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Am 13. August 1743 wurde
Erzherzogin Maria Elisabeth in Wien als sechstes Kind von Kaiserin
Maria Theresia und
Franz I. Stephan geboren. Das
Mädchen galt als schönste aller Kaisertöchter und erhielt schon bald
zahlreiche Heiratsanträge, welche ihre Mutter jedoch allesamt ablehnte, weil
sie die Schönheit Maria Elisabeths gezielt für die Habsburgische
Heiratspolitik einzusetzen plante. So sollte sie mit 24 Jahren König Ludwig
XV. von Frankreich vermählt werden. Jedoch kurz vor der geplanten Hochzeit
erkrankte Maria Elisabeth an den Pocken, welche ihr Gesicht schwer
entstellten. So war es mit ihrer Schönheit vorbei, und die Hochzeit fiel ins
Wasser. Glücklicherweise überlebte Maria Elisabeth die Krankheit, und
anstatt zu heiraten ging sie nach Innsbruck in ein Kloster für adlige Damen.
Dies war die einzige Alternative für Kaisertöchter zur Heirat.
Maria Theresia gründete nach
dem Tod ihres Mannes in Innsbruck ein Kloster, dessen Ziel es war, für ihren
verstorbenen Ehegatten zu beten. Maria Elisabeth trat diesem Kloster bei und
hatte das Amt der Äbtissin inne. Sie wurde als beliebte Person beschrieben,
welche stets zu Spässen aufgelegt war und die ganze Familie zu unterhalten
wusste, wenn die auf Besuch war. Zudem war sie bis ins Alter sehr
temperamentvoll und erheiterte ihre Mitmenschen mit ihrer bodenständigen
Art. Langeweile war ihr grösster Feind. Um 1805 musste Maria Elisabeth vor
Napoléons einmarschierenden Truppen nach Linz fliehen, wo sie am 22.
September 1808 starb. Ihr Grab befindet sich im Linzer Dom.
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