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Kunigunde wurde am 16. März
1465 als Tochter von Friedrich
III. und Eleonore von Portugal in Wiener Neustadt geboren. Hier und in
Graz wuchs sie auf in einem bislang unbeschwerten Umfeld ohne strenge und
beengende höfische Sitten. Als um 1470 der ungarische Matthias Corvinus um
Kunigundes Hand anhielt, wies ihn ihr Vater ab. Anders als um 1485 der
bayrische Herzog Albrecht IV. sein Heiratsinteresse kundtat, denn dieser
erhoffte sich dadurch einen Machtgewinn, nachdem er nach dem Tode seines
Freundes Niklas von Abensperg dessen Erbe widerrechtlich angeeignet hatte.
Da Friedrich III. permanent in finanziellen Nöten war, erklärte er sich mit
der Heirat einverstanden und dass dadurch das Erbe der Abensperg als
Kunigundes Mitgift in des Herzogs Besitz überging. Der hinterhältige
Albrecht liess während der Aushandlungen für die Hochzeit die Stadt
Regensburg besetzen, woraus Friedrich sein Einverständnis zurückzog. Deshalb
präsentierte Albrecht der Kunigunde eine gefälschte Einwilligung zur
Hochzeit und liess darauf am 2. Januar 1487 in Innsbruck die Trauung
vollziehen. Kunigunde entrann nur dank der Bemühungen ihres Bruders
Maximilian einer Reichsacht. Zunächst war Kunigundes Ehe durch diese
Missstände getrübt, und erst nach der Versöhnung mit Ihrem Vater – ebenfalls
durch Maximilian begünstigt – legten sich die Spannungen. Das Paar hatte
acht Kinder, fünf Töchter und drei Söhne. Nachdem Albrecht gestorben war,
zog sich Kunigunde ins Püttrichkloster in München zurück und verbrachte da
den Rest ihres Lebens. Sie starb dort am 6. August 1520.
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