Fritz Kreisler wurde am 2.
Februar 1875 in Wien geboren. Er besuchte ebenda das Konservatorium und war
Schüler von Joseph Hellmesberger und Anton Bruckner. Später lernte er noch eine
Zeit lang am Pariser Conservatoire, bevor er als Dreizehnjähriger in die
Vereinigten Staaten von Amerika auf Konzerttournee ging und als Violinist sehr
erfolgreich und gefeiert war. Vorerst kehrte er wieder nach Europa zurück,
studierte Medizin und Kunstgeschichte und wurde Offizier. Darauf widmete er sich
jedoch wieder der Musik und gab Konzerte.
Sein Violinspiel war derart virtuos und die Melodien, die er damit
herbeizauberte, derart lieblich und schön, dass er bald auf der ganzen Welt als
Missionar der Wiener Musik galt. Musikgeschichtlich war Kreisler der letzte
Violinvirtuose der Romantik. Er hat oft Werke im Stil des 17. und 18. Jrh.
gespielt, von denen er vorerst behauptete, es seien Arrangemente von damals.
Später aber verriet er der Welt, dass es seine eigenen Kompositionen waren. Er
löste dadurch die "Vivaldi-Renaissance" aus. Fritz Kreisler schrieb neben
Kadenzen und Werken im alten Stil auch zwei Wiener Operetten: 'Apfelblüten' von
1919 und 'Sissy' von 1932. Die Melodien daraus sind sehr wienerisch. Besonders
berühmt geworden ist die Doppelkomposition "Liebesfreud" und "Liebesleid". Fritz
Kreisler verstarb am 29. Januar 1962 in New York.
"Ich glaube, das Glück hält mich heute im Arm"
aus der Operette "Sissy"