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Op.1 |
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Op.2 |
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Op.3 |
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Op.3 |
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Op.4 |
Mille fleurs-Polka
Im Sommer des Jahres 1855 weilte Johann Strauss in Bad Gastein, weshalb
Josef in der Zeit die Leitung des Strauss-Orchesters übernahm. Das sich
der Erholungsurlaub Johanns bis in den September hinzog, musste Josef
für die obligaten Novitäten für die traditionelle Hernalser Kirchweih im
August 1855 in Ungers Casino sorgen. Für die Uraufführung der Mille
fleurs-Polka wählte Josef Strauss das Gartenfest am 27. August, welches
im Rahmen der Kirchweih stattfand. Laut Zeitungsberichten dürfte dieses
Fest von einem hefitgen Unwetter heimgesucht worden sein, denn Anfang
September lud Unger zu einer konzertantischen Aufführung der Novitäten.
Die Polka muss grossen Anklang gefunden haben. Im Februar 1856 wurde sie
publiziert, doch überdauerte nur die Klavierpartitur die Zeit bis heute.
Die Polka wurde für Orchester neu verfasst.
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Op.5 |
Flinserln, Walzer
Der Walzer wurde für die Feier des
Hernalser Kirchtages am 27. August in Ungers Casino komponiert. Unter
dem Begriff „Flinserln“ verstand man in Wien eine Art Pailletten, welche
oft an Kostümen und auch als normaler Schmuck verwendet wurden. Der
Walzer fand stürmischen Beifall und musste wiederholt werden.
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Op.6 |
Tarantel-Polka
Für Josef Strauss war das Jahr 1855 entscheidend für seine Laufbahn. In
jenem Sommer wurde klar, dass er seine Pläne, Ingenieur zu werden,
ablegen und ins Musikgeschäft einsteigen würde, denn Bruder Johann
weilte in Pawlowsk, und Josef musste dauerhaft einspringen und die
Kapelle leiten. Die Tarantel-Polka schrieb Josef Strauss für ein Konzert
in Ungers Casino am 12. August 1855. Das flotte Werk fand wohl Anklang.
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Op.7 |
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Op.8 |
Bachanten-Quadrille
Das Datum der Erstaufführung dieser sehr frühen Komposition ist nicht
bekannt, aber man kann davon ausgehen, dass sie in der Zeit zwischen
Herbst 1855 und Karneval 1856 erfolgte. Als Aufführungsort kommt in
erster Linie das Etablissement Sperl in Frage, da dort die so genannten
„bacchantischen“ Tanzfeste abgehalten wurden. Josef Strauss’ Quadrille
hielt sich mehrere Jahre im Repertoire der Strauss-Kapelle.
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Op.9 |
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Op.10 |
Bauern-Polka, Mazurka
Dieses frühe Werk stammt aus der
Zeit, als Josef Strauss in der Entscheidungsphase war, ob er gänzlich
zum Musikgeschäft seines Bruders Johann übertreten will. Vorerst
betrachtete er sich allerdings nur als Dirigent ad interim. Im Sommer
1855 entschied er sich für die Musik. Publiziert wurde die Bauern-Polka
im April 1856.
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Op.11 |
Rendezvous-Quadrille
Die Quadrille wurde für den Fasching
des Jahres 1856 komponiert. Der Verleger Haslinger druckte allerdings
nicht die Originalpartitur von Josef Strauss, sondern das Arrangement
für ein kleines Orchester von Karl Fux. Die Originalpartitur ist leider
verschollen. Nach der Saison hielt sich das Werk noch einige Monate im
Repertoire, musste jedoch allmählich den laufenden Novitäten Platz
machen.
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Op.12 |
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Op.13 |
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Op.14 |
Avantgarde, Marsch
Als Johann Strauss sich in Pawlowsk aufhielt, übernahm Josef während der
Sommersaison die Leitung der Strauss-Kapelle. So spielte er am 23. April
1856 erstmals „Grossen Zeisig“, dem Stammlokal der Strauss-Brüder, seinen
Avantgarde-Marsch, ein Marsch, welcher wie ein typischer k.u.k. Armee-Marsch
konzipiert war. Josef Strauss war bestimmt kein Meister im Komponieren von
Märschen, aber dennoch war das Werk ein grosser Erfolg und musste mehrmals
wiederholt werden.
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Op.15 |
Titi-Polka
Namensgeber dieser Polka war ein
Magier, welcher „Titi“ genannt wurde. Die Polka wurde am 4. mai 1856 in
Ungers Casino erstmals aufgeführt und hielt sich längere Zeit im
Programm.
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Op.16 |
Die Vorgeiger, Walzer
Es war im alten Wien üblich, dass der Leiter der Musikkapelle seine
Musiker mit der Geige dirigierte, als „Vorgeiger“. Josef Strauss konnte
jedoch nicht Geige spielen und musste das Orchester seines Bruders
anfangs mit dem Dirigierstab leiten. Es stellte sich heraus, dass er
künftig öfters als Vertretung Johanns einspringen wird, weshalb Josef
Strauss schnell Geige spielen lernte. Für sein Debut als Vorgeiger am
23. April 1856 im „Grossen Zeisig“ hat Josef Strauss diesen beliebten
Walzer geschrieben.
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Op.17 |
Maiblümchen, Mazurka
Für ein Konzert in Ungers Casino am
27. April 1856 stand diese Mazurka auf dem Programm. Da jedoch kein
Zeitungsbericht vorhanden ist, welcher über das Konzert berichtete, kann
nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob das Werk tatsächlich gespielt
wurde. Erst der Bericht über ein Frühlingskonzert im Volksgarten am 13.
Mai 1856 erwähnt die offenbar stark bejubelte Mazurka, bezeichnet sie
allerdings mit „Maiblüthen“.
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Op.18 |
Wiegenlieder, Walzer
Für die bevorstehende Geburt des
zweiten Kindes des Kaiserpaares im Jahre 1856 hatte Josef Strauss einen
Walzer vorbereitet mit dem Titel „Schlummerlieder“. Nachdem im Juli die
glückliche Geburt verkündet worden war, wurde am 15. Juli im Volksgarten
ein Festkonzert veranstaltet, bei dem Josef Strauss den neuen Walzer
aufgespielte. Der neue Name lautete „Wiegenlieder“. Die Komposition
wurde überaus begeistert aufgenommen.
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Op.19 |
Lust-Lager-Polka
Am 2. Juni 1856 fand in der Bierhalle Fünfhaus ein Ball statt unter dem
Motto „Bisamberger Lustlager“. Am Bisamberg entstand in jenem Jahr ein
Übungsgelände für die k.u.k. Armee. Aus diesem Grund wurden am Rande
Verkaufsstände und Buden aufgestellt, worauf sich bald buntes Treiben
einstellte. Dieses „Lust-Lager“ wurde zu einem Anziehungspunkt der
Bevölkerung aus der Stadt. Josef Strauss schrieb diese Polka für das
genannte Fest in der Bierhalle und führte es da zum ersten Mal auf.
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Op.20 |
Schottischer Tanz
Der „Schottisch“ ist eine Tanzform, die sich aus der Eccosaise entwickelt
hat, welche in Wien hauptsächlich in Schubert und Beethoven ihre Vertreter
gefunden hat. Josef Strauss hat die Tanzform mit diesem Opus aufgegriffen
und am 22. Juli 1856 im Volksgarten uraufgeführt.
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Op.21 |
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Op.22 |
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Op.23 |
Joujou-Polka
Dieses frühe Werk des Komponisten
entstand für ein Konzert in Ungers Casino am 6. Juli 1856. Offenbar
wurde die verspielte Polka begeistert aufgenommen, da sie im selben Jahr
regelmässig auf dem Programm stand.
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Op.24 |
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Op.25 |
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Op.26 |
Die guten, alten Zeiten, Walzer
Anfang August 1856 veranstaltete
Josef Strauss im Sperl ein Fest, welches im Zeichen der Erinnerung an
seinen Vater Johann Strauss der Ältere und an den Vater des Wiener
Walzers, Joseph Lanner, stand. Eigens für diesen Anlass komponierte er
einen Walzer mit dem passenden Namen „Die guten, alten Zeiten“. Aus der
Presse ist zu entnehmen, dass das Fest trotz einsetzenden Regens ein
Erfolg war und Josef Strauss’ Walzer höchste Begeisterung hervorrief und
wiederholt werden musste. Der Walzer ist eines der Hauptwerke des
Komponisten.
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Op.27 |
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Op.28 |
Sylphide, Polka, Op.28
Eine Sylphide bezeichnet einen
weiblichen Luftgeist, steht aber auch für ein anmutiges Mädchen. Ein
solches kam auch in dem Singspiel „Sylphide, das Seefräulein“ vor, von
deren Hauptdarstellerin Josef Strauss sich wohl hat inspirieren lassen
bei der Komposition dieser Polka, welche am 8. November 1856 im Sperl
mit grossem Anklang erstmals aufgeführt wurde.
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Op.29 |
Die Veteranen
Zum 90. Geburtstag des Feldmarschall
Graf Radetzky lud dieser am 18. November 1856 zu einem grossen Fest im
Sperl. An diesem Abend war ein reichhaltiges Musikprogramm angesagt, zu
dem die Komposition von Josef Strauss die einzig militärische sein
sollte. Unter den Gästen waren zahlreiche ehemalige Soldaten, welche
unter Radetzky ihren Dienst verrichtet hatten. Neben dem Feldmarschall
war Josef Strauss’ Walzer diesen Gästen gewidmet.
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Op.30 |
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Op.31 |
Herzbleamerl
Was Josef Strauss auf die Idee dieses
eher ungewöhnlichen Titels gebracht hat, ist nicht bekannt. Die
Uraufführung ist zwar nirgends konkret festgehalten, laut
Zeitungsberichten jedoch kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass
diese an einem Benefizball der Strauss-Brüder am 16. Februar 1857
stattgefunden hat.
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Op.32 |
Dioscuren-Quadrille
An einem Benefizball am 16. Februar
1857 im Sofiensaal konzertierte Josef Strauss gemeinsam mit seinem
Bruder Johann. Für diesen Abend hatte er unter anderem die
Dioscouren-Quadrille vorbereitet. Was Josef Strauss veranlasste, die
Quadrille so zu nennen, ist nicht bekannt. „Dioscuren“ ist die
Bezeichnung für Zeus’ Zwillingssöhne Castor und Pollux. Gleichsam steht
der Begriff für ein unzertrennliches Freundespaar.
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Op.33 |
Masken-Polka
Für ein Benefiz-Konzert im Sperl am
23. Februar 1857 komponierte Josef Strauss diese Polka. Sie erschien im
folgenden Sommer als Druckausgabe beim Verleger Haslinger.
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Op.34 |
Mai-Rosen, Walzer
Josef Strauss hat diesen Walzer im Frühling des Jahres 1857 für ein Maifest
im Volksgarten geschrieben. Allerdings kam das Werk bereits am 10. Mai, zwei
Tage vor dem Anlass im Volksgarten, in Ungers Kasino zur Aufführung. Dennoch
wurde es im Volksgarten als Novität angepriesen.
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Op.35 |
Une Pensée, Mazurka
Nachdem die liebliche Polka am
Blumenfest vom 26. Mai 1857 im Volksgarten zum ersten Mal gespielt
worden war, blieb sie für den Rest der Saison im Repertoire, da sie dem
Publikum sehr gut gefallen hat.
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Op.36 |
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Op.37 |
Csikos-Quadrille
Diese Quadrille war ein Widmungswerk
für die Ungarischen Reiter aus der Puszta, denn ein Csikós ist übersetzt
etwas so was wie ein Pferdehirte. Demzufolge weist die Musik in der
Quadrille unverkennbar ungarische Züge auf. Die Uraufführung der
Quadrille erfolgte am 31. Mai 1857 bei einem Konzert in Ungers Casino.
