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Wilhelm von Österreich wurde
im Jahre 1370 in Wien als erster Sohn von
Leopold III. und Viridis
Visconti geboren. Nach dem Tode seines Vaters im Jahre 1386 war er Herzog
von Österreich. Als im Jahre 1395 sein Onkel
Albrecht III. gestorben war,
beanspruchte er das gesamte Erbe, wobei er jedoch auf den Widerstand seines
Cousins Albrecht IV. stiess. Im Vertrag von Hollenburg an der Donau einigten
sich die beiden auf eine gerechte Teilung der Gebiete. Wilhelm erhielt
dadurch Innerösterreich (Kärnten, Krain, die Steiermark und die
Küstengebiete) und residierte in Graz. Als Albrecht IV. im Jahre 1404 starb,
wurde Wilhelm sein Nachfolger in Wien, weil dessen Sohn Albrecht V. noch
minderjährig war.
Mit Wilhelms Verlobung mit
Hedwig von Polen unternahm das Haus Habsburg einer der frühesten Versuche,
durch die berühmte Heiratspolitik das Machtgebiet auszubreiten. Es kam
jedoch nicht zur Heirat, sondern die Verlobung wurde gelöst. Stattdessen
vermählte sich Wilhelm mit Hedwigs Cousine Johanna von Neapel-Anjou, welche
ihm jedoch keine Nachkommen gebar. Wilhelm starb am 15. Juli 1406 in Wien
und ruht in der Herzogsgruft im
Stephansdom.
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