Google
PlanetVienna Web


 
 Hotels in Wien

 
 
   Über Planet-Vienna
   
   Home
   Historia
   Geographie
      Die Bezirke
 
   In Wort und Bild
    Plätze/Strassen
    Kunst/Kultur
    Kirchen
    Prunkbauten
    Wiener Palais
    Kaffeehäuser
    Beisln/Heurige
    Varia
    Wien Umgebung
    Alt-Wien (Photos)
    Alte Ansichten
    Impressionen
    Vogelperspektive
    Bilderverkauf
     
     
   Architekten
   Musik
  Komponisten
  Operette
  Walzer
  Musikfiles
   
   Die Habsburger
   Wien und der Tod
   Wienerisches
   Reiseinformationen
   Blog
 
  Kontakt
  Partnerseiten
  Sitemap
  Disclaimer

English
   
   
   
   

 


 

<< zurück


Eduard Künneke (1885-1953)


Geboren wurde Eduard Künneke im niederrheinischen Emmerich. An der Musikschule in Berlin war er der Meisterschüler von Max Bruch und schuf mitunter ernste Musik. Er trat oft an die Öffentlichkeit mit seinen Orchesterwerken, Filmmusiken und Liederzyklen und wirkte des öfteren auch als Dirigent und Liedbegleiter bei Schallplattenaufnahmen. Bei der erstmaligen Gesamtaufnahme des zweiten Aktes aus Wagners 'Tannhäuser' war Künneke der Dirigent. Künnekes Ziel war es, ein Opernkomponist zu werden. Aus diesem Genre schuf er zwei Werke: 'Robins Ende' (1909) und 'Coeur As' (1913). Der Erfolg blieb jedoch aus.

Während seines Amtes als Kapellmeister in Berlin erlebte Künneke die Erfolge der Operettenkomponisten Berthe ('Das Dreimäderlhaus'), Jessel ('Schwarzwaldmädel') und Kollos ('Drei alte Schachteln'). Die bekannten Operettentexter Haller und Rideamus wurden auf Künnekes Talent aufmerksam und förderten ihn im Operettengenre. 'Der Vetter aus Dingsda', dessen Uraufführung im Jahre 1921 erfolgte, war ein Welterfolg. Es folgte die Übersetzung in mehrere Sprachen. Musikwissenschafter plazierten das Werk zwischen Operette und intimer Musikkomödie. Die endgültige Bezeichnung war eine „Operette in intimem Rahmen“. Seine weiteren Bühnenwerke verzeichneten keinen vergleichbaren Erfolg mehr, jedoch konnten sich einige Ohrwürmer durchsetzen, welche auch heute noch oft zu hören sind.

Künneke selber war es unangenehm, stets in Verbindung mit dem 'Vetter aus Dingsda' als Operettenkomponist abgestempelt zu werden. Er mochte diese Bezeichnung nicht, da er sich nicht als Operettenkomponist sah. In seinen Werken verwendete Künneke als einer der ersten seienr Zeit nicht die üblichen musikalischen Formen wie Walzer und Polka, sondern vermehrt Tango, Slowfox und andere neumodische Tanzformen.

Künnekes Frau, die Sängerin Katarina Garden, war eine halbarische. Das bereitete ihm in der Nazizeit einige Unannehmlichkeiten, weil er dadurch als „jüdisch versippt“ galt. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren Musikschaffende wie Künneke kaum mehr gefragt. Das Musical und der Film haben die Operette verdrängt. Eduard Künneke verstarb am 27. Oktober 1953 im Alter von 68 Jahren in Berlin.

 

 

© 2003-2013 Planet-Vienna, Zurich, Switzerland, webmaster (at) planet-vienna.com