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Op.38 |
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Op.39 |
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Op.40 |
La Simplicité, Polka
Die Polka hat Josef Strauss am 26.
Juli 1857 bei einem Nachmittagskonzert zum ersten Mal gespielt. Obwohl
das Stück voller Liebreiz ist, fand es kaum Beachtung.
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Op.41 |
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Op.42 |
La chevalersque, Mazurka
Die Mazurka war ein Teil von Josef
Strauss’ Kompositionen der Sommerreihe 1857. das Datum der Uraufführung
ist nicht mit Sicherheit zu nennen. Mit „La chevaleresque“, was
übersetzt soviel heisst wie „Die Ritterliche“, dürfte Josef Strauss
seine Ehefrau Caroline Pruckmayer gemeint haben, welche er im selben
Jahr geheiratet hatte.
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Op.43 |
Steeplechease-Polka
Der Begriff „Steeple Chease“ stammt aus dem Pferdesport und bezeichnet
wörtlich das Jagen nach einem Kirchturm. Hierbei galt es,
unterschiedliche Hindernisse zu bewältigen, wobei als Orientierungspunkt
ein Kirchturm (engl. Steeple) im Visier gehalten wird, auf welchen der
Reiter hinzielt. Josef Strauss dürfte sich vermehrt an solchen Anlässen
aufgehalten haben, da er bekanntlich einen Hang zum Pferdesport hatte.
Die flotte Polka wurde am 31. August 1857 an der Kirchweih in Ungers
Kasino uraufgeführt, fand grossen Zuspruch und musste mehrmals
wiederholt werden.
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Op.44 |
Fünf Kleeblad’ln, Walzer
Für die traditionelle Kirchweihfeier in Ungers Kasino, welche im Jahre 1857
am 31. August im Rahmen eines Balles mit rund 2000 Gästen abgehalten wurde,
hat Josef Strauss diesen Walzer geschrieben. Die ländlerähnliche Komposition
erhielt grossen Beifall und musste wiederholt werden.
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Op.45 |
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Op.46 |
Musen-Quadrille
Josef Strauss hat die Quadrille für
den Künstlerball im Sperl am 18. Januar 1858 geschrieben. Sein Bruder
Johann hat parallel für einen weiteren Künstlerball seine
„Künstler-Quadrille“ geschrieben, welche im Gegensatz zu Josefs
Komposition ausschliesslich Motive aus den Werken berühmter europäischer
Komponisten umfasste. Josef Strauss benutzte jedoch nur eigene Melodien.
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Op.47 |
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Op.48 |
Harlekin-Polka
Vermutlich erklang die lebhafte Polka
erstmals an einem Benefizball am 8. Februar 1858 im Sofiensaal. Johann
Strauss nahm die Komposition mit sich nach Pawlowsk im Sommer desselben
Jahres und spielte sie dort vor, jedoch mit dem Titel „Harlequin-Galopp“.
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Op.49 |
Die Amazone, Mazurka
Josef Strauss hat mehreren seiner
Kompositionen Titel gegeben, bei welchen weibliche Cahrakteren Pate
standen. Eine Amazone bezeichnet in der griechischen Mythologie eine
kriegerisch gesinnte Frauengestalt, in der Neuzeit aber auch eine
selbstbewusste, emanzipierte Frau. Eine solche ist auch auf der
Titelseite der Klavierausgabe abgebildet. Im Fasching 1858 kam das Werk
erstmals zur Aufführung.
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Op.50 |
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Op.51 |
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Op.52 |
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Op.53 |
Defilir-Marsch
Josef Strauss hatte mit dem Militär
nichts zu tun, und er lehnte es auch konkret ab. Dennoch ergab es sich
des öfteren, dass die Strauss-Kapelle mit einer Militärkapelle an der
Seite auftrat und die beiden Ensembles abwechslungsweise ihre Stücke zum
besten gaben. Zu solch einer Gelegenheit schrieb Josef Strauss die
Defilir-Polka, welche am 6. Juni 1858 bei einem Konzert in Ungers Casino
aufgespielt wurde. Die Strauss-Kapelle konzertierte zusammen mit der
Regimentskapelle von Joseph Kovacs. Der Marsch fand sehr grossen
Anklang.
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Op.54 |
Flora, Mazurka
Die Mazurka erklang erstmals an einem gut besuchten Volksgartenfest am
22. Juni 1858. Gemäss dem Titelblatt der Klavierpartitur, welches ein
Bouquet aus Halmen und Blumen zeigt, hat sich der Komponist von der
Pflanzenwelt zur Namensgebung inspirieren lassen.
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Op.55 |
Bon-Bon-Polka
Die Uraufführung dieser Polka hätte
bereits im Frühling 1858 in Ungers Casino stattfinden sollen, aber wegen
einer dauerhaften Schlechtwetterperiode wurde dies stets verschoben. An
einem Sonntagskonzert des 6. Juni gleichen Jahres erklang sie endlich
zum ersten Mal. Die lebhafte Polka blieb zwar den ganzen Sommer über im
Programm, geriet später aber dennoch in Vergessenheit.
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Op.56 |
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Op.57 |
Moulinet-Polka
Übersetzt heisst Moulinet in etwa
„kleine Mühle“. Josef Strauss hat sich beim Schreiben dieser Polka an
einem kontinuierlich sich drehenden Mühlenrad orientiert, und dieses
Bild bekommt der Zuhörer auch vermittelt. Am 25. Juli 1858 erklang die
Moulinet-Polka erstmals in Ungers Casino. Als Vertreter seine Bruders
Johann, der zu dem Zeitpunkt in Pawlowsk engagiert war, hatte Josef
Strauss die Gelegenheit, die Moulinet-Polka am Hof in Schönbrunn
vorzutragen. Da erntete sie laut Zeitungsberichten grösstes Lob, genauso
wie in Ungers Casino.
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Op.58 |
Bivouac-Quadrille
Die regen kriegerischen Aktivitäten
in der Mitte des 19. Jrh. in Europa zogen verständlicherweise die
Begebenheit nach sich, dass sich im Raum Wien an mehreren Orten das
Militär niederliess und seine Lager aufschlug. Diese Lager wurden „Bivouacs“
genannt. Die Lager dienten in lockeren Zeiten nicht selten als Ort
bunten Treibens mit Spiel, Tanz und sogar Marktständen. Um diesen
Gepflogenheiten eine Widmung darzubringen, komponierte Josef Strauss die
Bivouac-Quadrille, welche am 6. Juli 1858 an einem Fest im Volksgarten
uraufgeführt wurde.
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Op.59 |
Österreichischer Kronprinzen-Marsch
Als Kaiserin Elisabeth am 21. August
1858 in Schloss Laxenburg den ersehnten Kronprinzen zur Welt brachte,
jubelte das Volk. Josef Strauss packte diese Gelegenheit beim Schopf und
komponierte diesen Huldigungsmarsch. Er wollte das Stück allerdings
bereits am 31. August im Volksgarten erstmals spielen, hatte aber daher
keine Zeit, beim Hof die Erlaubnis für eine Widmung zu beantragen. Um
dies zu umgehen, vermerkte er die Widmung “Dem Officierscorps des k.k.
Linien-Infanterie-Regiments Nr.19, Kronprinz Rudolph“ (Kaiser Franz
Josef hatte dem Jungen kurz nach dessen Geburt den Titel des Obersten
des genannten Regiments verliehen). So konnte er die Beantragung bei
höchster Instanz umgehen und das Werk dennoch dem Kornprinzen widmen.
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Op.60 |
Laxenburger Polka
Als sich Kaiserin Elisabeth im Sommer
1858 nach Schloss Laxenburg zurückgezogen hatte, um die Geburt ihres
dritten Kindes, des künftigen Kronprinzen Rudolf, zu erwarten, galt das
ganze Interesse der Wiener Bevölkerung dem Schloss ausserhalb der Stadt.
Dies nahm Josef Strauss als Anlass zur Komposition der Laxenburger
Polka. Die Uraufführung erfolgte am 30. August 1858 in Ungers Casino.
Die Polka war beliebt und hielt sich lange im Repertoire der
Strauss-Konzerte.
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Op.61 |
Wiener Kinder, Walzer
Zeitungsberichten zufolge schrieb
Josef Strauss den Walzer „Wiener Kinder“ nach einer Aufforderung des
Kaiserhauses, nachdem er in Schönbrunn erfolgreich ein Hofkonzert
gegeben hatte anstelle seines Bruders Johann, welcher die Saison im
Russischen Pawlowsk verbrachte. Die Uraufführung des Walzers fand am 17.
August 1858 bei einem Fest im Volksgarten statt. Das Stück wurde mit
Beifall aufgenommen und blieb die kommenden Monate fester Bestandteil
des Repertoires.
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Op.62 |
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Op.63 |
Waldröslein, Mazurka
Josef Strauss hat diese liebliche
Mazurka am 25. September 1858 im Volksgarten dem Wiener Volk erstmals
präsentiert. Es war eines von zahlreichen Werken des Komponisten,
welches einen Blumentitel trug.
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Op.64 |
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Op.65 |
Caprice-Quadrille
Die Caprice-Quadrille wurde von Haslinger zur Karnevalszeit 1859
veröffentlicht, obwohl die beiden Kompositionen aus dem Vorjahr stammten.
Die Quadrille erhielt gute Kritik und fand beim Publikum ordentlichen
Anklang.
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Op.66 |
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Op.67 |
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Op.68 |
Soll und Haben, Walzer
Nachdem sich die wirtschaftliche Lage im Kaiserreich wieder erholt
hatte, waren die Gewerbetreibenden wieder bereit zu feiern. So lud der
Handelsstand im Karneval zu einem Ball im Sperl, dessen musikalische
Leitung Johann Strauss hatte. Ein weiterer „Handels-Elite-Ball“ wurde am
21. Februar selben Jahres im Sofiensaal gegeben. Diesmal leitete Josef
Strauss die Musik. Sein Widmungswerk, der Walzer mit dem passenden
kaufmännischen Titel „Soll und Haben“, erhielt gute Kritiken. Der
Verleger Haslinger veröffentlichte den Walzer neben seinem Haupttitel
mit dem Zweittitel „Handels-Elite-Ball-Tänze“.
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Op.69 |
Saus und Braus, Polka
Die sehr lebhafte Polka hat Josef Strauss eigens für einen Ball
geschrieben, welcher am 19. Januar 1859 in Schwenders Etablissement
stattfand. Offenbar erhielt die Polka grossen Beifall, denn an den
folgenden Bällen wurde sie stets aufgeführt. Im August selben Jahres
erschien die Komposition im Druck.
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Op.70 |
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Op.71 |
Schwert und Leyer, Walzer
Die Walzerkomposition entstand kurz
nachdem die österreichischen Truppen bei ihrem Italienfeldzug eine
Niederlage gegen das Piemont erlitten hatten. Die Bevölkerung war daher
unzufrieden und hegte gar auf ihren Kaiser Franz Joseph einen Groll. Der
Walzer erklang zum ersten Mal an einer Nachfeier dessen Geburtstages.
Das Fest wurde am 26. August 1859 im Volksgarten abgehalten. Der Walzer
erntete grossen Applaus und war so erfolgreich, dass er wiederholt
werden musste und sich in den Programmen künftiger Konzerte hielt.
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Op.72 |
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Op.73 |
Sympathie, Mazurka
Die Mazurka erklang erstmals am 23. Oktober 1859 in Ungers Kasino, obwohl
die offizielle Uraufführung am 30. Oktober im Volksgarten geplant war. Diese
Mazurka drückt eine Schwermütigkeit aus, wie sie Josef Strauss in einigen
seiner Kompositionen anwendet. Sein Bruder Johann soll später gesagt haben,
dass in dieser Weise zu komponieren, Josefs ganze Seele lag.
