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Hans Christian Lumbye (1810-1874)


 

Als "Strauss des Nordens" gebührt Hans Christian Lumbye zweifellos ein Platz in der Sammlung der Komponisten von Wiener Musik. Geboren wurde Hans Christian Lumbye am 2. Mai 1810 in Kopenhagen. Kurz darauf zog seine Famile aufs Land, da sein Vater als Offizier nach Jütland und später nach Odense berufen worden war. Bereits mit 14 Jahren spielte Hans Christian Trompete und Violine in einer Militärkapelle. Es ist bekannt, dass er Musik studierte in Randers, aber ein Abschluss des Studiums oder eine sonstige Qualifikation ist nicht bekannt. Im Jahre 1829 kehrte er nach Kopenhagen zurück.

Als im Jahre 1839 eine österreichische Musikkapelle in Kopenhagen gastierte und Musik von Johann Strauss Sen. und Joseph Lanner spielte, war Lumbye davon dermassen angetan, dass er bald darauf sein eigenes Orchester gründete, Strauss'sche und Lanner'sche Werke spielte und damit auch ausser Landes auftrat. Bis dahin war Lumbye keineswegs ein geübter Komponist, was ihn aber nicht daran hinderte, mit dem dänischen Ballettmeister August Bournonville zusammen zu arbeiten und für ihn Ballettmusik zu schreiben. Lumbyes Ansehen und Bekanntheitsgrad stieg besonders stark mit der Eröffnung des weltberühmten Kopenhagener Tivoli Vergnügungsgartens im Jahre 1843, in dem er bis 1872 das Orchester des grossen Ballsaales leitete und auch die Musik dafür komponierte.

Lumbye war kein besonders ehrgeiziger Mensch, aber sein Werkverzeichnis ist dennoch sehr umfangreich (rund 700 Kompositionen!) und bescherte der Bevölkerung über 30 Jahre hinweg musikalischen Hochgenuss. Seine Musik fand den Weg in die weite Welt und besonders auch ins Zentrum der damaligen Unterhaltungsmusik, nach Wien. Dies ist ohnehin nicht abwegig, umfasst Lumbyes Schaffen neben mehreren Orchesterphantasien und 25 Ballettsuiten doch in erster Linie Walzer, Polkas, Märsche, Mazurken und Galoppe. Seine Musik war leichte Kost mit feinen Melodien und lieblichen Passagen, und ähnlich wie Joseph Lanner bediente er sich öfters nicht-musikalischer Effekte wie beispielsweise dem Geräusch eines herausspickenden Champagnerkorkens oder einer sich in Bewegung setzenden Dampfmaschine.

Lumbye prägte wie kein anderer das Genre der Unterhaltungsmusik im nördlichen Europa. Von den 700 Werken wurden 425 als Klavierpartitur publiziert, der grösste Teil vom Komponisten persönlich arrangiert. Zu Unrecht geniesst Lumbye heutzutage ausserhalb Dänemarks keinen grossen Bekanntheitsgrad mehr. Hans Christian Lumbye verstarb 1874 im Alter von 64 Jahren.
 

 
 

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