der Wien. Einige Zeit später begann er mit dem Schreiben von
grossen Operetten und hatte riesige Erfolge hauptsächlich mit den Werken
'Die Dubarry', 'Der Bettelstudent',
'Gasparone' und 'Der Feldprediger'.
Leider fanden seine späteren Schöpfungen nicht mehr einen vergleichbaren
Anklang.
Carl Millöcker
verstarb in Baden bei Wien wenige Stunden vor dem Jahrhundertwechsel, am 31.
Dezember 1899, im Todesjahr von Johann Strauss Jun. Sein
Ehrengrab findet man auf dem Wiener Zentralfriedhof
direkt an der Hauptachse beim zweiten Tor.
Millöcker nimmt eine sehr wichtige Stelle ein in
der Geschichte der Operette, war er doch zusammen mit Johann Strauss Jun.
und Franz von Suppé der Vertreter der klassischen goldenen wiener Operette
schlechthin. Er beherrschte eine solide Satzkunst und war sehr begabt im
Schreiben eindringlicher Melodien. „Der Bettelstudent“ ist auch heute noch
eine der am meisten aufgeführten Operetten überhaupt.
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