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Op.74 |
Elfen-Polka
Nach der von Österreich verlorenen
Schlacht bei Solferino in Norditalien im Jahre 1859 war die Stimmung in
Wien bedrückt, und niemand hatte Lust auf Vergnügen und Tanz. Diesem zum
Trotz organisierte der Hausherr von Ungers Casino, Franz Unger, in
seinem Etablissement ein Fest mit dem Thema „Heiter auch in ernster
Zeit“. Für diesen Anlass schrieb Josef Strauss die Elfen-Polka, welche
auch in den folgenden Monaten noch öfter erklang.
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Op.75 |
Sturm-Polka
Diese Polka entstand aufgrund der politischen Situation im Frühling
1859. die österreichischen Truppen trafen in der Lombardei auf die mit
Italien verbündeten Franzosen und wurden zur Kapitulation gezwungen.
Kaiser Franz Joseph musste dem Frieden zustimmen und die Lombardei mit
ihrer Hauptstadt Mailand aufgeben. Der Schock sass in Österreich tief,
und man war nicht in Feststimmung. Das genaue Datum der Uraufführung der
Sturm-Polka ist nicht bekannt, aber die stand auf dem Programm, als der
Kaiser am 26. August 1859 mit Verspätung im Volksgarten seinen 29.
Geburtstag feierte. Berichten zufolge wurde die Polka mit höchster
Begeisterung aufgenommen und musste mehrmals wiederholt werden.
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Op.76 |
Adamira-Polka
Die Polka entstand im Fasching des
Jahres 1860. Über das Datum und den Ort der Uraufführung ist nichts
überliefert. Es wird auf jeden Fall ein Anlass in jenem Fasching gewesen
sein.
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Op.77 |
Die Naive, Polka
Die Uraufführung dieser Polka erfolgte am 20. Juli 1859 an einem Annen-Fest
in Ungers Casino und war den ganzen Sommer über immer wieder im Programm zu
finden. Daher ist davon auszugehen, dass die Polka beim Publikum Anklang
fand. Dennoch geriet das schlichte Werk später in Vergessenheit.
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Op.78 |
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Op.79 |
Waldbleamln, Ländler
Durch diesen Ländler im Walzerstil setzte Josef Strauss eine
Tradition fort, welche sein Vater bereits pflegte, nämlich jeweils für
das Kirchweihfest in Ungers Kasino eine ländlerartige Komposition
beizusteuern. Als Gegenstück zu seines Vaters „Feldbleamln“ aus dem
Jahre 1847 schrieb Josef Strauss für das Kirchweihfest vom 29. August
1859 den Waldbleamln-Ländler.
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Op.80 |
Stegreif-Quadrille
Die Quadrille hat Josef Strauss für ein Fest im Volksgarten geschrieben,
welches für den 15. Juli 1859 angekündigt war. Es liegen jedoch keine
Aufzeichnungen über den Verlauf und das Programm des Festes vor, weshalb
nicht belegt ist, ob die Quadrille auch wirklich gespielt wurde. Da sie
aber in den Folgemonaten immer wieder aufgeführt wurde, ist davon
auszugehen, dass sie auch ihre geplante Uraufführung an dem besagten
Fest erlebt hat. Der Titel lässt vermuten, dass Josef Strauss die
Quadrille spontan und in kürzester Zeit zu Blatte gebracht hat.
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Op.81 |
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Op.82 |
Euterpe, Mazurka
Diese Mazurka erklang zum ersten Mal
am Künstlerball im Sperl am 22. Januar 1860. „Euterpe“ ist der Name der
griechischen Göttin der lyrischen Poesie und des lyrischen Gesangs. Das
Werk erfreute sich grosser Beliebtheit und erklang noch oft in den
folgenden Monaten. Dann aber fand es den Weg ins Archiv und geriet in
Vergessenheit.
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Op.83 |
Figaro-Polka
Anlass zur Namensgebung dieser Polka
war die satirische Zeitschrift „Figaro“, welche wöchentlich erschien und
sich einer grossen Leserschaft erfreute. Das Werk erklang erstmals an
einem grossen Benefizball des Strauss-Brüder am 13. Februar 1860 im
Sofiensaal.
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Op.84 |
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Op.85 |
Die Zufälligen, Walzer
Der Walzer entstand im Fasching
1860 und erklang offiziell erstmals am 13. Februar 1860 im Sofiensaal.
Das Publikum war begeistert, und der Walzer blieb noch das ganze Jahr
über im Programm. Über die Hintergründe der Namensgebung lässt sich nur
spekulieren.
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Op.86 |
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Op.87 |
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Op.88 |
Immergrün, Mazurka
Josef Strauss hat diese Mazurka für das Blumenfest geschrieben, welches
am 19. Juni 1860 im Volksgarten stattfand. Es ist eine von zahlreichen
Kompositionen, für die sich der Meister von einem Blumenmotiv
inspirieren liess. Hier war es die Pflanze „Vinca Minor“, das so
genannte „Gemeine Immergrün“, welches auch das Titelblatt der
Klavierausgabe ziert.
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Op.89 |
Mignon-Polka
Die kleine Polka erklang zum ersten
Mal am 3. Juli 1860 im Volksgarten im Rahmen eines Benefizkonzertes.
Inspiriert haben dürfte sich der Komponist von dem jungen Mädchen
Mignon, einer Figur aus Goethes Roman „Wilhelm Meister“.
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Op.90 |
Gruss an München, Polka
Als im August 1860 die neue
Eisenbahnlinie von Wien nach München eröffnet wurde, organisierte man in
Wien am 15. August 1860 einen grossen Festanlass im Augarten, welcher
hiermit erstmals für eine solche Veranstaltung freigegeben wurde. Die
Polka verschwand jedoch sehr bald wieder in den Regalen und wurde
vergessen.
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Op.91 |
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Op.92 |
Turner-Quadrille
Nach 1848 fand die Turnerbewegung
ihren Weg nach Wien. Die Bevölkerung fand Gefallen an Bewegung und
sportlicher Betätigung. Im vergnügungssüchtigen Wien wurde natürlich
auch für dieses Thema eine Reihe von Festivitäten organisiert. So fand
im Sommer 1866 ein Turnerfest statt, für welches Josef Strauss
vermutlich diese Quadrille komponiert hat. Die Daten des Festes, an dem
die Quadrille uraufgeführt wurde, sind nicht mit Sicherheit
festgestellt. Man weiss jedoch, dass die Noten ab 11. Oktober 1860
erhältlich waren.
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Op.93 |
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Op.94 |
Bellona, Mazurka
Namensgeberin der Mazurka ist die
römische Kriegsgöttin Bellona, welche das Titelblatt der Klavierausgabe
ziert. Die Uraufführung erfolgte am 5. Oktober 1860 beim
Saison-Schlusskonzert im Volksgarten.
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Op.95 |
Diana, Polka
Das Dianabad am Donaukanal war das bedeutendste Bad Wiens im 19. Jrh. und
konnte ab 1860 in der Winterszeit in einen Ballsaal umgewandelt werden. Dazu
gehörte auch ein Wintergarten, in welchem am 12. November 1860 das erste
Konzert stattfand. Josef Strauss hat für diese Veranstaltung die Diana-Polka
geschrieben, welche grossen Anklang fand.
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Op.96 |
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Op.97 |
Debardeurs-Quadrille
Ursprünglich bezeichnete der Begriff „Debardeur“ einen Schiffsentlader.
Später aber – v.a. in der Pariser Ballszene – nannte man so leicht
bekleidete junge Frauen, welche mit knielangen Hosen und weit
ausgeschnittenen Blusen ihre ganzen Reizen zeigten und an Bällen
auftraten. Besonders im Dianabad wurden Bälle nach Pariser Vorbild
veranstaltet, wo eben diese Debardeurs auftraten. Dazu passend hat Josef
Strauss diese Quadrille komponiert, welche am 26. Januar 1861
uraufgeführt wurde.
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Op.98 |
Schabernack-Polka
Einer Zeitungsannonce zufolge erklang
die Polka an einem Volksgartenkakonzert am 3. Februar 1861. Vermutlich
wurde das Werk jedoch kurz zuvor bereits an einem Ball aufgeführt.
Jedenfalls fand die flotte Polka grossen Anklang und gehörte zu den
bedeutendsten Kompositionen der Gebrüder Strauss des Jahres 1861.
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Op.99 |
Zephir-Polka
Der Begriff „Zephir“ stammt aus dem Griechisch-Latienischen und
bezeichnet auf dichterische Weise einen lauen Südwestwind. Entsprechend
erklingt die liebliche Polka. Diese hat der Komponist für einen
Strauss-Ball am 11. Februar 1861 im neuen Dianasaal komponiert.
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Op.100 |
Die Kosende
Diese Mazurka ist ein weiteres
Werk des Komponisten, welches eine Frauenfigur beschreibt. Diese
Frauenfigur blickt auf dem Titelblatt aus einer Tür hervor. Das Werk
erklang erstmals an eine Karnevals-Revue am 17. Februar 1861 im
Volksgarten. Die Komposition blieb das ganze Jahr im Repertoire.
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Op.101 |
Flammen, Walzer
Was die Hintergründe zur Idee des
Walzers waren, ist leider nicht überliefert. Untypischerweise erklang
der Walzer zum ersten Mal an der Karnevalsrevue am 17. Februar 1861 im
Volksgarten. Normalerweise wurden an den Revuen alle Neukompositionen
für die Faschingszeit noch mal zusammengefasst, wobei „Flammen“ wie
erwähnt hier das Debut fand.
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Op.102 |
Maskengeheimnisse, Walzer
Der Walzer hätte an einem
Strauss-Ball am 5. Februar 1861 im Sofiensaal erstmals aufgeführt werden
sollen, aber das Programm an dem Abend war so gross, dass nicht alle
Neuheiten zur Aufführung kamen. So wurde der Walzer an der
Karnevalsrevue im Volksgarten am 17. Februar 1861 gespielt.
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Op.103 |
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Op.104 |
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Op.105 |
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Op.106 |
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Op.107 |
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Op.108 |
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Op.109 |
Die Soubrette, Polka
In der Zeit, als die Operette ihre
Hochblüte feierte, verstand man unter einer Soubrette eine Tänzerin und
Sängerin auf der Bühne. Zuvor stand der Begriff jedoch für ein kokettes
Stubenmädchen, was auch das Titelblatt der Klavierausgabe verbildlicht.
Möglicherweise wurde das Werk laut Aufzeichnungen des Komponisten am 8.
August 1861 im Dommayer erstmals gespielt. Man geht davon aus, dass das
Uraufführungsdatum der 6. August war, wo die Polka an einem Konzert im
Volksgarten dem Publikum zum ersten Mal vorgeführt wurde. Obschon das
Werk sich ordentlicher Beliebtheit erfreut haben dürfte, wurde es bald
von anderen Novitäten verdrängt.
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Op.110 |
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Op.111 |
Die Sonderlinge
Für ein von Josef Strauss persönlich
organisiertes Benefiz-Konzert im Etablissement Weghuber am 23. August
1861 komponierte er den Walzer „Die Sonderlinge“. Man weiss nicht, was
der Grund für die Namensgebung des Walzers war. Nachdem er im Sommer und
Herbst des genannten Jahres noch mehrmals gespielt wurde, geriet er
allmählich in Vergessenheit.
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Op.112 |
Faust-Quadrille
Nachdem Gounods Oper „Faust“ am 19.
März 1859 in Paris mit grossem Erfolg uraufgeführt und schon bald ein
Welterfolg geworden war, packte Josef Strauss die Gelegenheit beim
Schopf, dem Wiener Publikum einen Vorgeschmack auf die Oper, welche
ihren Weg auch nach Wien finden wird, zu geben. Anhand der in Paris
erschienenen Klavierausgabe stellte er geschickt Themen aus der Oper zu
einer Quadrille zusammen und präsentierte sie den Wienern zwei Monate
vor der dortigen Uraufführung der Oper. Das Werk fand grossen Anklang
und wurde oft gespielt.
