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Der jüngste Sohn Kaiser
Ferdinands II. wurde am 5.
Januar 1614 in Wiener Neustadt geboren. Wie es in den Adelshäuser oft
vorkam, sollte Leopold Wilhelm eine klerikale Laufbahn einschlagen. So stand
er dem Deutschen Orden vor und war zudem Bischof von Magdeburg, Halberstadt,
Passau, Olmütz, Strassburg und Breslau. Das Hauptamt in seine Leben war
jedoch dasjenige des Feldherrn, und als solchen verzeichnete er auch
Erfolge, von denen der erwähnenswerteste die Verdrängung der Schweden aus
Böhmen im Jahre 1640 ist. Um 1645 stand er zudem ebenfalls den Schweden in
der heutigen Brigittenau
gegenüber und konnte durch sein Geschick verhindern, dass diese die Stadt
Wien angriffen. Als Statthalter der spanischen Niederlande erreichte er 1648
den Frieden mit den unabhängigen Niederlanden. Aber nicht die politischen
Fakten zeichneten Leopold Wilhelm aus, sondern sein grosses Engagement in
der Welt der Kunst. Er besass eine bedeutende Sammlung an Gemälden
niederländischer und Italienischer Meister. Durch Vererbung blieb die
Sammlung in Habsburgische Besitz und ist heute Teil des Kunsthistorischen
Museums in Wien. Erzherzog
Leopold Wilhelm starb an 20. November 1662 in Wien.

Der Sarg Leopold Wilhelms in der Kaisergruft
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