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Karl (Karel) Komzák (1850-1905)

Am 8. November 1850 wurde Karel Komzak in Prag
geboren. Sein Vater, Karel Komzak der ältere, unterrichtete seinen Sohn
schon früh in der Musik, bevor dieser mit elf Jahren sein Studium des
Geigenspiels, der Musiktheorie und des Dirigierens begann. Im Jahre 1869
trat er in Linz dem Orchester des 11. Regiments bei, welches seinem Vater
unterstand. Hier spielte er Geige und Bariton.
Während dieser
zweieinhalbjährigen Tätigkeit hatte Karel Komzak die Gelegenheit, sich
Beim Linzer Theaterorchester im Dirigieren zu üben. Im Jahre 1871 wurde
eine Dirigentenstelle im 7. Infanterieregiment frei, welche Komzak mit
21 Jahren in Innsbruck besetzen konnte. In dieser Zeit lernte Komzak die
tiroler Volksmusik kennen, was seine Chorwerke stark beeinflusste, die
er für die Innsbrucker Liedertafel schrieb, bei der er selber der
Chorleiter war. Schon länger war es ein Wunsch Komzaks, im Zentrum des
musischen Schaffens, in Wien, tätig zu sein. Dieses Verlangen wurde
letztendlich gestillt, als Komzak im Jahre 1882 nach Wien berufen wurde,
um die Leitung des 84. Infanterieregiments zu übernehmen.
In dieser Zeit wuchs seine Popularität und reichte alsbald bis weit über
die österreichischen Landesgrenzen hinaus. Die Gründe dazu lagen nicht
zuletzt in seiner sympathischen Ausstrahlung, freundlichen Natur und in
seiner energiegeladenen Art zu dirigieren. In Wien war Komzak ein
Liebling der Bevölkerung, welche in ihm einen der führenden
Militärkomponisten sah.
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Komzak trug viel zur Entwicklung der österreichischen Militärmusik bei,
indem er hierzu Streichinstrumente einsetzte, was ja für Militärmusik
unüblich war. Seine Militärkapelle bestand mitunter aus 14 Geigen, was
in der damaligen Zeit einem richtigen Konzertorchester gleich kam. Wenn
Komzak auf Reisen war mit seiner Kapelle, erntete er stets grossen
Beifall.
1892 gab Komzak aus gesundheitlichen Gründen sein Amt beim Regiment auf und
zog in die Kurstadt Baden, wo er die Leitung des Kurorchesters übernahm. Noch im gleichen Jahr gab er in Wien ein
Abscheidskonzert mit seinem vorherigen Regimentsorchester, welches nach Mostar
in Herzegowina verlegt werden sollte.
1892 gab Komzak aus gesundheitlichen Gründen sein Amt beim Regiment auf und
zog in die Kurstadt Baden, wo er die Leitung des Kurorchesters übernahm.
Noch im gleichen Jahr gab er in Wien ein Abscheidskonzert mit seinem
vorherigen Regimentsorchester, welches nach Mostar in Herzegowina verlegt
werden sollte. Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1896
verbrachte er die Wintermonate stets in Mostar bei seinem Regiment und
kehrte jeweils im Frühling nach Baden zurück, um während der Kursaison
das Orchester zu führen. Aus dieser Zeit stammt mitunter sein grosser
Konzertwalzer „An der schönen grünen Narenta“.
Der Höhepunkt seiner Karriere dürften die zahlreichen Konzerte gewesen
sein, die Komzak gab mit dem Wiener Farben Orchester an der
Weltausstellung in St. Louis / Missouri im Jahre 1904. Die Kritik war
sehr glänzend. |
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Nur sechs Monate nach seiner Rückkehr, ereilte Komzak am Ostersonntag
1905 ein tragischer Tod, als er am Bahnhof von Baden versuchte, auf einen
abfahrenden Zug zu springen und dabei unter dessen Räder geriet. Er wurde
auf dem örtlichen Friedhof in Baden beigesetzt. Im folgenden November
überführte man seine sterblichen Reste auf den Wiener
Zentralfriedhof,
wo er einen ehrwürdigen Platz fand in der Gruppe der Ehrengräber gleich im
Umfeld derjeniger von Strauss und Beethoven. Auf seinem Grabstein, den man
1907 errichtete, ist Komzak mit einem Dirigierstab in der Hand zu sehen (s.
Bild).
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Seine Werke
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