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Op.113 |
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Op.114 |
Die Zeisserln, Walzer
Dieser Walzer gehört zu einer Reihe von Kompositionen, welche Josef
Strauss für die alljährliche Hernalser Kirchweih in Ungers Casino
komponierte. Die Uraufführung fand am Abend des 26. August 1861 statt.
Mit „Zeisserln“ sind die Zeisige gemeint, welche in der Gegend von Wien
kaum vorkamen, weshalb das Publikum besonders begeistert gewesen sein
dürfte, mit den Vögeln dafür auf musikalische Weise in Kontakt zu
kommen. Somit erhielt die Komposition grossen Applaus und wurde von den
Kritikern erfreut als besonders wienerisch eingestuft. In der Folge
hielt sich der Walzer noch das ganze Jahr über im Repertoire. Die
Orchesterpartitur ist heute verschollen, doch sind die Metallblätter des
Verlegers Haslinger erhalten geblieben, welche er damals für die
Verfielfältigung verwendete, und somit konnte die Orchesterversion
glücklicherweise problemlos reproduziert werden.
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Op.115 |
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Op.116 |
Hesperus-Ball-Tänze, Walzer
„Hesperus“ nannte sich eine
Künstlergesellschaft in Wien. „Hesperus“ ist die lateinische Variante
vom griechischen „Hesperos“, in der griechischen Mythologie ein Sohn der
Titanin Eos. Sein Name steht im Sprachgebrauch für einen Abendstern
(verwandt: Vesper). Dieser Gesellschaft gehörten die drei Strauss-Brüder
an, welche selbstverständlich jeweils persönlich die Widmungswerke für
die Anlässe widmeten. Im Jahre 1962 war es Josef, der dafür zuständig
war. Für den Ball am 26. Februar 1862 im Dianasaal schrieb er diesen
Walzer. Leider verschwand die Komposition schon bald von der Bildfläche
und verstaubte in den Regalen des Archivs.
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Op.117 |
Die Lachtaube, Mazurka
Die Mazurka wurde an einem Maskenball am 19. Februar 1862 im ausverkauften
Theater an der Wien zum ersten Mal gespielt. Die Stimmung was dermassen
ausgelassen, dass die Gäste nicht mal bemerkten, dass hier eine Novität
erklang. Das geplante Datum der Uraufführung wäre der 22. Januar 1862 an
einem Maskenball im Sofiensaal gewesen, aber hierbei fand Strauss keine
Gelegenheit, die Komposition zu spielen. Die Mazurka konnte sich jedoch nur
in diesem Jahr im Repertoire halten.
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Op.118 |
Amazonen-Quadrille
Für die Bälle im Dianabadsaal hat der Veranstalter zeitweilig einige
junge Mädchen engagiert, welche sich aufreizend als Amazonen
verkleideten und unters Publikum mischten. Dies war der Anlass zur
Komposition dieses Widmungswerkes für den Ball im Dianabad am 18. Januar
1862.
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Op.119 |
Amaranth, Polka
Die Polka, welche einmal mehr nach
einer Pflanze benannt ist, hat Josef Strauss für den Faschingsball vom
3. März 1862 im Dianasaal geschrieben. Die Uraufführung der Polka hat
aber gemäss Aufzeichnungen bereits am 19. Februar bei einem Maskenball
im Theater an der Wien stattgefunden.
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Op.120 |
Die Tanz-Interpellanten, Walzer
Dieser Walzer entstand für die
Festivitäten des Faschings im Jahre 1862. Es gibt keine Quelle, die das
Uraufführungsdatum und den entsprechenden Anlass nennt. Auch den
Beweggrund für die ungewöhnliche Namensgebung des Walzers ist unbekannt.
Das Wort „Interpellant“ geht auf das lateinische Verbum „interpellere“
zurück. Unter einem Interpellanten versteht man in erster Linie
jemanden, der in einem Parlament Fragen anbringt.
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Op.121 |
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Op.122 |
Lieb’ und Wein, Mazurka
Diese Mazurka stand als Novität auf
dem Programm für das Annenfest am 25. Juli 1862 im Etablissement
Weghuber. Das Stück fand grossen Anklang. Die Klavierausgabe erhielt ein
kunstvolles Titelblatt.
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Op.123 |
Angelica-Polka
Josef Strauss spielte diese Polka
erstmals am 1. Juni 1862 bei einem Konzert in der „Neuen Welt“ in
Hietzing. Es ist keine besondere Begebenheit zur Wahl des Titels
bekannt, denn eine Frau namens Angelica kommt in der Biographie des
Komponisten nicht vor.
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Op.124 |
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Op.125 |
Seraphinen-Polka
Inspiriert von den im alten Testament vorkommenden Seraphinen
(Engelswesen mit sechs Flügeln) schrieb Josef Strauss diese Polka für
ein Militärfest, welches am 21. Juli 1862 im Vergnügungspark „Neue Welt“
in Hietzing abgehalten wurde. Die Komposition hielt sich zwar für
einige Zeit im Repertoire und war beliebt, aber dennoch geriet sie
später in Vergessenheit.
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Op.126 |
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Op.127 |
Vorwärts!, Polka
Die Polka spielte Josef Strauss im
Russischen Pawlowsk im September 1862 zum ersten Mal auf, als er seinen
Bruder Johann vertrat, welcher nach Wien zurückgereist war. Nach Josefs
Rückkehr nach Wien erklang die Polka auch hier und kam im November 1862
bei Haslinger in den Druck.
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Op.128 |
Freuden-Grüsse, Walzer
Am 9. November 1862 gab Josef Strauss
ein Konzert im Sperl. Er war kurz zuvor aus Pawlowsk zurückgekehrt und
war froh, wieder in seiner Heimatstadt zu sein. In Russland hat er die
Freuden-Grüsse geschrieben, welche an dem genannten Konzert gespielt
wurden. Der Walzer fand grossen Anklang und ist im Repertoire geblieben.
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Op.129 |
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Op.130 |
Touristen-Quadrille
Die Infrastruktur und somit auch die
Verkehrsanbindungen in ganz Europa machten Mitte 19. Jrh. rasante
Fortschritte. Damit einhergehend nahm auch der Tourismus zu. Josef
Strauss bediente sich bei dieser Quadrille diverser Volkslieder, welche
er geschickt aneinanderreihte. Die Uraufführung fand am 26. Dezember
1862 im Volksgartensalon statt.
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Op.131 |
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Op.132 |
Günstige Prognosen, Walzer
Für den Medizinerball am 20. Januar 1863 musste Josef Strauss für seinen
erkrankten Bruder Johann einspringen und demzufolge auch die
Widmungskomposition liefern. Dieser äusserst flotte Walzer mit seinen
lieblichen Melodienfolgen fand einen aussergewöhnlich grossen Anklang.
Das Motiv für die Namensgebung ist nicht überliefert und lässt bloss
Vermutungen zu. Möglich wäre ein Bezug zu allfälligen „günstigen
Prognosen“, welche die Mediziner, denen der Walzer gewidmet war, ihren
Patienten stellen konnten. Es lag nie ein Druck des Walzers vor, aber
glücklicherweise konnte er aufgrund einer Stichvorlage, welche sich
erhalten hatte, originalgetreu reproduziert werden.
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Op.133 |
Auf Ferienreisen, Polka
Die Polka war eine
Widmungskomposition für den Studentenball, welcher am 11. Februar 1863
in den Redoutensälen der Hofburg abgehalten wurde. Josef Strauss liess
sich dabei von gängigen Studentenliedern inspirieren und steuerte zudem
eigene Melodien bei. Das flotte Werk erhielt grossen Beifall und wird
auch heute noch gern gespielt.
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Op.134 |
Patti-Polka
Die Italienerin Adelina Patti war
eine begabte und berühmte Sängerin, die in ihren jungen Jahren vor allem
in New York und London grosse Erfolge feierte. Ihr Debut in Wien im
Februar 1863 war nicht weniger ruhmvoll. Ihr zu Ehren komponierte Josef
Strauss eine Widmungspolka, welche am 15. März 1863 bei einem Konzert im
Volksgarten uraufgeführt wurde. Sie fand Beifall und wurde mehrmals
wiederholt. Als die Sängerin Wien jedoch wieder verliess, verschwand
auch die Polka aus dem Repertoire.
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Op.135 |
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Op.136 |
Sturmlauf („Turner-Polka“), Polka
Die Polka hat Josef Strauss dem Wiener Turnverein gewidmet, daher trägt sie
auf manchen Auszügen die Bezeichnung „Turner-Polka“. Die Uraufführung
erfolgte am 4. Februar 1863 am Turnerball im Dianasaal. Das Werk wurde mit
Begeisterung aufgenommen.
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Op.137 |
Sofien-Quadrille
Die Wiener Zeitung sagte die Novität
für die Eröffnung der neu gestalteten Räume im Volksgarten am 13. Mai
1863 an. Die Sofien-Quadrille wurde zu Ehren der Erzherzogin Sophie von
Bayern geschrieben, deren Namenstag der 15. Mai ist. Vermutlich wurde
die Quadrille deswegen nicht an den Eröffnungsfeierlichkeiten
aufgeführt. Die Erzherzogin nahm an dem Fest am 15. Mai jedoch nicht
teil, was der Grund gewesen sein dürfte, dass die Quadrille nicht
aufgeführt wurde. Sie erklang zum ersten Mal an einem Fest ebenfalls im
Volksgarten am 12. Juni 1863. |
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Op.138 |
Victor-Marsch
Der Marsch war eine Widmung des
Komponisten an Erzherzog Ludwig Victor, den jüngsten Bruder Kaiser Franz
Josefs I., welcher vorerst ein angesehenes Familienmitglied war, sich
später jedoch durch Eskapaden und Homosexualität unbeliebt machte und
nach Salzburg ins Exil geschickt wurde. Geplant war die Uraufführung des
Marsches für ein Konzert im Volksgarten am 13. Mai1863, fand aber erst
am 12. Juni desselben Jahres ebenda statt. Der Victor-Marsch ist ein
vergessenes Werk.
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Op.139 |
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Op.140 |
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Op.141 |
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Op.142 |
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Op.143 |
Associationen, Walzer
Als Josef Strauss 1863 die Leitung der Faschingsbälle für seinen
krankgeschriebenen Bruder Johann übernahm, musste er die vertraglich
festgelegten Widmungskompositionen innert kürzester Zeit bereitstellen. Am
21. Januar 1863 erklang der Associationen-Walzer am Industriellenball in den
Redoutensälen. Das Publikum war begeistert und verlangte eine Wiederholung.
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Op.144 |
Die Schwätzerin, Mazurka
Die Uraufführung dieser amüsanten
Mazurka erfolgte am 17. Juni 1863 bei einem Konzert im Sperl im heutigen
2. Bezirk. Das Werk ist auch heut noch ein oft gespieltes. Was oder wen
Josef Strauss mit der „Schwätzerin“ meinte, kann nicht mit Sicherheit
gesagt werden. Auf dem Titelblatt des Klavierauszuges ist eine junge
Frau mit einem Papagei abgebildet.
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Op.145 |
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Op.146 |
Deutscher Union-Marsch
In den Tagen vom 16. bis 19.
Oktober 1863 fand die Legendäre Völkerschlacht bei Leipzig statt. Es war
bis zum Ersten Weltkrieg die grösste Schlacht in der Geschichte der
Menschheit. Die Truppen Kaiser Napoleons kämpften gegen diejenigen der
verbündeten Reiche Russland, Preussen und Österreich. Rund 510'000
Soldaten wirkten bei der Schlacht mit, von denen mindestens 110'000 ihr
Leben verloren. Napoleons Heer wurde entscheidend geschlagen. Zur
Erinnerung an diesen Triumph fand am 17. August 1863 im Volksgarten ein
festliches Konzert statt. Somit ist der Titel des Walzers, welcher Josef
Strauss für dieses Konzert komponiert hat, selbstredend. Wie der
parallel geschaffene Walzer „Deutsche Sympathien“ erntete der Marsch
Beifall. Er geriet jedoch bald in Vergessenheit.
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Op.147 |
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Op.148 |
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Op.149 |
Deutsche Sympathien, Walzer
In den Tagen vom 16. bis 19. Oktober
1863 fand die Legendäre Völkerschlacht bei Leipzig statt. Es war bis zum
Ersten Weltkrieg die grösste Schlacht in der Geschichte der Menschheit.
Die Truppen Kaiser Napoleons kämpften gegen diejenigen der verbündeten
Reiche Russland, Preussen und Österreich. Rund 510'000 Soldaten wirkten
bei der Schlacht mit, von denen mindestens 110'000 ihr Leben verloren.
Napoleons Heer wurde entscheidend geschlagen. Zur Erinnerung an diesen
Triumph fand am 17. August 1863 im Volksgarten ein festliches Konzert
statt. Somit ist der Titel des Walzers, welcher Josef Strauss für dieses
Konzert komponiert hat und der sehr grossen Applaus erntete,
selbstredend.
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Op.150 |
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Op.151 |
Fantasiebilder, Walzer
Der Walzer war eine
Widmungskomposition für den Medizinerball am 11. Januar 1864 im
Sofiensaal, bei welchem Josef Strauss alleine aufspielte. Die gedruckte
Ausgabe war wörtlich den Hörern der Medizin an der Hochschule Wien
gewidmet.
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Op.152 |
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Op.153 |
Petitionen, Walzer
Widmungskompositionen für Gesellschaftsbälle waren zu der Zeit üblich.
Vor allem Johann Strauss war hier eifrig. Als Johann jedoch aus
gesundheitlichen Gründen das Komponieren vorübergehend unterliess,
kümmerte sich Josef um die Widmungen. Er hat „Petitionen“ den Studenten
der Rechtswissenschaft gewidmet. Aufgeführt wurde der Walzer am 18.
Januar 1864 am Juristenball im Sofiensaal und erhielt grossen Beifall.
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Op.154 |
Lebensgeister, Polka
Diese Polka war eine Widmungskomposition für den Studentenball am 31.
Januar 1864 im Redoutensaal. Josef Strauss hat dieses reizende Stück
Eleonore Fürstin von und zu Schwarzenberg gewidmet.
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Op.155 |
Die Gazelle, Mazurka
Josef Strauss holte sich die
Inspiration zur Namensgebung dieser Polka von dem afrikanischen Tier,
welches damals freilich höchstens vom Tiergarten her bekannt war. Die
Polka wurde für die Faschingszeit des Jahres 1864 geschrieben.
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Op.156 |
Die Clienten, Walzer
Am 2. Februar 1864 veranstaltete der
Unterstützungsverein der juristischen Fakultät an der Universität,
welcher zum Ziel hat, mittellose Studenten zu unterstützen, ein
Faschingsfest im Sofiensaal. Zu diesem Anlass schrieb Josef Strauss
diesen Walzer. Einen Monat zuvor hat er für den Juristenball den Walzer
„Petitionen“ Op.153 komponiert. Beide Werke waren in diesem Jahr
regelmässig im Programm.
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Op.157 |
Herold-Quadrille
Die Herold-Quadrille war eine von
Josef Strauss’ Novitäten, welche am Maskenball vom 23. Januar 1864 im
Sofiensaal aufgeführt wurden. Josef Strauss hat diesen Ball zusammen mit
seinem Bruder Eduard organisiert. Johann war merkwürdigerweise nicht von
der Partie, obwohl er zu der Zeit in Wien war.
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Op.158 |
Die Industriellen, Walzer
Seit 1861 fand in den Redoutensälen
alljährlich der Ball der Industriellen statt. Dabei bildeten
hauptsächlich die Repräsentanten aus der Banken- und Eisenbahnwelt zur
Trägerschaft. Für den Ball von 1864, welcher am 19. Januar stattfand,
komponierte Josef Strauss den Widmungswalzer „Die Industriellen“.
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Op.159 |
Gablenz-Marsch
Der Marsch war ein Widmungswerk für
Ludwig Freiherr von Gablenz, welcher bei einem Feldzug in
Norddeutschland das 6. Armeekorps leitete. Der Marsch wurde am 3. April
1864 im Volksgarten uraufgeführt. Wegen des wenig ruhmvollen Selbstmord
nach dem Börsenkrach von 1873 konnte sich der Gablenz-Marsch nicht
behaupten und verschwand bald darauf in den Regalen.
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Op.160 |
Abendstern-Polka
Die Gebrüder Strauss gehörten alle drei
der Hesperus-Vereinigung an (Vereinigung von Künstler diverser Sparten).
Diese Vereinigung traf sich jährlich zu einem fröhlichen Fest. Für das
Treffen am 3. Februar 1864 im Dianasaal schrieb Josef Strauss diese
Polka, welche regen Beifall erntete und sich danach im Repertoire halten
konnte.
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Op.161 |
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Op.162 |
Die Zeitgenossen, Walzer
Der Komponist hatte das neue Werk
schon mehrmals angekündigt, es dann aber doch nicht aufgeführt.
Möglicherweise fand er jeweils den Zeitpunkt unpassend, da das Volk sich
eher auf politische Ereignisse konzentrierte als sich mit Konzert- und
Ballaktivitäten beschäftigte. Als sich die Lage etwas beruhigt hatte,
nutzte Josef Strauss das für den 5. Juli 1864 geplante Benefizkonzert im
Volksgarten zur endlichen Uraufführung des Walzers. Der Erfolg des
Werkes war gross, und es wurde in der Folge noch oft gespielt.
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Op.163 |
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Op.164 |
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Op.165 |
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Op.166 |
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Op.167 |
Arabella-Polka
igentlich hätte die Polka am 2. August 1864 in der „Neuen Welt“ in Hietzing
erstmals aufgeführt werden sollen. Quellen aber belegen, dass die Polka erst
am 19. August 1864, ein Tag nach dem Geburtstag Kaiser Franz Josephs, an
einem Konzert im Volksgarten gespielt wurde. Das Werk trägt keine Widmung,
wie man vorerst vermuten würde. |
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Op.168 |
Les Géorgiennes, Quadrille
Jacques Offenbachs komische Oper „Les
Géorgiennes“ kam nach ihrem grossartigen Erfolg in Paris auch nach Wien.
Unter dem übersetzen Namen „Die schönen Weiber von Georgien“ wurde das
Bühnenwerk am 5. Oktober 1864 im Carl-Theater aufgeführt und zog
vergleichbaren Erfolg nach sich. Jose Strauss reagierte sofort und
stellte eine Quadrille mit den wichtigsten Melodien aus der Operette
zusammen. Diese wurde kurz darauf, am 9. Oktober 1864, bei einem Konzert
im Dianasaal aufgeführt und blieb lange Zeit im Repertoire.
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Op.169 |
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Op.170 |
Sport-Polka
Mitte 19. Jrh. setzte sich in Österreich die Turnerbewegung durch, welche
von Deutschland ausging. So wurde es Mode, dass man sich bewegte und
entsprechende Anlässe organisierte. Die Sport-Polka erklang zum ersten mal
an Josef Strauss’ Abschiedsfeier am 9. Oktober 1864 im Dianasaal, bevor der
Komponist auf Gastspielreise nach Breslau ging.
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Op.171 |
Einzugs-Marsch
Ein Zwist zwischen Dänemark, Preussen
und Österreich wurde am 30. Oktober 1864 vertraglich niedergelegt. Zwar
ging Preussen dabei als Sieger hervor, doch die österreichischen Truppen
haben sich tapfer geschlagen. Für deren Rückkehr wurde im Volksgarten am
6. Dezember 1864 ein Konzert veranstaltet, und Josef Strauss komponierte
dafür einen Einzugsmarsch. Nach der Erstaufführung wurde der Marsch nur
noch selten gespielt und geriet praktisch in Vergessenheit.
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Op.172 |
Herztöne, Walzer
Das Werk war ein Widmungswalzer, den
Josef Strauss für den traditionellen Medizinerball geschrieben hat,
welcher am 17. Januar1865 im Sofiensaal abgehalten wurde. Bereits sein
Vater Johann hatte 1847 einen Walzer gleichen Namens geschrieben,
welcher ebenfalls für den Medizinerball gedacht war.
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Op.173 |
Dynamiden (Geheime Anziehungskräfte), Walzer
Physikalisch gesehen bezeichnen
Dynamiden in etwa die Bausteine, aus denen ein Atom besteht. Der
Zusammenhang zwischen dieser physikalischen Erklärung und dem
Alternativtitel „Geheime Anziehungskräfte“ geht wohl auf eine
Interpretation des Komponisten zurück. Die Atomphysik dürfte auf Josef
Strauss als gelernter Ingenieur nach wie vor eine grosse Faszination
ausgeübt haben. Jedenfalls ist der Dynamiden-Walzer eines der schönsten
und exklusivsten Werke, die Josef Strauss geschrieben hat. Es war das
Widmungswerk für den Industriellenball in den Redoutensälen und wurde da
am 30. Januar 1865 uraufgeführt.
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Op.174 |
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Op.175 |
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Op.176 |
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Op.177 |
Frisch auf!, Mazurka
Die Mazurka war ein Widmungswerk für
den Maskenball, welcher am 9. Februar 1865 im Sofiensaal ab gehalten
wurde. Da aber Josef Strauss aus gesundheitlichen Gründen in diesem
Fasching nur stark reduziert dirigieren konnte, fand die Erstaufführung
des Werkes Aufzeichnungen zufolge erst an der Karnevalsrevue vom 5. März
1865 im Volksgartensalon statt.
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Op.178 |
Gedenkblätter, Walzer
Der Walzer war eine
Widmungskomposition für den Studentenball am 20. Februar 1865 in den
Routensälen. Bei dem Werk orientierte sich der Komponist an Studenten-
und Volksliedern, deren Melodien er einband.
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Op.179 |
Schlaraffen-Polka
Die Polka hat der Komponist für einen
Benefizball am 17. Februar 1865 im Sperl geschrieben. Die Polka
beschreibt das süsse Nichtstuer-Leben im Schlaraffenland. die
Klavierpartitur wurde im April 1865 veröffentlicht, die Orchesterausgabe
jedoch erst im Januar 1866.
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Op.180 |
Causiere-Polka
Diese muntere Polka wurde am 27.
Februar 1865 bei einem Benefizball der drei Strauss-Brüder im Sperl
uraufgeführt. Zu dieser Zeit war der Komponist allerdings gesundheitlich
sehr angeschlagen, weshalb er möglicherweise die Polka nicht persönlich
dirigieren konnte.
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Op.181 |
Springinsfeld, Polka
Für den Begriff „Springinsfeld“ gab
es zahlreiche Auslegungen und Interpretationen. Welche für Josef Strauss
massgebend war, weiss man nicht. Jedenfalls ist auf dem Titelblatt der
Klavierpartitur ein junger Mann abgebildet, der mit einem Mädchen an der
Hand fröhlich durch die Natur schreitet. Am 28. Mai 1865 spielte Josef
Strauss die Polka zum ersten Mal in der „Neuen Welt“ in Hietzing. Die
erste offizielle Aufführung in der Öffentlichkeit fand das Werk bei
einem Frühlingsfest am 30. Mai 1865 im Volksgarten.
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Op.182 |
Mailust, Polka
Wie zahlreiche andere Komponisten hat
auch Josef Strauss dem Wonnemonat Mai eine Komposition gewidmet. Die
Polka versprüht Fröhlichkeit und Lebenslust. Ihre Erstaufführung
erfolgte am 21. Mai 1865 im Volksgarten. Aufgrund des grossen Anklangs
war die Klavierpartitur bereits im Juli erhältlich.
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Op.183 |
Stiefmütterchen, Mazurka
Josef Strauss hat mehrere Werke geschrieben, zu deren Titel eine Blume Pate
stand. Diese Mazurka hier gehört von all diesen zu den bedeutendsten und
musikalisch wertvollsten. Uraufgeführt wurde das Werk bei einem von Josef
Strauss persönlich organisierten Benefizkonzert im Volksgarten am 7. Juli
1865.
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Op.184 |
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Op.185 |
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Op.186 |
Prinz Eugen-Marsch
Im Zuge der Errichtung der Neuen Hofburg ordnete Kaiser Franz Joseph die
Errichtung von zwei grossen Reiterstandbildern auf dem neuen Heldenplatz
vor der Neuen Burg. Mit dieser grossen Aufgabe wurde Anton Fernkorn
betraut. Eines der Denkmäler sollte Erzherzog Carl zeigen, das andere
Prinz Eugen von Savoyen. Letzteres wurde am 18. Oktober 1865 feierlich
enthüllt, wenn auch mit Verspätung. Josef Strauss zelebrierte die
Enthüllung des Denkmals bereits vorzeitig mit diesem Marsch, den er
bereits zehn Tage zuvor, am 8. Oktober 1868, im Volksgarten aufführte.
Dem Marsch liegen Melodien zugrunde, welche bereits früher bekannt
waren, deren wirklicher Ursprung heute jedoch nicht mehr bekannt ist.
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Op.187 |
Flick und Flock-Quadrille
Am 15. Februar 1862 wurde in Mailand das Zauberballett „Flick und Flock“ von
Paul Taglioni uraufgeführt. Das Stück war sehr erfolgreich, fand den Weg auf
zahlreiche europäische Bühnen und war in Wien bereits vor der ersten
Aufführung am 4. Oktober 1865 im Kärntnertortheater in aller Munde. Josef
Strauss fasste die wichtigsten Melodien aus dem Ballett in dieser Quadrille
zusammen und spielte diese erstmals am 1. Oktober 1865 im Volksgarten. So
hatte das Publikum schon mal einen Vorgeschmack des Balletts erhalten,
welches drei Tage später aufgeführt wurde.
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Op.188 |
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Op.189 |
Heilmethoden, Walzer
Der Walzer war die
Widmungskomposition für den Medizinerball vom 16. Januar 1866 im
Sofiensaal. Das Fest war sehr gut besucht, und der Walzer war ein
grosser Erfolg. Schon nach drei Tagen erschien die Klavierausgabe im Handel.
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Op.190 |
Pauline, Polka
Der Industriellen-Ball, welcher am 28. Januar 1866 in den Redoutensälen
angehalten wurde, stand unter dem Protektorat von Fürstin Pauline
Metternich-Winneburg, ehemals Gräfin Sandor. Sie war die Ehefrau des
österreichischen Botschafters in Paris, Richard Fürst
Metternich-Winneburg. Ihr zu Ehren verfasste Josef Strauss diese Polka,
welche aber nicht lange im Programm der Strauss-Kapelle blieb.
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Op.191 |
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Op.192 |
Die Spinnerin, Polka
Diese Polka war eines von zehn
Werken von Josef Strauss, welche an der Karnevalsrevue am 18. Februar im
Volksgarten aufgeführt wurden. Darunter befand sich diese Polka, deren
Klavierausgaben jedoch bereits am 5. Februar erhältlich war. Die Polka
war ein sehr grosser Erfolg.
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Op.193 |
For Ever, Polka
Wieso der Komponist untypischerweise
einen englischen Titel für diese Polka gewählt hat, ist unbekannt.
Jedenfalls hat er sie für einen Benefizball geschrieben, welcher am 29.
Januar 1866 im Sofiensaal stattfand. Die Polka konnte sich neben den
zahlreichen anderen Neuheiten der Strauss-Brüder in dieser Saison nicht
durchsetzen.
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Op.194 |
Expensnoten, Walzer
Josef Strauss hat diesen Walzer für
den Juristenball am 23. Januar 1866 komponiert. Der Titel bezeichnet
anders ausgedrückt die Rechnungen, welche die Juristen ihren Mandanten
ausstellen.
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Op.195 |
Thalia, Mazurka
Die Uraufführung dieser Polka wäre
für den Hesperus-Ball am 4. Februar 1866 im Dianasaal vorgesehen
gewesen. Josef Strauss spielte sie jedoch bereits am 7. Januar 1866 bei
einem Maskenball im Sperl. die Druckausgabe war ab 17. Februar 1866
erhältlich.
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Op.196 |
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Op.197 |
Helenen-Walzer
Am 16. Januar 1866 organisierte Baron
Sina in seinem Palais am Hohen Markt einen grossen Ball. Eigens dafür
schrieb Josef Strauss den Helenen-Walzer, welcher der Frau des Barons,
Freifrau Helen von Sina, gewidmet war. Der Walzer war eines der
wichtigsten Meisterwerke des Jahres.
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Op.198 |
Vereins-Lieder, Walzer
Wie der Titel gleich vermuten lässt,
handelt es sich hier abermals um einen Widmungswalzer. Die Adressaten
sind die Wiener Studenten, für die im Fasching 1866, am 6. Februar, im
Redoutensaal ein grosser Ball veranstaltet wurde, bei dem die
Strauss-Kapelle aufspielte. Trotz des Erfolges des Walzers geriet dieser
in Vergessenheit, da man im Sommer selben Jahres nach der Niederlage
Österreichs gegen Preussen nicht zum Tanzen aufgelegt war. Als die
Amüsier-Laune wieder zurückkehrte, schenkte man die Aufmerksamkeit den
neuen Walzern der Strauss-Familie. So verstaubten die Vereins-Lieder in
den Regalen.
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Op.199 |
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Op.200 |
Carrière-Polka
Die Carrière (Karriere) bezeichnet
die schnellste Gangart des Pferdes und ist dementsprechend ein
lebendiges Werk. Die Uraufführung fand am 4. Juli 1866 im Volksgarten
statt, einen Tag nach der Niederlage der österreichischen Armee bei
Königgrätz. Denkbar gedrückt war da die Stimmung der Bevölkerung,
welche sich daher kaum von der Polka mitreissen liess. So konnte sich
das Werk nicht halten.
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Op.201 |
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Op.202 |
Die Marketenderin, Polka
Neben dieser Polka hat Josef Strauss
auch eine Mazurka geschrieben, deren Betitelung die Marketenderin Patin
stand. Diese Mazurka kam jedoch nicht in den Verlag und gilt daher als
verschollen. An eine Marketenderin (Händlerin, welche die Kriegstruppen
auf ihren Kampfzügen begleitet) dachte der Komponist wohl aufgrund der
damaligen politischen Lage, in der die Österreichischen Truppen
aufmarschierten und sich auf die bevorstehenden Kämpfe vorbereiteten. Im
Juni 1866 spielte Strauss diese Polka im Volksgarten.
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Op.203 |
Schwalbenpost, Polka
Die geplante Uraufführung der Polka
am 31. Juli 1866 im Volksgarten fand wegen schlechten Wetters nicht
statt. Daher wich man auf das Alternativdatum des 2. August 1866 aus.
Wie der Titel bereits erahnen lässt, handelt es sich um eine flotte
Polka. Passend ist auf dem Titelblatt des Klavierausgabe eine Schwalbe
skizziert.
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Op.204 |
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Op.205 |
Genien-Polka
Die Polka war bereits im Sommer 1866 komponiert worden, jedoch nicht
aufgeführt, da die Kaiserstadt nach der Niederlage Österreichs gegen
Preussen nicht zum Frohlocken aufgelegt war. Konzerte und
Theatervorführungen wurden kaum besucht. Als am 11. September 1866 im
Volksgarten ein Fest veranstaltet wurde, packte Josef Strauss die
Gelegenheit beim Schopf und spielte die Genien-Polka, welche allerdings als
Klavierpartitur bereits am 31. August 1866 zu kaufen war. Die Polka wär
später ein fast vergessenes Werk.
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Op.206 |
Blaubart-Quadrille
In den 60er Jahren des 19. Jhr.
Jacques Offenbach sehr produktiv, und seine Operetten fanden den Weg auf
die Wiener Bühnen. Josef Strauss nutzte fast jede Wiener Neuaufführung
Offenbachs, um die beliebtesten Melodien daraus in einer Quadrille
zusammenzufassen und dem Publikum zu präsentieren. Die Operette Blaubart
an sich löste in Wien nicht die Erwartete Begeisterung aus. Josef
Strauss schaffte es mit seiner Quadrille jedoch, dass sich die Melodien
aus der Operette in der Kaiserstadt halten konnten. Im September 1866
wurde die Quadrille veröffentlicht und oft gespielt.
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Op.207 |
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Op.208 |
Etiquette, Polka
Die erhabene Polka entstand kurz nach
der schweren Niederlage Österreichs bei Königgrätz. Die Stimmung in der
Bevölkerung war dementsprechend schlecht. Daher ist es eine auf den
Zeitpunkt bezogen eher unpassende Komposition. Und was Josef Strauss mit
dem Titel ausdrücken wollte, weiss man auch nicht genau. Die
Uraufführung der Polka fand am 18. November 1866 im Volksgarten statt.
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Op.209 |
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Op.210 |
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Op.211 |
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Op.212 |
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Op.213 |
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Op.214 |
Marien-Klänge, Walzer
Widmungsträgerin dieses Walzers ist
Fürstin Marie von Kinsky-Liechtenstein, welche das Protektorat über den
Indistriellenball am 10. Februar 1867 in den Redoutensälen der Hofburg
übernommen hatte. Daher auch der Name „Marien-Klänge“. Die erste
Aufführung war rein konzertantisch, und erst bei der zweiten wurde dazu
getanzt. Obschon der Walzer vorerst keine herausragende Kritik erhielt,
gilt er heute als eines der bedeutendsten und gelungensten Werken Josef
Strauss’.
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Op.215 |
Arm in Arm, Polka
Die neue Komposition war für einen
Maskenball am 16. Februar 1867 im Sofiensaal angekündigt worden, die
Erstaufführung hat aber erst am 20. Februar stattgefunden. An der
Karnevalsrevue erklang sie erneut und konnte sich als eines der
bedeutendsten Werke Josef Strauss’ selbst neben den anderen grossen
Neuheiten der Saison wie „An der schönen blauen Donau“ oder „Delirien“
behaupten.
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Op.216 |
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Op.217 |
Gnomen-Polka
Die Polka fand im Rahmen eines Maskenballs im Sofiensaal am 20. Februar 1867
ihre Erstaufführung. Das Charakterstück beschreibt eine eifrig arbeitende
Zwergenschar. Josef Strauss dürfte seine Inspirationen dazu aus Wagner
„Nibelungenring“ geholt haben, obwohl die Musik bei Strauss bedeutend
fröhlicher ist.
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Op.218 |
Wiener Leben, Polka
Die Polka hat Josef Strauss für einen
grossen Maskenball im Etablissement Schwender geschrieben, welcher unter
dem Motto „Wiener und Pariser Leben“ stand. DieBälle bei Schwender waren
jeweils sehr gut besucht, und die grossen Räumlichkeiten boten mehreren
tausend Personen Platz. Das Werk erhielt vorerst keine besondere
Aufmerksamkeit, aber später tauchte es immer wieder in den Programmen
auf.
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Op.219 |
Allerlei, Polka
Die Polka wurde für den
traditionellen Concordia-Ball am 12. Februar 1867 im Sofiensaal
komponiert. Das Musikprogramm an jenem Abend war sehr reichhaltig, wobei
neben Strauss-Musik auch Werke von Schubert, Friedrich von Flotow und
weiteren erklangen.
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Op.220 |
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Op.221 |
Die Windsbraut, Polka
Die flotte Polka schrieb Josef
Strauss für einen Benefiz-Maskenball im Etablissement Schwender am 4.
Februar 1867 und sorgte damit für heitere Stimmung. Doch obschon das
Publikum Wiederholungen der Polka verlangte, wurde das Werk darauf so
gut wie vergessen. Eine „Windsbraut“ ist aus der dichterischen Sprache
übersetzt soviel wie ein Sturm.
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Op.222 |
Studententräume, Walzer
Für den traditionellen Studentenball
am 25. Februar 1867 in den Redoutensälen der Hofburg komponierte Josef
Strauss dieses Widmungswerk. Zwar konnte es sich gegen die anderen
Novitäten an jenem Abend nicht durchsetzen, hielt sich aber dennoch für
einige Zeit in den Programmen späterer Strauss-Konzerte.
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Op.223 |
Die Grossherzogin von Gerolstein, Quadrille
Als Jacques Offenbachs erfolgreiche
Operette in Wien aufgeführt werden sollte, machte sich Josef Strauss
eilig daran, dafür eine Quadrille zu schreiben und sich von dem grossen
Erfolg der Wiener Uraufführung der Operette am 13. Mai 1867 im Theater
an der Wien ein Stück abzuschneiden. Seine Quadrille erklang zum ersten
Mal am 7. Juni im Volksgarten.
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Op.224 |
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Op.225 |
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Op.226 |
Krönungslieder, Walzer
Im Juni 1867 wurden Kaiser Franz
Josef I. und seine Frau Elisabeth von Bayern in Budapest zum Ungarischen
Königspaar gekrönt. Die Feierlichkeiten dauerten drei Tage lang. Dieses
Ereignis war für Josef Strauss Anlass, den Krönungslieder-Walzer zu
schreiben, welcher am 21. Juni 1867 im Volksgarten erstmals gespielt
wurde.
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Op.227 |
Die Tänzerin, Polka
Dieses liebliche Stück wurde
vermutlich am 2. Juni 1867 in der „Neuen Welt“ in Hietzing erstmals
aufgeführt an einem Parkfest, welches von Carl Schwender organisiert
worden war. Die Polka hielt sich allerdings nur in jenem Sommer im
Programm, verschwand danach und wurde gänzlich vergessen.
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Op.228 |
Victoria, Polka
Die Polka ist ein Widmungswerk an das
ehemalige Hotel Victoria auf der Wieden. Das Hotel war zu damaliger Zeit
ein beliebter Treffpunkt von Künstlern und Austragungsort zahlreicher
Sommerkonzerte. Leider wurde das Gebäude um 1920 demoliert. die
Uraufführung der Polka fand am 27. Juni 1867 statt.
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Op.229 |
Nachtschatten, Mazurka
Der Nachtschatten-Strauch war das
Motiv zur Namensgebung dieser Mazurka. Die Früchte des Strauches sind
dunkel, und so einen Eindruck machen auch die grösstenteils
schwermütigen Melodienfolgen des Stückes. Die Erstaufführung erfolgte an
einem Konzert im Volksgarten am 5. Juli 1867.
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Op.230 |
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Op.231 |
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Op.232 |
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Op.233 |
Lock-Polka
Josef Strauss präsentierte dem
Publikum seine neue Lock-Polka erstmals am 5. Februar 1868 in den
prachtvoll geschmückten Blumensälen. Die Räume waren voll besetzt, und
die Polka wurde mit Begeisterung vom Publikum aufgenommen. Im Folgejahr
fand sich die Polka sogar unter den Werken, welche auf Josefs Reise nach
Pawlowsk mit seinem Bruder Johann in der dortigen Vauxhall aufgeführt
wurden.
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Op.234 |
Tanzadressen an die Preisgekrönten, Walzer
Der Walzer war eine
Widmungskomposition für den Industriellenball vom 2. Februar 1868 in den
Redoutensälen. Das Werk galt in erster Linie den preisgekrönten
Industriellen Österreichs. Laut Zeitungsberichten war selbst der Kaiser
persönlich an der Veranstaltung zugegen. Der Walzer wurde mit
Begeisterung aufgenommen.
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Op.235 |
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Op.236 |
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Op.237 |
Galoppin-Polka
Diese Polka befand sich unter den Novitäten, welche Josef und Eduard
Strauss für den traditionellen Wohltätigkeitsball in dem Blumensälen der
Wiener Gartenbaugesellschaft an der Ringstrasse am 13. Februar 1868
geschrieben haben. Unter einem Galoppin verstand man einen jungen Mann,
der eifrig mit Börsennachrichten hin und her rannte, und je schneller er
diese übermittelte, desto höher fiel sein Trinkgeld aus. Dieser Service
ersetzte damals die spätere Telekommunikation. Die Zeit der Galoppine
war zwar wegen Neuerungen bald vorbei, aber dennoch versäumte es Josef
Strauss nicht, ihnen diese sehr lebendige Komposition zu widmen. Die
Polka erntete lautstarken Applaus. Laut der Aufzeichnung eines
Orchestermitgliedes wurde die Galoppin-Polka bereits am 12. Februar an
einem Maskenball im Sofiensaal gespielt, der Komponist nennt aber
ersteres Datum als offiziellen Tag der Uraufführung.
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Op.238 |
Tanz-Regulator, Polka
Für ein Fest der Studierenden der
technischen Hochschule am 22. Januar 1868 schrieb Josef Strauss diese
Polka. Als studierter Ingenieur muss er ja das Gespür dafür gehabt
haben, was einem technisch Interessierten gefallen mochte. Deshalb war
diese Polka so arrangiert, dass sie mit gezieltem Einsatz der
Schlaginstrumente eine Mechanische Konstruktion imitiert, welche den
Tanz „regulieren“ sollte. Das Werk wurde von den Gästen mit Beifall und
der Nachfrage nach Wiederholung quittiert.
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Op.239 |
Wiener Stimmen, Walzer
Am 11. Februar 1868 fand in den
Redoutensälen der letzte der traditionellen Bürgerbälle statt. Es war
dies eine Veranstaltung sie seit der Biedermeierzeit regelmässig
abgehalten wurde. Da dies langsam aber sicher nicht mehr zeitgemäss war,
setzte man der Tradition mit dem genannten Bürgerball ein Ende. Kaiser
Franz Josef persönlich erschien mit seinem Vater Erzherzog Franz Karl am
Ball. Die Strauss-Kapelle sorgte für die musikalische Unterhaltung.
Eigens zu diesem Ereignis hat Josef Strauss „Wiener Stimmen“ komponiert.
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Op.240 |
Eingesendet, Polka
Für den traditionellen Concordiaball
im Sofiensaal am 4. Februar 1868 trugen alle drei Strauss-Brüder ein
Widmungswerk auf. Die Polka „Eingesendet“ fand von allen drei den
grössten Anklang, und sie triumphierte auch an der Karnevalsrevue über
die anderen Kompositionen.
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Op.241 |
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Op.242 |
Hochzeitsklänge, Walzer
Der Walzer erklang erstmals am 1.
März 1868 an einem Konzert in den Blumensälen der Gartenbaugesellschaft.
Josef Strauss hat das Werk König Georg V. von Hannover gewidmet, welcher
nach der Besetzung seines Landes durch Preussen nach Wien ins Exil
gegangen war und sich unter dem Namen „Herzog von Cumberland“ im
gleichnamigen Palais in Penzing niederliess. Anlass zur Komposition und
Widmung des Werkes was das silberne Hochzeitsjubiläum des Herzogs mit
seiner Frau Marie von Altenburg.
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Op.243 |
Disputationen, Walzer
Der Walzer wurde für den
alljährlichen Studentenball geschrieben, welcher im Fasching 1868, am
18. Februar, in den Redoutensälen der Hofburg uraufgeführt wurde. Was
den Komponisten zur Namensgebung bewogen hat, ist nicht bekannt. Aber
Disputationen (=Streitgespräche) können mit etwas Phantasie durchaus mit
dem Studentenleben assoziiert werden.
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Op.244 |
Margherita-Polka
Das der Grund für diese Komposition
eine Person war, steht auf der Hand geschrieben. In diesem Fall war es
Prinzessin Margherita von Genua, welche am 22. April 1868 Prinz Umberto
von Italien heiratete. Josef Strauss hat wohl keine Möglichkeit
gefunden, dem neuen Paar die Polka vorzuführen, weshalb er ein Konzert
in den Blumensälen der Gartenbaugesellschaft am 13. Juni wählte, um die
Polka dem Publikum vorzuführen. Es dauerte jedoch nicht lange, bis die
Komposition wieder aus dem Programm fiel.
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Op.245 |
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Op.246 |
Genovefa-Quadrille
Jacques Offenbachs Oper „Geneviéve de
Brabant“ sollte in der Saison 1867/68 in Wien aufgeführt werden. Josef
Strauss fasste schnell die wichtigsten Motive aus der Oper zusammen und
schrieb damit eine Quadrille, welche am 15. Mai 1868 im Volksgarten zum
ersten Mal erklang. Offenbachs Oper wurde schon bald wieder abgesetzt,
und auch die Quadrille konnte sich nicht viel länger behaupten.
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Op.247 |
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Op.248 |
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Op.249 |
Wiener Fresken, Walzer
An einem Konzert im Volksgarten am
28. Juli 1868 überraschte Josef Strauss das Publikum mit diesem Walzer.
Der Komponist hat sich nicht über di Hintergründe der Namensgebung
geäussert, aber es liegt fast auf der Hand, dass er damit die Fülle an
kostbaren Deckenmalereien in den unzähligen Palästen und Kirchen Wiens
gemeint hat. |
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Op.250 |
Schützen-Marsch
Den Marsch spielte Josef Strauss
erstmals an einem Fest im Volksgarten am 24. Juli 1868. Die flotte
Komposition wurde mit grossem Beifall aufgenommen und musste wiederholt
werden. Dennoch verschwand der Marsch danach schon bald in den Regalen
des Archives.
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Op.251 |
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Op.252 |
Buchstaben-Polka
Diese Polka erklang neben mehreren Novitäten am 24. Juli 1868 im Rahmen
des mehrere Tage dauernden Bundes-Schützenfestes an einem Konzert im
Volksgarten. Das Besondere an dem Stück ist das erste Motiv, welchem die
sieben Noten der ersten sieben Buchstaben des Alphabets a-g zugrunde
liegen.
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Op.253 |
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Op.254 |
Ernst und Humor, Walzer
Der Walzer kam am 11. Oktober 1868 an einem Promenadenkonzert in den
Blumensälen der Wiener Gartenbaugesellschaft zur Uraufführung. Zu der Zeit
war Josef Strauss gesundheitlich schon ziemlich angeschlagen, und er hatte
daher wenig Grund, fröhlich zu sein. Nach „Ernst und Humor“ folgte eine
Reihe von Kompositionen mit Titeln, welche Frohgemüt ausdrücken. Der
Komponist schien dies bewusst zu machen, um seiner gesundheitlichen
Verschlechterung zu trotzen.
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Op.255 |
Huldigungslieder, Walzer
Der Huldigungslieder-Walzer war
Bestandteil eines Abschiedskonzertes am 29. März 1869 in den Blumensälen
der Gartenbaugesellschaft. Kurz darauf reisen Johann und Josef Strauss
ab nach Pawlowsk. Der Walzer galt als Widmungswerk für König Ludwig von
Portugal, welcher im Herbst zuvor seinen 30. Geburtstag feierte.
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Op.256 |
Périchole-Quadrille
In Paris hatte die Offenbach-Oper „La Périchole“ vorerst nur mässigen
Erfolg. Dennoch plante die Leitung des Theaters an der Wien eine
Inszenierung, welche am 9. Januar 1869 mit Richard Genée als Dirigent
ihre erste Wiener Aufführung erlebte. Dies nutzte Josef Strauss, eine
Quadrille mit Motiven aus dieser Oper zu schreiben. Das genaue Datum der
Uraufführung ist nicht notiert, muss aber im Januar 1869 erfolgt sein.
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Op.257 |
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Op.258 |
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Op.259 |
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Op.260 |
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Op.261 |
Eislauf, Polka
Ab Mitte des 19. Jrh. kam sportliche
Betätigung immer mehr in Mode. Selbstverständlich animierte dieser Trend
auch die Musikschaffenden zu passenden Kompositionen. Für die Disziplin
des Eislaufes wurde in Wien 1867 ein Verein gegründet. Zwei Jahre später
komponierte Josef Strauss die Eislauf-Polka, vermutlich für eine
Veranstaltung des Eislaufvereins.
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Op.262 |
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Op.263 |
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Op.264 |
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Op.265 |
Neckerei, Mazurka
Die Mazurka fand sich unter den
Neuheiten am Strauss-Benefizball am 8. Februar 1869 in den Blumensälen
der Gartenbau-Gesellschaft. Das Werk soll bereits am Vorabend in den
Redoutensälen am traditionellen Studentenball erklungen sein, fand
jedoch wenig Beachtung, da es im Schatten anderer spektakulärerer
Kompositionen gestanden haben durfte.
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Op.266 |
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Op.267 |
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Op.268 |
Andrassy-Marsch
Im Frühling 1869 reisten die drei Strauss-Brüder nach Pest-Ofen, dem
heutigen Budapest, um in den neu eröffneten Redoutensälen aufzuspielen.
Josefs Widmungskomposition für den Abend vom 18. März 1869 war diese
Polka, welche dem damals sehr populären Julius Graf Andrassy gewidmet
war, welcher sich politisch und kriegerisch sehr um das Land verdient
gemacht hatte. Der Marsch erlangte jedoch bei weitem nicht dieselbe
Berühmtheit wie das Widmungswerk Johanns, das weltbekannte „Eljen a
Magyár“.
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Op.269 |
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Op.270 |
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Op.271 |
Ohne Sorgen, Polka
Josef Strauss komponierte diese Polka während eines Aufenthaltes mit seinem
Bruder Johann im russischen Pawlowsk im Sommer 1869. Er war zu dem Zeitpunkt
sichtlich von seiner Krankheit gezeichnet. Die Polka „Ohne Sorgen“, welche
fröhlich und übermütig ist, gibt also keineswegs Josef Strauss’ Befinden
wieder. Das Stück wird auch heute noch oft gespielt.
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Op.272 |
Frohes Leben, Walzer
Diesen Walzer hat Josef Strauss im
Sommer 1869 komponiert, während er mit seinem Bruder Johann im
Russischen Pawlowsk weilte. Er fühlte sich da allerdings nicht wohl und
war zudem gesundheitlich nicht bester Dinge. So gesehen passt der Titel
des Walzers nicht zu des Komponisten Befinden in jenem Augenblick. Als
eine Art gute Mine zum bösen Spiel hat er ihn geschrieben und nach
seiner Rückkehr nach Wien dort am 14. November 1869 im Sofiensaal
erstmals gespielt.
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Op.273 |
En passant, Polka
Die Polka entstand während Josef
Strauss’ Aufenthalt in Pawlowsk im Sommer 1869. Im Herbst erklang sie
zum ersten mal im Vauxhall und erntete grossen Beifall. Auch bei der
Wiener Erstaufführung am 14. November 1869 löste das Stück Jubel aus
unter den Zuhörern.
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Op.274 |
Künstler-Gruss
Am 5. Januar 1870 wurde das neu
fertig gestellte Prunkgebäude der Gesellschaft der Musikfreunde, der
heutige Musikverein, feierlich eröffnet. Kaiser Frank Josef persönlich
nahm daran teil sowie zahlreiche weitere Gäste aus höchsten Kreisen. Am
Folgetag wurde im Goldenen Saal das erste Konzert gegeben, und am 15.
Januar fand darin der erste Ball statt. Für die Musik war die
Strauss-Kapelle zuständig. Alle drei Strauss-Brüder steuerten ein
Widmungswerk zu dem Anlass bei. Josef Strauss schrieb die Künstler-Gruss
Polka, welche auf Anhieb grossen Gefallen fand. Beim ersten offiziellen
Strauss-Konzert im Goldenen Saal war sie das erste Werk auf der Liste.
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Op.275 |
Nilfluthen, Walzer
Im November 1869 wurde der Suezkanal
eröffnet, ein Grossereignis von weltweiter Bedeutung. Mit dabei war auch
Kaiser Franz Josef I. Auch eine grosse Schar von Journalisten und
Berichterstatter aus Wien war mit dabei. Kurz darauf fand am 25. Januar
1870 im Sofiensaal der Concordia-Ball statt, ein alljährlicher Ball der
Journalistenvereinigung. Zu diesem Anlass komponierte Joseph Strauss
den Walzer „Nilfluthen“, welcher sich darauf noch lange im Repertoire
der Strauss-Kapelle hielt.
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Op.276 |
Kakadu-Quadrille
Wie andere Operetten Offenbachs kam
auch die Operette Kakadu in Wien zur Aufführung. In Paris wurde sie
unter dem Namen Vert-Vert gespielt. Auch diesmal nutzte Josef Strauss
die Gelegenheit, aus den gängigsten Melodien der Operette eine Quadrille
zusammenzustellen. Auch wenn die Operette das Wiener Publikum nicht
vollends überzeugen konnte, fand die Quadrille, welche am 13. März 1870
im Musikverein uraufgeführt wurde, reichlich Beifall. Im Repertoire
halten konnte sie sich jedoch nicht.
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Op.277 |
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Op.278 |
Jockey-Polka
Josef Strauss war ein Anhänger des
Pferdesports. So tauchen in seinem kompositorischen Schaffen mehrere
Werke auf, deren Titel auf besagten Sport hindeuten. Diese sehr
lebendige und schwungvolle Polka ist zur Faschingszeit 1870 entstanden
und wurde am 17. Februar in den Blumensälen der Gartenbaugesellschaft
uraufgeführt. Der Erfolg war sehr gross.
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Op.279 |
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Op.280 |
Tanz-Prioritäten, Walzer
Für einen grossen Ball der industriellen Gesellschaften im Redoutensaal am
6. Februar 1870 hat Josef Strauss diesen Walzer geschrieben. Das Werk
erhielt grossen Beifall. Es sollte das letzte Mal sein, dass der Komponist
an einem Ball in Wien auftrat, denn fünf Monate später verstarb Josef
Strauss.
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Op.281 |
Heiterer Muth, Polka
Diese Polka entstand im Todesjahr
Josef Strauss', als dieser schon sehr geschwächt und erkrankt war. Wie
mehreren anderen späten Werken verlieh der Komponist scheinbar wie zum
Trotz auch dieser Polka einen Titel, welcher alles andere als zu seinem
gegenwärtigen Befinden passte. Geschrieben hat Strauss die Polka für den
Armenball der Bürger aus Wieden in den Blumensälen der
Gartenbaugesellschaft am 9. Februar 1870.
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Op.282 |
Die Emancipirte, Mazurka
Die Stellung und Gleichberechtigung
der Frau war schon zur Zeit der Strauss-Brüder ein Thema. Bald gab es an
der Universität die erste Studentin oder eine erste praktizierende
Ärztin, was für Gesprächstoff sorgte. Diese Entwicklung nahm Josef
Strauss wohl zum Anlass, diese Polka zu komponieren. Es sollte sein
zweitletztes Werk werden. Die Uraufführung erfolgte am 17. Februar 1870
in den Blumensälen der Gartenbaugesellschaft im Rahmen eines
Benefizballes der Strauss-Brüder. Die Druckausgabe wurde erst nach Josef
Strauss’ plötzlichem Tod im Juli 1870 veröffentlicht.
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Op.283 |
Rudolfs-Klänge, Walzer
Am 23. Februar 1870 fand in den
Redoutensälen der Hofburg der alljährliche Studentenball statt.
Kronprinz Rudolf war zu dem Zeitpunkt gerade mal zwölf Jahre alt und
erklärte sich als Protektor der Veranstaltung. Das bewirkte seitens der
Studenten Sympathien gegenüber dem Kaiserhaus, welche zuvor weniger
vorhanden waren. Josef und Eduard Strauss komponierten die Widmungswerke
für den Ball an jenem Abend. Josef schrieb den Walzer „Rudolfs-Klänge“.
Am Vorabend der Veranstaltung verstarb jedoch seine Mutter Anna Strauss,
und nachdem Josef einen Zusammenbruch an ihrem Sterbebett erlitt, war er
nicht imstande, die Uraufführung des Walzers persönlich zu leiten. So
wurde er durch den Konzertmeister vertreten. Der Walzer erscheint als
letzte Opus-Nummer in seinem Oeuvre, denn vier Monate später war Josef
Strauss tot.
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Träumerei, nach Robert Schumann
Joseph Strauss arrangierte u.a. rund 500 Kompositionen von Franz Liszt,
Ludwig van Beethoven, Richard Wagner und Robert Schumann. Letzterer wurde
vom Wiener Publikum kaum geschätzt und war bei einem Versuch, in Wien Fuss
zu fassen, nicht erfolgreich. Die Transkriptionen von Josef Strauss taten
jedoch ihren Teil dazu bei, dass Schumanns Werke dennoch in Wien erklangen.
„Träumerei“ ist das einzige Schumann-Arrangement, welches von Josef Strauss
erhalten geblieben ist.
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Ständchen
Das kleine Stück hat keine Opuszahl
erhalten. Es ist vermutlich in Zusammenhang mit Richard Wagners Besuch
in Wien im April 1861 entstanden, jedoch ist der genaue Anlass zu der
Komposition unbekannt. Das Ständchen wurde später als Intermezzo in die
Operette „Frühlingsluft“ von Ernst Reitterer eingebunden, welche lange
nach Josef Strauss’ Tod arrangiert wurde.
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Mein schönes Wien, Albumblatt
Dieses liebliche kleine Werk ist ohne
Opus-Nummer, und ohnehin ist nicht bewiesen, dass es überhaupt von Josef
Strauss stammt. Es erschien nach dessen Tod um 1880 in Berlin beim
Erler-Verlag unter obigem Titel. Das Werk war mit „J. Strauss“ als
genannten Urheben versehen. Da es sich mit Sicherheit nicht um Johann
handeln kann, da dessen Werke alle gelistet sind, geht man davon aus,
dass Josef Strauss der Komponist war.
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Lied ohne Worte Nr.1
Josef Strauss war einer der fleissigsten Komponisten zu der Zeit, wenn
es darum ging, Werke von anderen Komponisten zu arrangieren. So hat er
auch das Lied ohne Worte Nr. 1 von Felix Mendelssohn-Bartholdy für sein
Orchester arrangiert. Von Josef Strauss’ Fülle an Arrangements ist
dieses hier leider eines der wenigen, welches übrig geblieben ist,
nachdem sein Bruder Eduard im Jahre 1907 einen Grossteil des gesamten
Notenmaterials der Strauss-Familie verbrannte. Das Datum der
Uraufführung ist leider unbekannt.
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Das musikalische Österreich, Potpourri
Josef Strauss schrieb mehrere
Medleys und Potpourris, von denen dies hier eines der umfangreichsten
ist. Es wurde am 17. Juni 1864 im Volksgarten uraufgeführt und besteht
aus rund 20 Stücken, von denen jedes eine andere Region der damaligen
Donaumonarchie beschreibt: Böhmen, Mähren, Schlesien, Krakau, Polen,
Ungarn, Slowenien, Kroatien, Serbien, dreimal Transsylvanien, Dalmatien,
Lombardei, Venedig, Tirol und Salzburg.
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